HSV Ronneburg – HSG Suhl 28:29

HSV bringt Titelfavorit HSG Suhl an den Rand einer Niederlage

Es gibt Niederlagen, die sich anders anfühlen als andere. Das 28:29 des HSV Ronneburg gegen die HSG Suhl gehört zweifellos dazu. Denn was die Ronneburger am Samstagabend vor rund 300 Zuschauern in der heimischen Sporthalle zeigten, war über weite Strecken leidenschaftlich, mutig und beeindruckend. Am Ende fehlten nur wenige Sekunden und ein einziges Tor zu einer großen Überraschung. Zur Halbzeit führte der HSV völlig verdient mit 17:14.
Wie hoch diese Leistung einzuschätzen ist, zeigt ein Blick auf den Gegner. Suhl gehörte bereits in der vergangenen Saison zur absoluten Spitze der Oberliga und wurde Tabellenzweiter hinter dem späteren Aufsteiger HSV Apolda. Auch in der aktuellen Spielzeit zählt die HSG aufgrund ihrer Qualität und Erfahrung zu den Mannschaften mit großen Ambitionen.
Zudem verfügt Suhl über einen außergewöhnlich erfahrenen Kader. Mehrere Akteure haben bereits in höheren nationalen Spielklassen gespielt, hinzu kommen Spieler mit Erfahrungen aus ausländischen Profiligen und internationalen Wettbewerben. Einzelne Suhler Akteure können sogar Einsätze in europäischen Wettbewerben bis hin zur EHF Champions League vorweisen. Umso bemerkenswerter war, was der HSV an diesem Abend auf die Platte brachte.
Zunächst erwischten die Gäste den besseren Start und gingen mit 5:2 in Führung. Doch Ronneburg ließ sich davon überhaupt nicht beeindrucken. Mit viel Ruhe, einer konzentrierten Defensive und konsequentem Angriffsspiel kämpfte sich der HSV zurück und stellte nach knapp 14 Minuten auf 7:7. Danach entwickelte sich eine richtig starke erste Halbzeit der Gastgeber. Der HSV spielte selbstbewusst, aggressiv und mit enormer Leidenschaft. Statt sich gegen den Favoriten lediglich auf Schadensbegrenzung zu konzentrieren, übernahm Ronneburg zunehmend selbst die Initiative.
Aus einem offenen Spiel wurde nach und nach eine Ronneburger Führung. Besonders in den letzten Minuten vor der Pause setzte der HSV noch einmal ein Ausrufezeichen und zog von 14:13 auf 17:14 davon. Drei Tore Vorsprung zur Halbzeit gegen einen solchen Gegner und das keineswegs glücklich, sondern als Ergebnis einer richtig starken Mannschaftsleistung.

21:16 – und plötzlich wackelt der Favorit

Wer nach dem Seitenwechsel mit einer schnellen Antwort der Gäste gerechnet hatte, wurde zunächst eines Besseren belehrt. Der HSV machte einfach weiter. Ronneburg spielte mutig nach vorne, hielt die Intensität hoch und baute seinen Vorsprung sogar noch weiter aus. Nach 37 Minuten stand tatsächlich ein 21:16 auf der Anzeigetafel. Fünf Tore Vorsprung gegen Suhl! Die Gäste waren gezwungen zu reagieren und hatten bereits unmittelbar zuvor beim 20:16 ihre Auszeit genommen. Spätestens jetzt war jedem im Hexenkessel klar: Hier war an diesem Abend etwas ganz Besonderes möglich. Der HSV hatte den Favoriten nicht nur geärgert. Ronneburg hatte ihn über weite Strecken im Griff.
Leider folgte genau in dieser Phase der Abschnitt, der am Ende entscheidend werden sollte. Nach dem 21:16 verlor der HSV für einige Minuten den Rhythmus. Eine Zeitstrafe kam hinzu und die erfahrenen Gäste nutzten diese Phase konsequent. Innerhalb von weniger als drei Minuten machte Suhl aus einem Fünf-Tore-Rückstand ein 20:21. Vier Gegentreffer in Folge – und plötzlich war ein Spiel, das der HSV bis dahin hervorragend kontrolliert hatte, wieder völlig offen. Gerade hier zeigte sich die enorme Erfahrung des Gegners. Suhl blieb auch mit fünf Toren Rückstand ruhig und bestrafte kleine Unkonzentriertheiten sofort.
Doch mindestens genauso bemerkenswert war die Reaktion der Ronneburger. Der HSV brach nicht ein. Ganz im Gegenteil. Nach dem 21:20 setzte sich Ronneburg wieder auf 23:20 ab. Als Suhl anschließend beim 23:23 erstmals wieder ausgleichen konnte, entwickelte sich ein hochdramatischer Schlagabtausch. Immer wieder legte der HSV vor: 24:23, 25:24, 26:25 und 27:26. Das zeigte eindrucksvoll die Moral dieser Mannschaft. Selbst nachdem ein komfortabler Vorsprung verloren gegangen war, blieb der HSV mutig und suchte weiter seine Chance.
Erst beim 27:28 in der 57. Minute lag Suhl erstmals seit langer Zeit wieder in Führung. Aber Ronneburg hatte noch eine Antwort. Knapp zwei Minuten vor Schluss gelang per Siebenmeter der umjubelte 28:28-Ausgleich. Die Halle durfte weiter von mindestens einem Punkt träumen.
Dann kam die Szene, die diesen Abend aus Ronneburger Sicht besonders bitter machte: 58:58 Minuten waren gespielt, als Suhl das 28:29 erzielte. Dabei blieb es.

