HSG Saalfeld/Könitz – HSV Ronneburg 30:32

Pflichtsieg für Handball-Oberligist Ronneburg

Der Saalfelder Tom Ebert geht an Christopher Eisenstein vorbei. Das bessere Ende in dem Handball-Oberligaspiel hat aber der HSV Ronneburg.

Trotz Umstellungen: HSV Ronneburg dominiert HSG Saalfeld/Könitz.

Der Thüringer Handball-Oberligist HSV Ronneburg hat seine Pflichtaufgabe erfüllt. Bei Schlusslicht HSG Saalfeld/Könitz landete die Mannschaft des Trainergespanns Silvio Stölzner/Christian Szlapka einen nie gefährdeten 32:30-Auswärtserfolg.

In der Schlussphase zieht beim HSV Ronneburg der Schlendrian ein

Mitte der zweiten Hälfte hatten die Gäste schon mit neun Toren geführt, ehe der sich nie aufgebende Aufsteiger in der Schlussphase nochmals aufkam. „Nach konzentriertem Beginn lagen wir schon zur Pause deutlich vorn. Im Gefühl des klaren Vorsprungs ist dann etwas der Schlendrian eingezogen, zumal wir auch durch gewechselt haben, wodurch die Dominanz natürlich etwas verloren ging“, resümierte HSV-Trainer Silvio Stölzner.

Mirko Alexy spielt mannschaftsdienlich auf Linksaußen

Die einzige Saalfelder Führung der Partie gab es zum 1:0 durch Jannik Storz (2.). Anschließend ergriffen die Ronneburger die Initiative, wenngleich deren erster Treffer bis zur vierten Minute auf sich warten ließ. Ronneburg hatte etwas umstellen müssen. Weil Fabian Ruderisch und Justin Glöditzsch fehlten, spielte Mirko Alexy mannschaftsdienlich 60 Minuten lang auf Linksaußen. Bis zum 7:8 (18.) hielten die Saalfelder dagegen, ehe die Gäste eine Schippe draufpackten und nach und nach enteilten.

Die Last des Torewerfens war auf viele Schultern verteilt. Karel Kraus (5), Christopher Eisenstein (4) und Tomas Böhm (4) überzeugten mit ihrer Trefferausbeute von den Halbpositionen. Rico Stein sprang für Mirko Alexy als sicherer Siebenmeter-Werfer in die Bresche und brachte alle seine fünf Würfe im HSG-Kasten unter. Bei den Hausherren lief in der Viertelstunde vor der Pause nicht mehr allzu viel zusammen. Folgerichtig enteilte Ronneburg auf 9:17 (27.).

Auch nach Wiederbeginn änderte sich das Bild nicht. Bis zum 16:25 (43.) blieben die Gäste konzentriert. Ein Sonderlob verdiente sich HSV-Ersatztorwart Gergely Horvath, der bis dahin alle vier Siebenmeter der Hausherren pariert hatte. Doch als die Ronneburger durchwechselten, schlichen sich mehr und mehr Fehler ein.

„Wir haben dann zu viele freie Bälle liegengelassen. Hinzu kamen ein, zwei komische Schiedsrichterentscheidungen, bei denen man den Eindruck hatte, Saalfeld sollte im Spiel bleiben. So schmolz der Vorsprung noch ziemlich zusammen. In Gefahr sind wir aber nicht mehr geraten. Unterm Strich steht der wichtige Auswärtssieg. In zwei Wochen fragt niemand mehr, ob es ein schönes Spiel war“, so Silvio Stölzner, der sich darüber freute, dass gleich neun Ronneburger zu Torschützenehren kamen und auch Lion Sittig dreimal von Rechtsaußen erfolgreich war.

In der Tabelle verschaffte sich die HSV-Sieben weitere Luft im Kampf um den Klassenerhalt. „Nach den beiden Pflichtsiegen gegen Altenburg und Saalfeld geht es nach Jena, was natürlich eine ganz andere Hausnummer wird. Aber an einem guten Tag sind wir auch dort nicht chancenlos“, blickte Silvio Stölzner voraus, der dann aber wahrscheinlich auf Rico Stein verzichten muss, der sich kurz vor Schluss am Sprunggelenk verletzte.

Text: Jens Lohse
Bild: Peter Scholz

Spielbericht des THV

Turnier in Limbach-Oberfrohna

09.02.2025

Unsere Happy Hippo´s waren zum Turnier beim BSV Limbach-Oberfrohna eingeladen. Zu diesem 4er-Turnier traf man noch auf die weiteren Gegner aus Plauen und Reudnitz.

Das erste Spiel gegen Plauen ging deutlich mit 14:2 zu Gunsten der Ronneburger Ladies aus. Auch das nächste Spiel gegen die TSG Concordia Reudnitz konnte die HSV-Truppe ganz klar mit 4:17 gewinnen. Nur im letzten Spiel gegen den Gastgeber stand zum Schluss eine knappe 6:9-Niederlage auf der Anzeigentafel.

Die Happy Hippo´s haben alles gegeben und konnten mit einer starken Mannschaftsleistung und ganz viel Zusammenhalt die Spiele gewinnen. Und natürlich kam auch der Spass nicht zu kurz.

Vielen lieben Dank an Ari und Gitti für die leckere Verpflegung!

28. Schulsportfest

Spiel und Spaß zum gemeinsamen Schulsportfest der Staatlichen Grundschule Ronneburg und des HSV Ronneburg

143 Kinder zum 28. Sportfest bei HSV Ronneburg zu Gast

Das gemeinsame Schulsportfest der Staatlichen Grundschule und des HSV Ronneburg entstand aus einer Idee und hat sich seit 1994/95 zu einer tollen Tradition in der Stadt Ronneburg entwickelt.

Im vergangenen Jahr fand das 27. Sportfest dieser Art im Rahmen der Festwoche „100 Jahre Handball in Ronneburg“ statt. Auch in diesem Jahr gibt es ein Jubiläum zu feiern, denn der HSV (Handball-Sport-Verein) Ronneburg e.V. wird 30 Jahre alt.

Der HSV und die Ronneburger Handballer hatten die 6- bis 10-jährigen Kinder der Staatlichen Grundschule am 28. Januar in die Sporthalle an der Zeitzer Straße eingeladen – oder, wie die Handballer sie nennen, in den „Hexenkessel“.

Im Vorfeld gab es durch „Bäumi“ und Dieter vom HSV einiges zu tun, um alles zu organisieren und sicherzustellen, dass sich dieses Sportfest würdig in die Aktivitäten zu „30 Jahre HSV Ronneburg e.V.“ einreiht. Eine Herausforderung für die Organisatoren stellte in diesem Jahr die „Erkältungswelle“ dar. Sowohl das Lehrerkollegium als auch der HSV hatten alle Hände voll zu tun, um alle Stationen abzusichern. Besonders betroffen waren die Klassen, deren Teilnehmerzahlen stark dezimiert waren. Trotz dieser Schwierigkeiten kam für die Grundschule und den HSV Ronneburg eine Absage des Sportfestes nicht in Frage.

Vier Stunden lang nahmen die Kinder an diesem Tag den „Hexenkessel“ der Handballer in Beschlag. Spiel und Spaß für 143 Mädchen und Jungen, aber auch die gezeigten sportlichen Leistungen waren Garant dafür, dass dieses Schulsportfest erneut ein Erfolg wurde.

Kurz nach 7:30 Uhr begaben sich die Kinder der Staatlichen Grundschule in die Ronneburger Sporthalle, wo Sportfreund Jürgen Bäumler vom HSV als Wettkampfleiter und Moderator das gemeinsame Sportfest kurz nach 8:00 Uhr eröffnete. Besonders aufgeregt und neugierig waren die Erstklässler, die zum ersten Mal zu Gast beim HSV Ronneburg waren. Nach der Vorstellung der HSV-Sportler und der Erläuterung der einzelnen Stationen konnte das Sportfest beginnen – natürlich, wie sollte es anders sein, mit einem kräftigen und dreifachen „Sport frei!“. Das war sicher auch in der Stadt zu hören. Viele Eltern nahmen ebenfalls Anteil am Sportfest ihrer Kinder und waren begeistert.

Slalomlauf mit Ball, Hindernislauf für die ersten Klassen, Medizinball-Schockwurf, Dreier-Hopp, Torwandwerfen, Angeln, Geschicklichkeitsspiele oder das Überwinden eines Torwarts standen zunächst auf dem mehrstündigen Programm. Die Mannschaftsspiele Mini-Handball, Zweifelderball und „Ball über die Leine“ wurden in Abstimmung mit der Schule und dem Verein „außer Wertung“ ausgetragen.