Ein einziges Tor. Mehr trennte den HSV nach 60 intensiven Minuten nicht von einem hochverdienten Punkt gegen einen der großen Favoriten dieser Oberliga-Saison. Natürlich ist es besonders schade, weil der HSV den Sieg tatsächlich in der eigenen Hand hatte. Entscheidend war vor allem die kurze Phase nach der 21:16-Führung. Vier Gegentreffer in Folge brachten Suhl innerhalb weniger Minuten vollständig zurück ins Spiel. Hinzu kamen einige Zeitstrafen zu ungünstigen Zeitpunkten. Insgesamt musste Ronneburg viermal für zwei Minuten in Unterzahl agieren. Besonders bitter war die letzte Zeitstrafe beim Stand von 27:27 gut fünf Minuten vor Schluss. Gegen eine Mannschaft mit dieser individuellen Qualität und Erfahrung sind es am Ende genau solche Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen können.
Und trotzdem wäre es falsch, diesen Abend auf diese wenigen Minuten zu reduzieren. Natürlich tut diese Niederlage weh. Richtig weh. Wer gegen einen solchen Gegner mit fünf Toren führt, sechs Minuten vor Schluss noch 27:26 vorne liegt und weniger als zwei Minuten vor dem Ende zum 28:28 ausgleicht, möchte sich für diesen enormen Aufwand auch belohnen. Dass am Ende nicht einmal ein Punkt bleibt, ist unglaublich schade und fühlt sich angesichts dieser starken Vorstellung besonders bitter an.
Aber der HSV sollte aus diesem Spiel vor allem eines mitnehmen: Stolz. Stolz auf eine Mannschaft, die sich von der individuellen Klasse des Gegners nicht beeindrucken ließ. Stolz auf eine Mannschaft, die mutig Handball spielte, an ihre Chance glaubte und einen Titelfavoriten über weite Strecken vor enorme Probleme stellte. Stolz auf eine Mannschaft, die nach einem zwischenzeitlichen 21:16 auch nach dem Ausgleich nicht auseinanderfiel, sondern immer wieder zurückschlug.
Am Ende steht auf dem Papier leider nur ein 28:29. Doch dieses Ergebnis erzählt längst nicht die ganze Geschichte dieses Abends. Der HSV Ronneburg hat gezeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Mit Leidenschaft, Mut, Zusammenhalt und einer starken kämpferischen Leistung wurde eine der erfahrensten Mannschaften der Liga an den Rand einer Niederlage gebracht. Deshalb darf die Enttäuschung über den verlorenen Punkt oder sogar den möglichen Sieg ruhig da sein. Aber mindestens genauso groß sollte der Stolz auf diese Leistung sein. Schade, dass sich die Mannschaft für diesen großartigen Kampf nicht belohnen konnte. Aber wer so gegen einen Titelfavoriten auftritt, muss sich vor niemandem verstecken.

Der HSV hat an diesem Abend keine Punkte gewonnen – aber ganz sicher jede Menge Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.

Am nächsten Samstag (26.09.2026 um 19:00 Uhr) ist der LSV Ziegelheim zu Gast im Hexenkessel.