Auch in diesem Jahr konnten die Mädchen und Jungen erneut ihre Talente unter Beweis stellen. Trotz der unterschiedlichen Klassengrößen lief der Stationsbetrieb reibungslos – sicher auch dank der ausgezeichneten Disziplin und der tollen Stimmung der Kinder. Dass die Pausen individuell von den Klassen gestaltet wurden, störte niemanden.

Zu den Siegern der ersten Klassen gehörten Heidi Preißler, Lynn Naubert, Liam Pößiger, Herman Baikov und Arno Wehle. Bei den zweiten Klassen belegten Elif Comeli, Bettina Dück, Elena Horvath, Valentin Pohlers und Lucas Läßker die ersten Plätze. In den dritten Klassen gewannen Amelie Eisenstein, Erika Schmal, Anton Fuhrmann, Linus Glöditzsch und Quintus Gareis. Lilly Rudolph, Eva Gal, Elias Platzeck und Mikolaj Marczak holten Gold bei den vierten Klassen. Stolz nahmen die Kinder Medaillen und Urkunden entgegen. Da kann man nur sagen: Herzlichen Glückwunsch!

Aufgrund der zahlreichen Krankheitsausfälle konnte der Pokal für die „sportlichste Klasse“ in diesem Jahr nicht vergeben werden – eine sicherlich richtige Entscheidung der Organisatoren.

Den Kindern hat das fröhliche Treiben erneut sichtlich Spaß gemacht. Und vielleicht war unter den Teilnehmern sogar der ein oder andere, der künftig den Weg zum regelmäßigen, organisierten Sport findet. Die Handballer würden sich über weiteren Nachwuchs sehr freuen.

Das Dankeschön der Kinder gilt an dieser Stelle den fleißigen Helfern des HSV: „Bäumi“, Nils Rensch, Leif Pöhnitzsch, Hannes Seidemann, Raika Gölzer, Jule Kortüm und Andrea Mock sowie dem Lehrerkollegium, das seine Schüler – wie so oft – bestens im Griff hatte. Wenn es um das Schreiben der über 70 Urkunden geht, dann sind Jeanette und Manuela mit dabei – deshalb ihnen ein besonderes Dankeschön.

Eine besondere Überraschung hatte die Grundschule gemeinsam mit dem Förderverein parat: Für die ununterbrochene Organisation und Durchführung der 28 Schulsportfeste erhielten Jürgen Bäumler („Bäumi“) und Dieter Wolf unter dem Beifall aller Beteiligten ein besonderes Präsent. Glückwunsch und ein herzliches Dankeschön!

Auf den Punkt gebracht: Organisation und Disziplin waren hervorragend, und es hat sich wieder gezeigt, dass eine gute Zusammenarbeit von Schule und Verein sich immer lohnt. Zugleich war dieses 28. Sportfest ein gelungener Auftakt zu „30 Jahre HSV Ronneburg e.V.“.

Bleibt zu hoffen, dass dieses gemeinsame Sportfest auch zukünftig seine Fortsetzung findet.

Jürgen Bäumler

28.01.2025

HSV Ronneburg – SV Aufbau Altenburg 28:25

Dramatische Schlussphase im Ronneburger Hexenkessel

Ronneburgs Tscheche Karel Kraus (links) ist vom Altenburger Tim Vogeler nicht zu halten.

Der HSV Ronneburg bejubelt beim 28:25 gegen den SV Aufbau Altenburg den fünften Saisonsieg. Was beim Sieger letztlich herausragte.

Der Ronneburger Hexenkessel bebte wieder einmal. In einem umkämpften Derby der Thüringer Handball-Oberliga bezwang der gastgebende HSV Ronneburg den Tabellenvorletzten SV Aufbau Altenburg mit 28:25 (16:16) und landete damit seinen fünften Saisonsieg.

„Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben ganz stark begonnen, offensiv verteidigt und den Altenburgern zunächst die Lust am Handballspielen genommen. Doch nach der 6:1-Führung haben wir den Gegner mit unseren Fehlern wieder stark gemacht. Am Ende war es ein Arbeitssieg. Dass hier heute kein Schönheitspreis vergeben würde, habe ich den Jungs vorher klargemacht. Für uns stehen unterm Strich zwei wichtige Punkte“, freut sich Ronneburgs Trainer Silvio Stölzner über das Erfolgserlebnis für sein Team nach zuvor drei Niederlagen hintereinander.

Sein Altenburger Gegenüber Patrick Schatz analysiert: „Wir sind schlecht in die Partie gekommen, haben uns dann deutlich gesteigert. Am Ende hat es an den Alternativen gefehlt. Viele Spieler sind derzeit angeschlagen und mussten trotzdem über 60 Minuten ran. Da ist es logisch, dass in der Schlussphase Kraft und Konzentration nachlassen. Die Chance war vorhanden, hier etwas mitzunehmen.“

Altenburg häufig dran, aber nie vorbei

Ronneburg begann wie die Feuerwehr, führte schon nach sieben Minuten mit 6:1. Doch die anfängliche Dominanz verflog. Angeführt vom später von Mirko Alexy in Manndeckung genommenen Nico Bertus, der nach seinem zweijährigen Gastspiel bei der HSG Freiberg wieder in die Skatstadt zurückkehrte, holten die Altenburger Treffer um Treffer auf.

Beim 12:12 war der Ausgleich geschafft. Mit einem 16:16 ging es in die Halbzeit. Nach Wiederbeginn blieb es eine Partie auf des Messers Schneide. Allerdings gingen die Gäste nie in Führung. Nach dem 20:20 konnten sich die Ronneburger durch Tore von Tomas Böhm und Mirko Alexy auf 23:20 absetzen. Altenburg versuchte alles.

Die Manndeckung gegen Nico Bertus umging man phasenweise dadurch, dass man den Torwart herausnahm und einen siebenten Feldspieler brachte. Doch ließen die Gäste zu viele freie Bälle liegen. Beim Stand von 25:24 scheiterte Jannes Wernicke vom Kreis völlig frei am wiederum starken Tschechen Lukas Vlasak im HSV-Kasten.

Nochmals bot sich die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch ein von Christopher Eisenstein erfolgreich abgeschlossener Konter sowie Treffer von Kyrylo Smielkov und Mirko Alexy ließen die Ronneburger auf 28:24 enteilen. Beste Torschützen waren HSV-Torjäger Mirko Alexy mit zehn und der Altenburger Nico Bertus mit acht Treffern. Nachlegen wollen die Ronneburger in zwei Wochen, wenn man am 15. Februar beim Schlusslicht HSG Saalfeld/Könitz gastiert.

Text & Bild: Jens Lohse

Spielbericht des THV

HSV Ronneburg – VfB TM Mühlhausen 23:24

HSV Ronneburg gegen Meister Mühlhausen nah am Punktgewinn

Nicht immer gelingt es Ronneburgs Mirko Alexy (Mitte), eine Lücke in der Mühlhäuser Abwehr zu finden.

Warum es für den Handball-Oberligisten wieder nichts Zählbares gab. Mut macht die Moral, die die Mannschaft von Trainer Silvio Stölzner beweist.

Nahe dran an einer Überraschung war Handball-Oberligist HSV Ronneburg am Sonnabend im Heimspiel gegen Landesmeister VfB 09 Mühlhausen. Unterm Strich stand für die Hausherren eine 23:24-Niederlage zu Buche, die Trainer Silvio Stölzner so kommentierte: „Unser Manko war wieder einmal die Chancenverwertung. Über weite Strecken der Partie waren wir die bessere Mannschaft. Aber gerade Anfang der zweiten Halbzeit haben wir es nicht verstanden, aus sechs, sieben in der Abwehr eroberten Bällen Kapital zu schlagen“.