➡️ Spielbericht des THV

Ronneburger gemischte D-Jugendstartet in die neue Saison

Als Ausrichter des ersten Turnieres in der Vorrunde der gemischten Jugend D hatten sich die Ronneburger am Sonntag, dem 06.09.2025, mit den Mannschaften HSG Ilm-Kreis, HSV Weimar und Fortuna Großschwabhausen auseinander zu setzen. Man konnte gespannt sein, wie sich die neuformierte gemischte D-Jugend präsentiert.
Zunächst war jedoch die HSG Ilm-Kreis am Zuge, und das in doppelter Hinsicht. Gegen Fortuna Großschwab-hausen spielte die HSG schnell, sicher im Ab- und Zuspiel und leistete sich kaum Fehler. Desweiteren sorgten eine gut stehende Deckung und ein sicherer Keeper für den letztlich verdienten 17:6 Sieg. Auch gegen den HSV Weimar hatte man mit zunehmender Spiel-dauer das Spiel auf der „Platte“ im Griff, während sich bei Weimar die technischen Fehler häuften. Obwohl Weimar in der zweiten Spielhälfte etwas besser ins Spiel findet und sich
um Resultatsverbesserung mühte gewinnt die HSG auch sein zweites Spiel mit15:9.
Im Spiel 3 und 4 hatte sich der HSV Ronneburg mit dem HSV Weimar und Fortuna Großschwab-hausen ausein-anderzusetzen. Immerhin sollte es die erste Standortbestimmung in der neuen Saison werden.
Gegen den HSV Weimar finden die Ronneburger schwer ins Spiel und machen noch zu viele Fehler. Weimar nutzt diese zur6:2 Pausenführung. In der zweiten Halbzeit läuft es nicht viel besser für den HSV Ronneburg. Trotzdem ist das Bemühen der Kid`s erkennebar, es besser machen zu wollen. Aber das Manko im Zusammenspiel und die hohe Fehlerquote überwiegt, so dass Weimar mit 12:6 gewinnt.
Das Spiel gegen Fortuna Großschwabhausen gestaltete sich zunächst bei gleichen Spielanteilen auf Augenhöhe. Tore fallen immer dann, wenn der Gegner Fehler macht. Nach mehrmaligen Unentschieden (2:2, 3:3, 5:5) geht es mit einer knappen 7:6 Führung für die Ronneburger in die Pause. In den zweiten 10 Minuten können die HSV-Kids einen Siebenmeter nicht verwandeln, ziehen aber auf 8:6 (14 Min.) und 10:7 (18.Min.) davon. Wars das? Nein, denn Großschwabhausen gibt sich noch nicht geschlagen. Ihnen gelingt Tor Nummer acht und durch einen verwandelten Siebenmeter der Anschlusstreffer. Mehr lassen die Ronneburger nicht zu. Unter dem Strich steht ein mühsamer, aber verdienter HSV-Sieg mit 10:9 zu Buche.
Im Anschluss trifft Fortuna Großschwabhauen auf den HSV Weimar. Für beide Teams war es das dritte Spiel und demzufolge ließen die Kräfte so langsam nach. Fehlabspiele und Fehlwürfe standen auf der Tagesordnung. Nach 10 Minuten stand es 4:0 für den HSV Weimar, der in der zweiten Halbzeit etwas mehr zum zusetzen hatte. Großschwabhausen war dagegen im Torwurf etwas glücklos. Trotz eines verworfenen Siebenmeters drei Minuten vor Ultimo, gewann der HSV mit 8:4.
Im letzten Turnierspiel mussten die Ronneburger gegen den Favoriten HSG Ilm-Kreis antreten und man konnte gespannt sein, wie sich das HSV-Team aus der Affäre zieht. Zunächst spielte man auf Augenhöhe und hielt bis zum 2:2 dagegen. Danach bestimmte die HSG die Szenerie auf dem Hallenbelag und es klingelte 4 x am Stück im HSV-Gehäuse zum 6:2 in der 5.Minute. Der HSV fängt sich danach und verkürzt durch zwei Treffer am Stück zum 4:6. In die Pause geht es mit 7:4 für die HSG. Wiederanpfiff und zwei HSV-Tore zum 6:7 in der 12. Minute. Zu diesem Zeitpunkt machen die Ronneburger ein gutes Spiel. Danach schleichen sich wieder einige Fehler im HSV-Team ein und die HSG führt wieder mit 9:6. Man spürt, bei den jungen Hausherren lassen nun so langsam auch die Kräfte nach. Beim 14:6 in der 15. Minute sind die Messen endgültig gelesen. Ronneburg bemüht sich um Resultatsverbesserung und jedes Tor wird umjubelt. Doch am Ende gewinnt der Favorit HSG Ilm-Kreis verdient mit 16:9.

Trotz zweier Niederlagen in diesem Turnier, war es für den HSV Ronneburg eine gute Stand-ortbestimmung. Gegenüber dem ersten Spiel gegen Weimar konnte man sich steigern und machte gegen die HSG Ilm Kreis sein bestes Spiel. Sicherlich hat die neuformierte Truppe gegenüber den anderen Mannschaften in Punkto Zusammenspiel noch das Nachsehen, aber das lässt sich in der Zukunft dutrch fleißiges Training noch ändern.
Trainer Mirko Alexy brachte es auf den Punkt : „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, auch wenn
das Zusammenspiel hier und da noch noch nicht immer klappte. Diee Einstellung stimmte und Fehler kann man abstellen“.
In der Gesamt-Vorrundentabelle stehen die HSV-Kid`s gegenwärtig (Stand : 06.09.2026)
auf Platz 10 (von 22 Mannschaften).
Im Nachhinein waren sich alle einig, es war ein gutes Turnier im Ronneburger „Hexenkessel“.
Der Dank geht an die Organisatoren des HSV, die fleißigen Muttis Stephanie, Cindy, Julia und Andrea, die die Versorgung ermöglichten und den Verkauf sicherten, Schiedsrichter Tom Severin sowie Jana Thomas und Raika Gölzer am Kampfgericht und natürlich an die zahlreichen Fans.
Am 19.09.2026 sind die HSV-Kid`s in Sömmerda zu Gast und spielten gegen HSV Sömmerda 05, Post SV Gera, ESV Lok Meiningen und JSG Altenburger Land II.

Wölfe Erfurt – HSV Ronneburg 32:24

HSV zeigt Moral, muss sich am Ende aber deutlich geschlagen geben

Zum ersten Auswärtsspiel der neuen Oberliga-Saison 2026/27 gastierte der HSV Ronneburg am Sonntagnachmittag bei den Wölfen Erfurt in der Rieth-Sporthalle. Nach einer über weite Strecken umkämpften Partie musste sich unsere Mannschaft am Ende mit 32:24 geschlagen geben. Das Ergebnis fällt dabei deutlicher aus, als es der Spielverlauf insbesondere in den ersten 40 Minuten vermuten ließ.

Der HSV erwischte zunächst nicht den gewünschten Start. Erfurt ging mit 2:0 in Führung und hielt unsere Mannschaft in der Anfangsphase auf Abstand. Doch Ronneburg ließ sich davon nicht beeindrucken. Angeführt von einem in dieser Phase treffsicheren Oleksandr Blyzniuk arbeitete sich der HSV Tor um Tor heran. Aus einem 6:3 wurde innerhalb weniger Minuten ein 6:6, ehe Blyzniuk in der 19. Minute sogar erstmals zur 6:7-Führung für den HSV traf. Eine starke Reaktion unserer Mannschaft, die zeigte, dass sie auch nach einem schwierigen Beginn voll im Spiel war. Zudem erhielt Mirko Alexy in der 17. Minute eine rote Karte, was viele für eine zu harte Strafe empfanden.

In der Folge entwickelte sich eine intensive Begegnung. Erfurt konnte sich erneut auf drei Tore absetzen, doch der HSV blieb dran. Besonders in der Schlussphase der ersten Halbzeit bewies Ronneburg Moral: Nach dem 11:14 verkürzten Tom Severin und Christopher Eisenstein auf 13:14. Erst wenige Sekunden vor der Pause gelang den Gastgebern der Treffer zum 15:13-Halbzeitstand. Damit war nach 30 Minuten weiterhin alles offen.

Auch nach dem Seitenwechsel hielt der HSV zunächst den Anschluss. Tom Severin traf direkt zum 14:15, anschließend versuchten die Wölfe, sich Stück für Stück abzusetzen. Ronneburg kämpfte dagegen und kam durch Lucas Walzel und wieder Tom Severin in der 38. Minute noch einmal auf 18:20 heran. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt weiterhin völlig offen.

Dann folgte jedoch die Phase, die das Spiel letztlich entschied. Zeitstrafen brachten den HSV aus dem Rhythmus und Erfurt nutzte seine Möglichkeiten konsequent. Innerhalb weniger Minuten wuchs der Rückstand vom 18:20 auf 19:25 an. Gerade in dieser entscheidenden Phase fehlte Ronneburg die nötige Konsequenz, um den Lauf der Gastgeber zu stoppen. Zusätzlich machte sich die nicht optimale Chancenverwertung von der Siebenmeterlinie bemerkbar: Von sechs Strafwürfen konnte der HSV lediglich drei verwandeln.

Trotz des zunehmenden Rückstands gab sich unsere Mannschaft nicht auf. Adrian Kazmirski, Kyrylo Smielkov, Fabian Ruderisch und erneut Oleksandr Blyzniuk sorgten in der Schlussphase für weitere Ronneburger Treffer. Die Wölfe ließen sich den Vorsprung jedoch nicht mehr nehmen und bauten ihn bis zum Schlusspfiff auf 32:24 aus.

Bester Ronneburger Torschütze war Oleksandr Blyzniuk mit sieben Treffern. Dahinter folgten Tom Severin mit vier und Kyrylo Smielkov mit drei Toren. Je zweimal trafen Karel Kraus, Lucas Walzel und Adrian Kazmirski.

Auch wenn am Ende eine deutliche Niederlage auf der Anzeigetafel steht, kann der HSV vor allem aus den ersten rund 40 Minuten Positives mitnehmen. Nach einem schwierigen Start kämpfte sich die Mannschaft zurück, übernahm zwischenzeitlich sogar die Führung und war bis zum 18:20 in Schlagdistanz. Entscheidend wird es nun sein, diese guten Phasen über die gesamte Spielzeit zu stabilisieren, technische Fehler und Zeitstrafen zu reduzieren und die eigenen Chancen konsequenter zu nutzen.

Die Saison ist noch jung und auch solche Spiele gehören zum Entwicklungsprozess einer Mannschaft. Jetzt heißt es: analysieren, weiterarbeiten und gemeinsam die richtige Reaktion zeigen. GLÜCK AUF – HAU DRAUF!

▶️ Spielbericht des THV

Neuzugänge in der Saison 2026/2027

Willkommen in der HSV-Familie!

Ben Horna

Für weitere Verstärkung im Tor dürfen wir Ben in der HSV-Familie begrüßen. Ben konnte mit dem HBV Jena 90 bereits in der Mittel- deutschen Regionalliga Erfahrung sammeln. Seine Jugend verbrachte er in Freiberg und Dresden.


Lucas Walzel

Mit Lucas kommt ein 28-jähriger Linksaußenspieler vom SV Aufbau Altenburgzum HSV. Lucas spielt seit 18 Jahren bei den Skatstädterund verstärkt nun das Ronneburger Team auf der Außenposition.


Adrian Kazmirski

Bevor Adrian nach Ronneburg kam, spielte er drei Jahre beim HBV Jena 90. Seine handballerischen Wurzeln ent- stammen dem Sparta Oborniki in Polen, welcher in der 3. Liga spielt.


Balazs Matuszka

Der 25-jährige gebürtige Ungar wird uns auf der Mittelposition verstärken. Auch Balazs kommt vom HBV Jena 90 nach Ronneburg. Zuvor spielte er in Altenburg. Das Handballspielen hat er beim ungarischen „Budaörs Handball“ gelernt.