Aber es gab auch Gutes: „Wir haben auch nach den frühen roten Karten gegen André Stölzner und Christopher Eisenstein Moral bewiesen und uns zu keiner Zeit aufgegeben. Zum Schluss haben wir unsere Chance bekommen, zumindest einen Zähler in Ronneburg zu behalten, haben sie aber nicht genutzt. Das ist bitter. Jetzt stehen wir unter Druck und müssen in den folgenden Partien gegen Altenburg und Saalfeld punkten.“

Mühlhausen erweist sich als abgezocktes Team

Die ersatzgeschwächten Mühlhäuser erwiesen sich als abgezocktes Team. Mit einer 15:12-Führung gingen die Gäste in die Pause. Nach Wiederbeginn verkürzte der HSV auf 14:15 (35.), ließ anschließend aber wieder abreißen. Nach Rot gegen Christopher Eisenstein, der sich noch eine Mannschaftsstrafe einhandelte und weiteren Zwei-Minuten gegen den Trainer mussten die Ronneburger mit Vier-gegen-Sechs agieren. Mühlhausen enteilte auf 15:19 (44.). Dass man den Sack nicht ganz zumachte, lag an der wiederum starken Torhüterleistung von Lukas Vlasak, der immer besser in Tritt kommt. Zudem agierten die Gäste keinesfalls fehlerfrei.

Als auch noch Mirko Alexy wegen Meckerns auf die Bank musste, meldete sich das Publikum im Hexenkessel zurück. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch verkürzten Tomas Böhm und Mirko Alexy, ehe dem unermüdlich rackernden Rico Stein nach einer tollen Körpertäuschung der 22:23-Anschluss gelang (57.). Ein gehaltener Siebenmeter von Lukas Vlasak gegen Konstantin Fick sorgte weiter für Spannung. Ein gelungener Block von Rico Stein und ein verhinderter Mühlhäuser Kempa-Trick führten 49 Sekunden vor Schluss beim Stand von 23:24 zum Ronneburger Ballbesitz.

Doch ein etwas überhasteter Abschluss von Karel Kraus aus ungünstigem Winkel verhinderte den Punktgewinn der Gastgeber, die damit zum dritten Mal in Folge unterlegen waren und in der Tabelle auf Platz neun abrutschten.

Text & Bild: Jens Lohse

Spielbericht des THV

HSV Ronneburg – ThSV Eisenach II 20:25

Spitzenreiter aus Eisenach ist zu stark für den HSV Ronneburg

In Wolf-Manier bleibt Eisenachs Torwart Christian Trabert beim Konter des Ronneburger Torjägers Mirko Alexy (links) Sieger.

In der Handball-Oberliga siegt der ThSV Eisenach II im Hexenkessel mit 25:20. Torhüter Lukas Vlasak hält vier Gäste-Siebenmeter.

Nur 25 Gegentore gegen den Spitzenreiter kassiert: In der Abwehr hat der Thüringer Handball-Oberligist HSV Ronneburg sein erstes Heimspiel im Jahr 2025 nicht verloren. Die 20:25-Niederlage gegen Aufstiegsanwärter ThSV Eisenach II hatte ihre Ursachen wohl eher im Angriff.

Das sah auch Trainer Silvio Stölzner, der die Mannschaft gemeinsam mit Christian Szlapka betreute. „Die Eisenacher Reserve ist nicht ohne Grund Tabellenführer. Das ist ein abgezocktes, cleveres Team. Die wissen genau, was sie wann spielen müssen. Da war es für uns nicht leicht, dagegenzuhalten. Vorn mussten wir uns jedes Tor hart erarbeiten. Einfache Treffer gab es nicht. In der entscheidenden Phase haben wir zu viele freie Bälle liegengelassen. Durch die starke Torhüterleistung von Lukas Vlasak blieb die Niederlage im Rahmen“, bilanzierte der HSV-Trainer, während sein Gegenüber, ThSV-Spielertrainer Qendrim Alaj, meinte: „Ich habe die Jungs die Woche über gewarnt, dass es gegen Ronneburg auf keinen Fall so leicht wie im Hinspiel werden wird. Garant dafür ist die Halle mit ihren Zuschauern und der Stimmung. Ronneburg hat uns immer wieder vor Probleme gestellt. Unsere Chancenverwertung war heute schlecht. Allein vier Siebenmeter haben wir verworfen.“

Ronneburg mit großen Besetzungssorgen

Zwei Fehlwürfe kamen auf das Konto von Qendrim Alaj, der mit seiner Mannschaft in dieser Saison unbedingt den Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga schaffen will. „Wir haben alles selbst in der Hand. Aber wir schauen von Spiel zu Spiel“, verriet er und war über die Heimniederlage von Konkurrent Jena gegen Werratal bestimmt nicht traurig.