Sparkassen-Cup in Altenburg

21.08.2026 | E-Jugend

Neuformierte E-Jugend des HSV Ronneburg startet beim Sparkassen Cup Altenburg in die neue Saison und muss „Lehrgeld“ zahlen

In der vergangenen Saison waren Ronneburgs jüngste Handballer unter Leitung von Dieter Wolf und Heiko Plaul viel unterwegs und konnten in zahlreichen F-Jugend-Turnieren ihr Können unter Beweis stellen. Das wird in der neuen Saison nicht viel anders sein. Allerdings steigt man nun als gemischte E-Jugend-Mannschaft in das Meisterschaftsgeschehen des THV ein.
Nach der verdienten sechswöchigen Sommerpause absolvierte man am 19.08.2026 eine erste Trainingseinheit und schon ging es am 21.08.2026 auf reisen, diesmal in die Skatstadt Altenburg. Die Ronneburger nahmen am Sparkassen Cup der E-Jugend teil. Mit von der Partie waren der LSV Ziegelheim, HSV Ronneburg, HC Fraureuth und Gastgeber SV Aufbau Altenburg.

Von Beginn an geriet die neuformierte gemischte E-Jugend des HSV Ronneburg ins Hintertreffen, was nach nur einem Training sicherlich voraus schaubar war. Trotzdem kann man den Kid`s das Bemühen nicht absprechen, in diesem Turnier bestehen zu wollen. In Sachen Effektivität und Zusammenspiel hatten allerdings die anderen Mannschaften, die übrigens schon länger im Trainingsprozess standen, an diesem Tag den Ronneburgern einiges voraus.

Auch wenn man bei diesem Sparkassen-Cup in Altenburg Lehrgeld zahlen musste,  freuen sich die jüngsten Handballer des HSV Ronneburg auf das erste Meisterschaftsturnier am 27.09.2026 10:00 Uhr im „Hexenkessel“ Ronneburg mit den Mannschaften Fortuna Großschwabhausen und HSG Ilmkreis I. Bis dahin verbleibt noch einiges an Zeit, um mit fleißigem Training noch anstehende Mängel zu beseitigen.

h.v.l.: Trainer Heiko Plaul, Winni Biesel, Lena Frayer, Hermine-Elisabeth Urban,
v.v.l.: Luca König, Mia Ender, Emma Plaul, Lynn Naubert, Herman Baikov, Faikhan Cetin, Robert Schilling
Nicht auf dem Foto: Trainer Dieter Wolf

Ergebnisse und Abschluss-Tabelle

          SV Aufbau Altenburg        –          LSV Ziegelheim                               10:  4

            HSV Ronneburg                  –          HC Fraureuth                                    1:22

            LSV Ziegelheim                   –          HSV Ronneburg                              13:  4

            HC Fraureuth                      –          SV Aufbau Altenburg                      9:  5

            LSV Ziegelheim                   –          HC Fraureuth                                    0:12

            SV AufbAu Altenburg        –          HSV Ronneburg                                9:  3

          1. HC Fraureuth                             6:0 Pkt.         43:  6 Tore    (+37)

            2. SV Aufbau Altenburg                4:2 Pkt.         24:18 Tore   (+  6)

            3. LSV Ziegelheim                           2:4 Pkt.         17:26 Tore   (-  9)

            4. HSV Ronneburg                         0:6 Pkt.           8:44 Tore    (-36)

Ausblick auf die Saison 2026/2027

Nach der Saison ist vor der Saison.

Die Planungen für die Saison 2026/2027 sind noch nicht komplett abgeschlossen und unsere beiden Männermannschaften des HSV Ronneburg wissen nun, mit wem sie sich in den kommenden Monaten messen dürfen.

Unsere 1. Männermannschaft geht auch in der neuen Spielzeit wieder in Thüringens höchster Spielklasse, der Oberliga Thüringen, auf Punktejagd. Dabei trifft das Team auf viele bekannte Gesichter und Hallen, die man mittlerweile fast schon als zweites Wohnzimmer bezeichnen könnte: HSG Suhl, HBV Jena 90, Wölfe Erfurt, LSV Ziegelheim, HSV Weimar, SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim, VfB TM Mühlhausen 09, SV Hermsdorf und die HSG Werratal 05.

Für frischen Wind sorgen zwei neue Teams im Teilnehmerfeld: Mit dem Sonneberger HV stößt der Aufsteiger aus der Landesliga zur Liga hinzu, während mit dem ThSV Eisenach II die Bundesliga-Reserve aus der Mitteldeutschen Oberliga den Weg zurück nach Thüringen findet. Damit ist schon jetzt klar: Auch in dieser Saison wird es wieder einige spannende Duelle und volle Hallen geben.

Unsere 2. Männermannschaft bleibt der Regionsoberliga Staffel 1 treu und bekommt es mit folgenden Gegnern zu tun: SV BW Auma, SV Aufbau Altenburg II, HSG Saalfeld/Könitz II, HSG Oppurg/Krölpa, HBV Jena 90 II, TSV Eisenberg und SV Hermsdorf II.

Auch hier gibt es Bewegung im Teilnehmerfeld: Der LSV Ziegelheim II hat als Aufsteiger aus der Regionsliga Staffel 1 den Sprung in die Liga geschafft. Zudem wechseln die Wölfe Erfurt II aus der Staffel 2 zu uns und der Spielplan verspricht einige neue Herausforderungen.


Weiterhin bleibt die endgültige Entscheidung zum neuen Handball-Portal von iSquad noch offen. Dennoch werden alle Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Zeitnehmer & Sekretäre, sowie Offizielle sich im neuen System registrieren müsse. Hierzu werden wir explizit nochmal informieren

Qualifikationsturniere in Ronneburg

31.05.2026

B-Jugend des HSV Ronneburg überzeugt mit makelloser Turnierbilanz

Der HSV Ronneburg präsentierte sich beim Turnier in hervorragender Form und gewann alle sechs Partien. Bereits zum Auftakt setzte sich die Mannschaft mit 10:5 gegen den Post SV Gera durch und legte damit den Grundstein für einen erfolgreichen Turniertag. Auch im zweiten Duell mit den Geraern ließ der HSV beim deutlichen 12:5-Erfolg keine Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen.

Gegen den SV Hermsdorf zeigte Ronneburg ebenfalls zwei starke Auftritte. Nach einem souveränen 9:4-Erfolg gewann das Team auch das Rückspiel mit 10:5 und kontrollierte beide Begegnungen über weite Strecken.

Die entscheidenden Spiele um den Turniersieg fanden gegen die JSG Altenburger Land statt. In einem umkämpften ersten Aufeinandertreffen behielt der HSV mit 10:8 die Oberhand. Noch spannender verlief das Rückspiel, in dem Ronneburg einen knappen 6:5-Erfolg feiern konnte. Mit diesen beiden Siegen sicherte sich der HSV auch gegen den stärksten Konkurrenten die maximale Ausbeute.

Am Ende stand für den HSV Ronneburg eine beeindruckende Bilanz von sechs Siegen aus sechs Spielen bei 57:32 Toren. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer starken Defensive blieb das Team im gesamten Turnierverlauf ungeschlagen und sicherte sich verdient den Turniersieg.


30.05.2026

C-Jugend des HSV Ronneburg zeigt starke Leistungen gegen die Turnierfavoriten

Die C-Jugend des HSV Ronneburg zeigte beim Turnier eine engagierte Leistung und bewies insbesondere gegen die beiden späteren Topteams des Turniers ihre Konkurrenzfähigkeit. Zum Auftakt unterlag der HSV den Saale Füchsen nur knapp mit 8:10, hielt die Partie jedoch bis in die Schlussphase offen.

Im zweiten Spiel gelang gegen den HSV Weimar ein verdienter 8:5-Erfolg, ehe sich Ronneburg dem HBV Jena 90 denkbar knapp mit 8:9 geschlagen geben musste. Auch im Rückspiel gegen die Saale Füchse bot die Mannschaft einen großen Kampf, musste sich jedoch erneut knapp mit 8:9 geschlagen geben.

Gegen den HSV Weimar bestätigte das Team anschließend seine gute Form und gewann auch das zweite Duell souverän mit 11:7. Zum Abschluss traf Ronneburg nochmals auf den HBV Jena 90. Gegen den körperlich und spielerisch starken Gegner konnte die Mannschaft nicht mehr an die Leistung des ersten Aufeinandertreffens anknüpfen und unterlag mit 5:12.

Trotz der Niederlagen gegen die beiden stärksten Mannschaften des Turniers hinterließ der HSV Ronneburg einen positiven Eindruck. Mit zwei Siegen gegen den HSV Weimar sowie zwei äußerst knappen Niederlagen gegen die Saale Füchse zeigte das Team, dass es mit den besten Mannschaften des Teilnehmerfeldes mithalten kann. Am Ende belegte der HSV Ronneburg mit einer Bilanz von zwei Siegen und vier Niederlagen den dritten Platz und sammelte wertvolle Erfahrungen für die kommende Saison.

TSG Concordia Reudnitz gewinnt F-Jugend-Turnier im Ronneburger Hexenkessel

Ronneburger Kids belegen guten 2. und 5. Platz

Ronneburgs jüngste Handballer waren von Januar bis April dieses Jahres bei vielen Turnieren unterwegs. Die „Strapazen“ der Turniere – immerhin waren sie für einige HSV-Kids Neuland – wurden gut verkraftet und man konnte mit dem Auftreten der Ronneburger zufrieden sein. Trotzdem spürte man, dass etwas fehlte: ein eigenes Turnier im „Hexenkessel“ des HSV Ronneburg.

Dementsprechend groß war die Vorfreude der Handball-Kids auf das Turnier in eigener Halle.

Unter Leitung von Dieter Wolf und Heiko Plaul hatte man für Samstag, den 9. Mai 2026, zu einem HSV-Nachwuchsturnier der F-Jugend (Jahrgang 2017 und jünger) eingeladen. Im Vorfeld hatten die TSG Concordia Reudnitz, der HV Mylau/Reichenbach, der SV Blau-Weiß Auma und die SG Nickelhütte Aue ihre Teilnahme zugesagt. Nach Abschluss der Planung und dem Versand aller Spielunterlagen an die Vereine musste der HV Mylau/Reichenbach jedoch einen Tag vor Turnierbeginn seine Teilnahme absagen.

Schnell waren sich die Organisatoren darüber einig, dass der HSV Ronneburg seine gemischte Mannschaft trennt und mit einer Jungen- sowie einer Mädchenmannschaft das Turnier bestreiten wird.