Wie ernst es den Eisenachern mit dem Aufstieg ist, bewies allein die Tatsache, dass das Team mit einem 16er-Kader in Ronneburg aufschlug. Dagegen hatte die HSV-Sieben große Besetzungssorgen. Nach der Trainingsverletzung von Gergely Horvath stand kein zweiter Torwart zur Verfügung, sodass sich der schon verabschiedete Christian Lange als etatmäßiger Feldspieler bereiterklärte, im Notfall – den es zum Glück nicht gab – einzuspringen.

Zehn Minuten lang hielten die Hausherren die Partie bis zum 3:3 offen. Dann diktierten die Eisenacher das Geschehen auf der Platte. Beim 5:9 waren die Wartburgstädter erstmals auf vier Tore enteilt. Die Hausherren ließen sich nicht abschütteln und verkürzten bis zur Pause auf 11:13. Beim 16:22 war die Begegnung entschieden.

Kommenden Samstag gegen Mühlhausen

Ronneburg tat sich gegen die im Sechs-zu-Null-Riegel stehende ThSV-Abwehr schwer. Auch für Kreisläufer Kyrylo Smielkov gab es keine Räume. Der Eisenacher Mittelblock mit den baumlangen Duje Miljak, Leonard Toelke oder Ole Gastrock-Mey war kaum zu überwinden. Mirko Alexy war mit neun Treffern erfolgreichster Ronneburger, im Abschluss aber auch nicht fehlerfrei.

Gerade die beiden in der Schlussphase vergebenen Strafwürfe und die versiebten Konterchancen gegen einen starken Christian Trabert im Eisenacher Gehäuse kosteten den Hausherren ein noch besseres Ergebnis. 

Am kommenden Samstag wartet die nächste schwere Heimaufgabe auf den HSV. Dann gastiert der diesmal mit einem Treffer in Hermsdorf unterlegene Vorjahresmeister VfB 09 Mühlhausen im Ronneburger Hexenkessel.

Text & Bild: Jens Lohse

Spielbericht des THV

Frohes neues Jahr 2025

Liebe Mitglieder, Fans und Unterstützer des HSV Ronneburg,

Prosit Neujahr! Wir wollen die Gelegenheit nutzen, um euch allen ein riesiges Dankeschön zu sagen! 2024 war ein tolles Jahr – voller Einsatz, Teamgeist und richtig starker Momente. Egal ob auf dem Spielfeld, im Training oder bei unseren Veranstaltungen – ihr habt unseren Verein lebendig und einzigartig gemacht.

Für 2025 wünschen wir euch alles Gute, vor allem Gesundheit, Freude und viele Erfolge, egal ob im Sport oder privat. Lasst uns auch dieses Jahr wieder gemeinsam Gas geben, neue Herausforderungen angehen und jede Menge Spaß dabei haben.

Wir freuen uns riesig darauf, mit euch weiter durchzustarten! Danke, dass ihr ein Teil unserer Gemeinschaft seid.

33. Fan-Turnier

Am Freitag, dem 06.12.2024 nahmen die Handball-Fans die Ronneburger Sporthalle wieder einmal in ihren Besitz. In diesem Jahr fand das mittlerweile 33. Handball-Fan-Turnier statt. Dieses Traditions-Turnier gestaltete sich im Ronneburger „Hexenkessel“ erneut zu einer guten Werbung für den Handballsport in unserer Stadt Ronneburg und fand bei den „Freizeit-Handballern“ und Zuschauern gleichermaßen Anerkennung. Im Vorfeld hatte Organisator Dieter Wolf erneut die Fäden gezogen und letztlich alles gut auf die Reihe gebracht. Acht Mannschaften standen bei den Männern und zwei Mannschaften bei den Frauen auf dem „Papier“ und man konnte gespannt sein, ob auch alle gemeldeten Mannschaften am Turnier teilnehmen werden. Freitag, kurz vor Turnierbeginn, stand fest, dass sechs Männermannschaften um die von Moritz Oertel gestifteten Pokale spielen werden.
In diesem Jahr bestritten die Frauen das Eröffnungsspiel. Ab 19:15 zeigten die Ronneburger „Happy Hippos“ und die „Baller Bee`s Ihr Können. Am Ende gewannen die Happy Hippos dieses spannende und ausgeglichene Spiel, sicherlich auch Dank ihrer Erfahrung, mit 17:13.


In der Halbzeitpause erfolgte die Gruppenauslosung bei den Männern. Übrigens war an diesem Nikolaustag auch Knecht Ruprecht zugegen. Insgesamt 15 Spiele waren zu absolvieren, um den Turniersieger zu ermitteln.

Gruppe A (Pils Piranhas / Firma HORSCH / Edeltechniker)

Pils Piranhas – Firma HORSCH 7:4
Firma Horsch – Edeltechniker 2:2
Edeltechniker – Pils Piranhas 1:6

1. Pils Piranhas 4:0 13:5 Tore
2. Firma HORSCH 1:3 6:9 Tore
3. Edeltechniker 1:3 3:8 Tore

Gruppe B (Hartsuff Hornets / De`Holzgeschnitzten / Grubenlampe Zwickau)

Hartsuff Hornets – De`Holzgeschnitzten 5:5
ZHC Grubenlampe – Hartsuff Hornets 3:9
De`Holzgeschnitzten – ZHC Grubenlampe 6:10

1.Hartsuff Hornets 3:1 14: 8 Tore
2. ZHC Grubenlampe 2:2 13:15 Tore
3. De`Holzgeschnitzten 1:3 11:15 Tore

Ergebnisse Hauptrunde

Pils Piranhas – De`Holzgeschnitzten 2:4
Firma HORSCH – Hartsuff Hornets 3:5
Edeltechniker – ZHC Grubenlampe 3:11
Pils Piranhas – Hartsuff Hornets 3:8
Firma HORSCH – De´Holzgeschnitzten 4:5
Edeltechniker – Hartsuff Hornets 1:11
Firma HORSCH – ZHC Grubenlampe 3:6
Edeltechniker – De`Holzgeschnitzten 3:7
Pils Piranhas – ZHC Grubenlampe 7:5

Abschlussplatzierung

1. Harstuff Hornets 6:0 24:7 +17
2. De`Holzgeschnitzten 6:0 16:9 +7
3. ZHC Grubenlampe 4:2 22:13 +9
4. Pils Piranhas 2:4 12:17 -4
5. Firma HORSCH 0:6 10:16 -6
6. Edeltechniker 0:6 7:29 -22

Bester Torwart: Steve Kropfelder von den Hartsuff Hornets

Glückwunsch an den Pokalsieger des 33. Handball-Fan-Turnieres „Hartsuff Hornets“ und DANKE an alle fleißigen Helfer vor und hinter den Kulissen.


Schon im Vorfeld dieses 33. Handball-Fan-Turnieres wurde viel spekuliert, ob der „Macher“ des Turnieres Dieter Wolf zukünftig für die gewaltige Organisation und Durchführung noch zur Verfügung steht oder ob es sein letztes Turnier war. Also habe ich mit Dieter darüber gesprochen und ihn interviewt.

Dieter, wie fällt Dein Fazit zum 33. Fan-Turnier aus und war das dein letztes Turnier als Organisationsleiter und „Macher“ dieses jährlichen sportlichen Höhepunktes ?

„Von acht im Vorfeld gemeldeten Fan-Mannschaften haben sechs Mannschaften am Turnier teilgenommen und um die von Moritz Oertel gestifteten Pokale gespielt. Es war ein sportlich faires Turnier und es wurde gute Handballkost geboten. Für mich persönlich war das noch einmal ein gelungener Höhepunkt und zugleich Abschluss meiner Tätigkeit als Organisator und „Macher“ des traditionellen Handball-Fan-Turnieres. Womit auch klar ist, dies war endgültig mein letztes Fan-Turnier. An dieser Stelle möchte ich ALLEN, die mich bei 33 Turnieren unterstützt haben, noch einmal herzlich Danke sagen.“

Blicken wir zurück. Wann und wie ist dieses Turnier eigentlich entstanden ?

„Einfach gesagt, die Idee dazu entstand nach einem Auswärtsspiel der ersten Männermannschaft in der ehemaligen Gaststätte Skatklause. Jürgen Lübog, Norbert Kochan, Detlef Schäfer und ich haben sich bei einem Bier dazu verständigt, was für unsere Fans machbar wäre. Da kann man mal sehen, was aus einer ursprünglich gemütlichen Fachsimpelei von 1991 geworden ist. 33 Handball-Fan-Turniere.“

Gemeinsam mit Frank Bohnsack hast du ja auch die „Happy Hippos“ vor 26 Jahren mit ins Leben gerufen. Wie war das mit deren Einbeziehung in das Fan-Turnier ?

„Es kursierte damals die Meinung in den Handballreihen, wenn die Männer Handball spielen, dann müßten das die Frauen auch können. Die damals neu gegründeten Happy Hippos waren von Beginn an bemüht, neue Sportfreund-schaften zu knüpfen und an Turnieren teilzunehmen. Im Bezug auf unser Fan-Turnier habe ich feststellen müssen, dass es bei den Frauen weitaus schwieriger war, sie mit einem eigenständigen Turnier einzubinden. So ist leider so einiges im Sande verlaufen.“

Dieter, hast Du schon eine Idee bzw. einen Vorschlag, wie und ob es mit diesem traditionellen Turnier weitergehen wird ?

„Ich halte mich aus dieser Diskussion heraus und meine, jetzt sind der HSV und die Fans gefragt. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn es zukünftig auch ohne mich in Sachen Fan-Turnier weitergehen würde.

Dieter zur Festveranstaltung 100 Jahre Handball in Ronneburg im Mai diesen Jahres sind wir beide als „Ehrenmitglied des HSV Ronneburg“ ausgezeichnet worden und haben bekundet, dass wir den HSV entsprechend unseren Möglichkeiten unterstützen. Wie sieht deine Perspektive dazu aus ?

„Wenn meine Unterstützung gefragt ist, dann würde ich als passives Mitglied dem HSV gerne helfen. Da ich einiges an Jahren auf dem Buckel habe, spürt man, das gesundheitlich nicht mehr alles so läuft, wie man es will. Also heißt es jetzt kürzer treten. Und Bäumi, mal ehrlich, dir geht es sicherlich genau so. Übrigens habe ich mich riesig über die Überraschung der Fans des 33. Handball-Fan-Turnieres gefreut. DANKE. Das war`s.“

Da kann man zum Abschluss nur sagen, DANKE DIETER !

Nach 33 Turnieren – Mr. Fanturnier
Danke Dieter!

Text & Interview: Jürgen Bäumler
Bilder: HSV Ronneburg

HSG Werratal 05 – HSV Ronneburg 33:24

Handballer vom HSV Ronneburg immer einen halben Schritt zu spät

Chancenlos sind die Ronneburger HSV-Handballer bei der 24:33-Niederlage bei der HSG Werratal 05.

Wie es zur deutlichen Niederlage in der Oberliga Thüringen bei der HSG Werratal kam

„Alles das, was wir in der Vorwoche gegen Goldbach sehr gut gemacht haben, ist uns heute überhaupt nicht gelungen. Nicht annähernd haben meine Spieler ihr Leistungsvermögen ausschöpfen können. Nur in den ersten zehn Minuten haben wir die Partie offen gestalten können“, schimpfte Gäste-Trainer Silvio Stölzner nach der deutlichen 24:33-Niederlage seines HSV Ronneburg bei der HSG Werratal 05.

Ronneburger Handballer immer einen halben Schritt zu langsam

Im Kopf und auch körperlich waren die HSV-Handballer immer einen halben Schritt zu langsam. Jedes Tor musste man sich schwer erarbeiten. Werratal genügte eine durchschnittliche Leistung, um die Gäste auf Distanz zu halten. Bis zum 5:5 (10.) konnten die Ronneburger hoffen. Dann enteilten die Breitunger auf 11:6 (17.). Zur Pause stand es 18:13.

Eine zweistellige Niederlage konnten die Gäste gerade noch abwenden. Der verworfene Siebenmeter von Karel Kraus 52 Sekunden vor Abpfiff war bezeichnend für das HSV-Spiel. Treffsicherster Ronneburger war Kreisläufer Kyrylo Smielkov mit sechs Toren. Als Tabellenachter geht der HSV in die lange Weihnachtspause. „Bis dahin können sich die angeschlagenen Spieler etwas erholen“, hofft Silvio Stölzner.

Bild & Text: Jens Lohse