Am Samstag, den 9. Mai, tummelten sich somit ab 10:00 Uhr fünf Mannschaften auf dem Hallenbelag der Sporthalle an der Zeitzer Straße. Gespielt wurde im Modus „Jeder gegen Jeden“, jeweils 15 Minuten.

Im ersten Turnierspiel hatten es die Ronneburger Jungen mit der TSG Concordia Reudnitz zu tun. Trotz einer schnellen 1:0-Führung spielten die HSV-Kids zu hektisch und leisteten sich viele Abspielfehler sowie Fehlwürfe. Die Reudnitzer dagegen standen gut in der Deckung und hatten einen sicheren Keeper zwischen den Pfosten. Nach vorn wurde schnell gespielt und jeder Ronneburger Fehler bestraft. In der 9. Minute führte Reudnitz bereits mit 7:1. Das Zusammenspiel der HSV-Mannschaft lief in diesem Spiel noch nicht richtig. Zwar gelangen den Hausherren noch zwei Tore, doch am Ende gewann Reudnitz verdient mit 10:3.

Im nachfolgenden Spiel trafen die Mädchen des HSV auf die SG Nickelhütte Aue. Von Beginn an spürte man, dass die Mannschaft in dieser Besetzung erstmals zusammenspielte und Fehler vorprogrammiert waren. Nach dem 1:1 in der 3. Minute klingelte es am laufenden Band im HSV-Gehäuse. Aue spielte bei Ballbesitz konsequent und schnell nach vorn. Nach zehn Minuten führte Aue bereits mit 9:1. Die Mädchen des HSV bemühten sich, konnten aber wenig am Spielverlauf ändern. Trotzdem wurde auch der zweite Treffer bejubelt. Mit dem Schlusspfiff stand ein 13:2 für die SG Nickelhütte Aue zu Buche.

Gegen den SV Blau-Weiß Auma wollten die HSV-Jungen ihren „verkorksten“ Turnierstart ausmerzen. Man erwischte diesmal einen besseren Start und fand schnell zu seinem Spiel. Vor allem stand die Deckung besser, es wurde schnell nach vorn gespielt und die Chancen wurden konsequenter genutzt. Nach sieben Minuten führten die HSV-Kids bereits mit 5:1. Zwar leistete man sich noch einige Fehlpässe und sündigte im Abschluss, doch der SV Blau-Weiß konnte daraus kein Kapital schlagen. Ronneburg gewann mit 7:2.

Gegen die TSG Concordia Reudnitz standen die Mädchen des HSV von vornherein auf verlorenem Posten. Zwar bemühten sie sich, doch im Zusammenspiel unter Bedrängnis hatten sie oftmals das Nachsehen. Auch im Abschluss machte man zu viele Fehler. Trotzdem bejubelten die HSV-Mädels den verdienten ersten Treffer in der 13. Minute. Reudnitz gewann letztlich verdient mit 8:2.

Die SG Nickelhütte Aue ging gegen Auma schnell mit 1:0 in Führung, konnte aber erst in der 9. Minute das 2:0 nachlegen. Geschuldet war dies dem gut aufgelegten Aumaer Keeper, der seine Mannschaft immer wieder im Spiel hielt. Der Anschlusstreffer fiel in der letzten Minute, der Ausgleich zum 2:2-Endstand sogar buchstäblich in letzter Sekunde.

Eigentlich spielen Mädchen und Jungen beim HSV Ronneburg gemeinsam in einer gemischten Mannschaft. In diesem Turnier mussten sie nun gegeneinander antreten und es blieb abzuwarten, wer die besseren Karten haben würde. Die Jungen fanden besser ins Spiel, führten schnell mit 2:0 und bauten diesen Vorsprung auf 5:0 (9. Minute) aus. Danach allerdings schlich sich „Bruder Schlendrian“ ein. Das Bemühen der Mädchen wurde in der 11. und 12. Minute mit zwei Toren belohnt (5:2), doch am Ende gewannen die Jungen mit 6:2.

Im Spiel gegen den SV Blau-Weiß Auma startete Reudnitz furios und führte schnell mit 3:0. Erst in der 6. Minute gelang Auma das erste und zugleich einzige Tor. Die Aumaer Jungs kämpften um jeden Ball und waren um eine Resultatsverbesserung bemüht, doch ihr Spiel lief nicht richtig. Reudnitz zog auf 6:1 davon. In der 13. Minute konnte sich zumindest Aumas Keeper mit einem gehaltenen Penalty auszeichnen. Mit einem 7:1-Sieg verließ Reudnitz als Sieger die Platte.

In ihrem letzten Turnierspiel trafen die Jungen des HSV auf die SG Nickelhütte Aue. Die Kids gingen schnell mit 1:0 in Führung, kassierten danach jedoch durch Unachtsamkeiten drei Tore in Folge. Nach dem Anschlusstreffer zum 3:2 musste man einen Penalty hinnehmen und kassierte einen weiteren Treffer. Aue führte mit 5:2 und profitierte von HSV-Fehlern in der Deckungsarbeit, wo die Abstimmung nicht richtig funktionierte. Fünf Minuten vor Schluss führte Aue mit 8:4. War’s das? Nein, denn Ronneburg kämpfte nun bis zum Umfallen, kam auf ein Tor heran (8:7) und nutzte die verbleibenden Sekunden auf der Uhr noch zum viel umjubelten 8:8-Unentschieden. Damit standen in der Endabrechnung insgesamt 5:3 Punkte auf der Habenseite.

Die Mädchen trafen in ihrem letzten Spiel auf den SV Blau-Weiß Auma. Trotz des ersten Treffers spürte man, dass bei den HSV-Mädels die Luft raus war und in Deckung sowie Angriff kaum noch etwas zusammenlief. Auma kam zu leichten Toren und zog bis zum Schlusspfiff auf 6:1 davon.

Im Spiel der Reudnitzer gegen Aue zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Von Beginn an bestimmte die TSG Reudnitz das Spielgeschehen und zeigte, wer Herr im Hause war. Aue dagegen hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Die im Turnier körperlich und spielerisch überlegenen Reudnitzer gewannen verdient mit 7:0. Dies bedeutete zugleich den Turniersieg vor den Jungen des HSV Ronneburg, der SG Nickelhütte Aue, dem SV Blau-Weiß Auma und den Mädchen des HSV Ronneburg.

HSV Ronneburg – HSV Weimar 28:25

Hexenkessel bebt: HSV Ronneburg entscheidet Endspiel gegen Weimar für sich und feiert Klassenerhalt

Im letzten Saisonspiel der Thüringer Oberliga kam es in Ronneburg zu einem echten Endspiel um den Klassenerhalt. Vor einer randvollen Kulisse im Ronneburger „Hexenkessel“ empfing der HSV Ronneburg den HSV Weimar. Die Ausgangslage war dramatisch: Weimar reiste mit 12:32 Punkten als Tabellenzehnter an, Ronneburg lag mit 11:33 Punkten direkt dahinter auf Platz elf. Klar war vor dem Anpfiff: Der Verlierer würde die Saison auf dem vorletzten Tabellenplatz beenden und müsste damit in die Relegation.

Die Bedeutung dieser Partie war von der ersten Minute an in der gesamten Halle spürbar. Beide Fanlager sorgten für eine unglaubliche Atmosphäre und verwandelten den „Hexenkessel“ in eine brodelnde Handballarena. Besonders erfreulich: Trotz aller Spannung und Emotionen präsentierten sich auch die zahlreichen Gästefans aus Weimar absolut fair. Beide Fanlager gaben einfach alles, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Über die Konfettikanonen schauen wir am letzten Spieltag mit einem Lächeln hinweg ;). Die Stimmung auf den Rängen war überragend und eine wahnsinnige Werbung für den Handballsport in Thüringen.

Angetrieben von den eigenen Fans erwischte der HSV Ronneburg den besseren Start. Vor allem Mirko Alexy übernahm früh Verantwortung und brachte die Hausherren schnell in Führung. Über 3:1 und 7:3 setzte sich Ronneburg zunächst deutlich ab. Doch Weimar zeigte, warum es sich bis zuletzt über dem Strich gehalten hatte, und spielte seinen gewohnt schnellen und dynamischen Handballstil. Mit viel Tempo und schnellem Umschaltspiel kämpften sich die Gäste Mitte der ersten Halbzeit wieder auf 7:6 heran.

In dieser kritischen Phase bewahrte der HSV Ronneburg jedoch die Ruhe. Die Mannschaft agierte konzentrierter und konsequenter, machte insgesamt weniger Fehler und arbeitete stark in der Defensive. Gleichzeitig wurden die eigenen Chancen effektiv genutzt. Bis zur Pause konnte der Vorsprung wieder ausgebaut werden und mit einer verdienten 16:12-Führung ging es in die Kabinen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv und emotional. Ronneburg erhöhte zwischenzeitlich auf 19:13 und schien das Spiel unter Kontrolle zu haben. Doch Weimar gab sich keineswegs geschlagen. Angeführt vom starken Elmar Begand kämpften sich die Gäste noch einmal zurück und verkürzten beim 22:21 plötzlich auf nur noch ein Tor.

Der „Hexenkessel“ stand nun endgültig Kopf. Doch genau in dieser entscheidenden Phase zeigte der HSV Ronneburg Charakter. Die Mannschaft hielt dem enormen Druck stand und fand immer wieder die passenden Antworten. Vor allem Mirko Alexy, der insgesamt zwölf Treffer erzielte, übernahm Verantwortung. Auch Kyrylo Smielkov, Oleksandr Blyzniuk und Justin Glöditzsch setzten wichtige Akzente in der Offensive.

In den Schlussminuten brachte Ronneburg die Führung schließlich mit großem Kampf über die Zeit und sicherte sich mit dem 28:25-Erfolg den enorm wichtigen Sieg im entscheidenden Saisonfinale. Eine starke Mannschaftsleistung wurde am Ende mit einem verdienten Heimsieg belohnt.

Nach dem Abpfiff kannte der Jubel im Ronneburger „Hexenkessel“ keine Grenzen mehr. In einem Spiel, das an Spannung, Atmosphäre und Leidenschaft kaum zu überbieten war, zeigte sich einmal mehr, was den Thüringer Handball ausmacht. Dieses Saisonfinale war Werbung pur für unseren Sport.

Gleichzeitig gratuliert der HSV Ronneburg dem HSV Apolda herzlich zur Thüringenmeisterschaft und zum verdienten Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga.