Endlich wieder ein Sieg und ganz wichtige Punkte für den HSV Ronneburg
Was für ein Abend in unserer Hexenkessel! Mit einem hart erkämpften 29:28-Erfolg gegen den VfB Mühlhausen holen wir uns endlich wieder einen Heimsieg im Hexenkessel – und sichern uns zwei enorm wichtige Punkte.
Von Beginn an war es das erwartet schwere Spiel. Wir fanden gut in die Partie, konnten uns aber nie entscheidend absetzen, da Mühlhausen konsequent dagegenhielt. So gingen wir mit einem knappen 13:14-Rückstand in die Halbzeit.
In der zweiten Hälfte haben wir dann Moral gezeigt. Angetrieben von der großartigen Unterstützung von den Rängen haben wir uns zurückgekämpft und das Spiel gedreht. In der entscheidenden Phase waren wir hellwach, haben unsere Chancen genutzt und uns eine kleine Führung erarbeitet – auch wenn es am Ende noch einmal richtig spannend wurde.
Überragend auf unserer Seite war Karel Kraus, der mit elf Toren eine absolute Spitzenleistung ablieferte und immer wieder in den wichtigen Momenten Verantwortung übernahm. Auch Mirko Alexy zeigte sich nervenstark vom Siebenmeterpunkt und blieb mit 4/4 Treffern fehlerfrei.
Insgesamt war es eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der jeder seinen Beitrag geleistet hat – genau das, was uns in diesem Spiel stark gemacht hat.
Am Ende steht ein knapper, aber verdienter Sieg. Der Hexenkessel hat wieder gebrannt und wir haben uns endlich wieder mit zwei Punkten belohnt.
HSV Ronneburg lässt zu viele Chancen liegen – Fünf-Tore-Niederlage bei den Wölfen Erfurt
Der HSV Ronneburg musste sich am Samstagabend in der Oberliga Thüringen auswärts bei den Wölfen Erfurt mit 27:22 (15:13) geschlagen geben. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie machte vor allem die mangelnde Chancenverwertung den Unterschied zugunsten der Gastgeber.
Die Wölfe erwischten den besseren Start und gingen früh mit 2:0 in Führung. Der HSV Ronneburg fand jedoch schnell ins Spiel und konnte die Partie zwischenzeitlich drehen. In der Anfangsphase entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem beide Mannschaften immer wieder zu Torerfolgen kamen. Dennoch ließ Ronneburg bereits in dieser Phase einige gute Möglichkeiten ungenutzt, wodurch es verpasst wurde, sich frühzeitig abzusetzen.
Erfurt nutzte diese Phase konsequenter und konnte sich gegen Ende der ersten Halbzeit leicht absetzen. Trotz mehrerer guter Offensivaktionen gelang es dem HSV nicht, seine Chancen ausreichend zu nutzen, sodass die Gastgeber mit einer 15:13-Führung in die Halbzeitpause gingen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung zunächst spannend. Ronneburg kämpfte sich noch einmal zurück und schaffte beim 16:16 den Ausgleich. In dieser Phase hatte der HSV sogar die Möglichkeit, die Partie wieder auf seine Seite zu ziehen. Doch erneut verhinderten mehrere vergebene freie Würfe und gute Paraden des gegnerischen Torhüters eine mögliche Führung.
Die Wölfe Erfurt nutzten diese Schwächephase der Gäste eiskalt aus. Mit einer konzentrierten Angriffsleistung setzten sich die Gastgeber Mitte der zweiten Halbzeit auf mehrere Tore ab. Ronneburg versuchte weiterhin, den Anschluss zu halten, scheiterte jedoch immer wieder an der eigenen Chancenverwertung.
In der Schlussphase kontrollierten die Gastgeber das Spielgeschehen und bauten ihre Führung weiter aus. Der HSV Ronneburg kämpfte zwar bis zum Ende, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr entscheidend verkürzen, sodass die Partie schließlich mit 27:22 für die Wölfe Erfurt endete.
Bester Torschütze beim HSV Ronneburg war Mirko Alexy mit sechs Treffern, gefolgt von Justin Glöditzsch (5 Tore) und Karel Kraus (4 Tore). Trotz vieler guter spielerischer Ansätze verhinderte vor allem die hohe Anzahl an vergebenen Torchancen ein besseres Ergebnis für den HSV.
Für die kommenden Spiele wird es daher entscheidend sein, die Chancen im Angriff konsequenter zu nutzen und die guten spielerischen Phasen über die gesamte Spielzeit hinweg stabil zu halten.
Dramatischer Heimsieg: HSV Ronneburg bezwingt Aufbau Altenburg mit 30:29
Der HSV Ronneburg hat in der Oberliga Thüringen einen hart erkämpften Heimsieg gefeiert. In einer spannenden und bis zur letzten Minute offenen Partie setzte sich die Mannschaft im Hexenkessel knapp mit 30:29 (16:17) gegen den SV Aufbau Altenburg durch.
Die Hausherren erwischten zunächst den besseren Start und gingen früh durch Treffer von Mirko Alexy und Kyrylo Smielkov mit 2:0 in Führung. Doch Altenburg fand schnell ins Spiel und glich wenig später aus. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene erste Halbzeit, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Beide Teams überzeugten vor allem im Angriffsspiel und nutzten ihre Chancen konsequent.
Ronneburg lag mehrfach knapp in Führung, doch die Gäste blieben stets dran und drehten kurz vor der Pause das Spiel. Mit einem verwandelten Siebenmeter gingen die Altenburger schließlich mit einer 17:16-Führung in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste zunächst die bessere Phase. Aufbau Altenburg konnte seine Führung zwischenzeitlich auf vier Tore ausbauen und stellte beim Stand von 20:16 erstmals eine deutlichere Führung her. Der HSV Ronneburg zeigte jedoch Moral und kämpfte sich Schritt für Schritt zurück ins Spiel. Angeführt vom treffsicheren Mirko Alexy sowie wichtigen Toren von Karel Kraus und Justin Glöditzsch verkürzten die Gastgeber den Rückstand und glichen wenig später wieder aus.
In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Handballkrimi. Ronneburg gelang es schließlich, die Partie zu drehen und sich einige Minuten vor dem Ende mit zwei Toren abzusetzen. Altenburg versuchte in den letzten Minuten noch einmal alles und verkürzte kurz vor Schluss per Siebenmeter auf 30:29, doch der HSV brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und sicherte sich damit zwei wichtige Punkte vor heimischem Publikum.
Bester Torschütze der Ronneburger war Mirko Alexy mit acht Treffern, gefolgt von Karel Kraus und Justin Glöditzsch mit jeweils sechs Toren. Auf Seiten der Gäste überzeugten insbesondere Michael Halbauer und Elias Bombelka mit jeweils fünf Treffern.
Mit diesem umkämpften Erfolg belohnt sich der HSV Ronneburg für eine starke kämpferische Leistung und konnte die zahlreichen Zuschauer in der heimischen Halle mit einem spannenden Handballabend begeistern.
Der SV Aufbau Altenburg hat gegen die Spielwertung Einspruch eingelegt, was auch durch das Verbandsschiedsgericht bestätigt wurde. Dem HSV Ronneburg ist die Begründung der Altenburger bekannt gemacht worden, jedoch kann der Auffassung der Gäste nicht gefolgt werden. Wir werden sehen…
Vom Reservist zum Derby-Held: Wer das Duell zwischen Hermsdorf und Ronneburg entscheidet
Normalerweise ist er nur Ersatzspieler: Bei der Partie des HSV Ronneburg gegen den SV Hermsdorf rückt Handball-Torhüter David Starkloff plötzlich in den Mittelpunkt.
Gäbe es in der Thüringer Handball-Oberliga die Auszeichnung für den „Player of the Match“, er hätte sie sich am Sonnabend in der bis auf den letzten Platz gefüllten Seelenbinder-Halle verdient gehabt. Torhüter David Starkloff nahm nach Abpfiff der aus Hausherren-Sicht mit 27:25 gewonnenen Partie des SV Hermsdorf gegen den HSV Ronneburg ganz viele Glückwünsche für seine Leistung entgegen.
Sternstunde beginnt Mitte der zweiten Halbzeit
Mit seinen Paraden brachte er die Gäste-Werfer in der Schlussphase schier zur Verzweiflung. Dabei hatte der Schlussmann zuvor schon 60 Minuten im Kasten der Hermsdorfer Reserve zwischen den Pfosten gestanden. Weil im Oberliga-Kader der Holzländer aber wieder einmal die Torleute knapp waren, setzte sich Starkloff bei der Högl-Sieben anschließend noch auf die Bank.
Als die Ronneburger Mitte der zweiten Hälfte mit zwei Toren in Führung lagen, schlug die Stunde des Ersatzkeepers. „Ich hatte gar nicht mit einem Einsatz gerechnet. Aber als ich eingewechselt wurde, war ich sofort drin im Spiel und konnte Bälle parieren“, zeigte sich der 28-jährige Schlussmann selbst erstaunt über seine Leistung.
Reflexe, Mut – und ein kühler Kopf
Schon seit 18 Jahren spielt er in Hermsdorf Handball, durchlief alle Nachwuchsmannschaften und hält dem Verein die Treue. „Mich kennt fast jeder auf der Tribüne“, meinte er. Nacheinander kaufte das Hermsdorfer Eigengewächs den Ronneburgern freie Bälle ab. Mit jedem gehaltenen Wurf wuchs das Selbstvertrauen, wurde die Brust breiter. „Solch ein Spiel abzuliefern, ist schon der Wahnsinn – und dann noch im Derby gegen Ronneburg“, freute sich der Keeper, der nach sechs sieglosen Partien in Folge maßgeblich zum ersten Hermsdorfer Sieg seit Ende November letzten Jahres beigetragen hatte.
Des einen Freud war des anderen Leid. Ronneburgs Trainer Silvio Stölzner musste mit seinem Team die fünfte Niederlage in Folge hinnehmen. Wie schon im Hinspiel beim 25:26 ging es auch in Hermsdorf äußerst eng zu. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben, mit Feuer und Leidenschaft agiert. Dass hier kein Schönheitspreis vergeben wird, war klar. 50 Minuten lang hatten wir mit Lukas Vlasak Vorteile auf der Torhüterposition. Dann hält der Hermsdorfer Keeper die letzten vier entscheidenden Bälle. So ist Handball. Trotzdem war es ein geiles Derby“, resümiert der Trainer, für dessen Mannschaft es am kommenden Samstag nun daheim gegen Schlusslicht Aufbau Altenburg geht.
Für den HSV Ronneburg setzt sich die schwierige Phase in der Thüringer Oberliga fort. Auch im Heimspiel im Ronneburger Hexenkessel blieb der erhoffte Befreiungsschlag aus. Gegen den Tabellenvierten HBV Jena 90 mussten sich die Gastgeber mit 29:33 geschlagen geben und warten damit seit Mitte November weiter auf einen Heimsieg.
Die Partie verlief über weite Strecken ausgeglichen. Zwar erspielten sich die Gäste zwischenzeitlich einen Vier-Tore-Vorsprung, doch Ronneburg kämpfte sich zurück. Zur Pause lag Jena dennoch knapp mit 14:13 in Front. Nach dem Seitenwechsel blieb es spannend: Beim 19:19 gelang den Hausherren letztmals der Ausgleich. „Wir mussten uns jedes Tor hart erarbeiten. Am Ende wurde es zunehmend schwerer“, resümierte HSV-Trainer Silvio Stölzner, der zudem mit einigen Schiedsrichterentscheidungen haderte.
Für Aufsehen sorgte eine Szene um Spielmacher André Stölzner. Nach einer vermeintlich dritten Zeitstrafe wollte er das Spielfeld bereits verlassen, doch die Schiedsrichter hatten nur zwei Zeitstrafen registriert. Auch nach einer Rücksprache mit dem Kampfgericht standen unterschiedliche Aussagen im Raum. (Anm.: nach der Videoauswertung war es Stölzner´s dritte Zeitstrafe)
In der Schlussphase schwächten sich die Ronneburger jedoch selbst. Nach Zeitstrafen gegen Karel Kraus, Mirko Alexy und Justin Glöditzsch standen sie zeitweise nur noch zu dritt sechs Jenaern gegenüber – eine Hypothek, die nicht mehr wettzumachen war.
Während Ronneburg als Zehnter von zwölf Teams weiterhin im Tabellenkeller feststeckt und am kommenden Samstag im Derby beim SV Hermsdorf antritt, untermauerte Jena seinen Platz in der Spitzengruppe. „Wir wussten, wie laut es hier werden kann, wenn es eng wird. Aber wir haben den Kampf von Anfang an angenommen“, erklärte der fünfmal erfolgreiche Georg Missale. Bester Werfer auf Ronneburger Seite war Mirko Alexy mit acht Treffern.
Zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Thüringenliga hat der HSV Ronneburg geholt.
Im Derby beim LSV Ziegelheim behaupteten sich die von zahlreichen Anhängern unterstützten Ronneburger in der gut gefüllten Wieratalhalle mit 33:32 (14:10), wobei das Ergebnis darüber hinwegtäuscht, dass die Gäste knapp zwei Minuten vor Spielende noch mit fünf Toren vorn lagen. „Ähnlich unserem Auftritt in Weimar vor einer Woche, als wir uns auch nach der Pause eine Fünf-Tore-Führung erarbeitet hatten, dann aber noch unterlagen, haben wir auch heute Spiel und Gegner über weite Strecken kontrolliert. Allerdings ist zu beobachten, dass bei meiner Mannschaft, wenn einmal zwei, drei Aktionen in Folge nicht gelingen, sofort die Köpfe nach unten gehen und wir in einen Negativlauf geraten. Hinten raus haben wir die Partie heute aber noch nach Hause gebracht. Gerade gegen einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf war das enorm wichtig“, äußerte sich HSV-Trainer Silvio Stölzner nach Abpfiff. Ziegelheims Routinier David Heinig, der auch schon für den Drittligisten LVB Leipzig spielte, fand viele Gründe, weshalb die Niederlage der Hausherren gerechtfertigt war. „Wir haben schlecht verteidigt, uns viele technische Fehler geleistet und hatten eine schwache Chancenverwertung. Selbst hatte ich auch nicht meinen besten Tag. In unserer Mannschaft hat heute niemand wirklich überzeugt“, resümierte er.
Bis zum 4:4 (9.) verlief die Partie ausgeglichen, ehe die Ronneburger die Initiative ergriffen. Insbesondere in der Abwehr standen die Gäste sehr sicher, profitierten aber auch von den zahlreichen Ballverlusten der Ziegelheimer, die kurz vor der Pause beim 8:14 (28.) einem Sechs-Tore-Rückstand hinterherliefen. Mit neuem Mut kamen die Hausherren aus der Kabine. Beim Stand von 13:15 (36.) war der Anschluss greifbar nahe, doch landete der Siebenmeter von Max Harles nur am Innenpfosten. Ronneburg fing sich, schaffte es, wieder auf sechs Tore zu enteilen – 16:22 (45.). Entschieden war aber noch nichts, auch weil die Schiedsrichter Mario Schmid/Jochen Willner ihre Zeitstrafen sehr ungleich verteilten. In der zweiten Hälfte kassierten die Gäste sieben Zwei-Minuten-Strafen, Ziegelheim keine einzige. Sechs Minuten vor Schluss ging der LSV zur offenen Manndeckung über, was trotz eines zwischenzeitlichen 24:30-Rückstands (56.) Wirkung zeigte. Collin Köblitz, Ronny Wunderlich und David Heinig gingen bei den Gastgebern voran, die 17 Sekunden vor Schluss auf 31:32 verkürzen konnten. In Unterzahl machte Ronneburg durch den Ukrainer Oleksandr Blyzniuk alles klar. Der nochmalige Ziegelheimer Anschluss tat nichts mehr zur Sache. Bei den Gästen waren Karel Kraus und Mirko Alexy mit sieben Toren am treffsichersten.
Die 1. Männermannschaft des HSV Ronneburg musste sich im Auswärtsspiel beim HSV Weimar trotz engagierter Leistung mit 31:35 geschlagen geben. Von Beginn an entwickelte sich eine torreiche und intensive Partie, in der beide Mannschaften immer wieder zu schnellen Abschlüssen kamen. Ronneburg hielt lange gut mit und ließ sich auch in schwierigeren Phasen nicht abschütteln.
Im weiteren Spielverlauf nutzte der HSV Weimar jedoch seine Chancen konsequenter und konnte sich insbesondere in der zweiten Halbzeit einen entscheidenden Vorsprung erarbeiten, den Ronneburg trotz Kampfgeist nicht mehr vollständig aufholen konnte.
Bester Torschütze des HSV Ronneburg war Mirko Alexy mit acht Treffern. Ebenfalls treffsicher präsentierten sich Justin Glöditzsch mit fünf Toren sowie Christopher Eisenstein und Karel Kraus, die jeweils vier Tore zum Ergebnis beisteuerten.
Trotz der Niederlage zeigte der HSV Ronneburg eine geschlossene Mannschaftsleistung und nahm wichtige Erkenntnisse für die kommenden Spiele mit.
Nach dem 32:30-Auswärtssieg bei Aufbau Altenburg in der Vorwoche wollten die Thüringenliga-Handballer des HSV Ronneburg gegen die Erfurter Wölfe unter Beweis stellen, auch im heimischen Hexenkessel in der Zeitzer Straße erfolgreich sein zu können. Dies gelang mit 32:29 eindrucksvoll.
Harte, aber faire Abwehrarbeit war der Grundstein
„Heute haben wir uns endlich einmal auch in einem Heimspiel belohnt. Nach einer guten Trainingswoche haben wir mit einer disziplinierten, harten, aber fairen Abwehr den Grundstein für den Sieg gelegt. In der Schlussphase konnten wir noch etwas draufpacken, auch wenn der Kader recht dünn war. Wir sind im Angriff wesentlich variabler geworden. Mit der entsprechenden Willenskraft haben wir zwei ganz wichtige Punkte eingefahren“, freute sich Ronneburgs Trainer Silvio Stölzner.
Die Hausherren mussten auf den erkrankten Lion Sittig sowie die langzeitverletzten Rico Stein, Fabian Ruderisch, Daniel Cieplinski und Kevin Model verzichten. Die erste Hälfte verlief total ausgeglichen. Zwölf Mal stand ein Gleichstand an der Anzeigetafel. Folgerichtig ging es mit einem 15:15-Unentschieden in die Halbzeit. Nach Wiederbeginn enteilten die Erfurter mit den jeweils achtfachen Torschützen Aurel-Philipp Bartsch und Tim Strzala in ihren Reihen auf 18:21 (40.). Doch hatten die Ronneburger umgehend die passende Antwort parat.
Während Lukas Vlasak im HSV-Tor mit seinen Paraden den Grundstein legte, funktionierte vorn sogar das Konterspiel. Karel Kraus und Oleksandr Blyzniuk, der für die nächste Saison bereits in Plauen unterschrieben hat, ließen die Gastgeber ihrerseits auf 25:23 davonziehen. Durch die sehr offensive Deckung der Landeshauptstädter boten sich für den ukrainischen Kreisläufer Kyrylo Smielkov große Räume, die dieser wie der Tscheche Karel Kraus zu ebenfalls acht Treffer nutzte. Mirko Alexy steuerte sieben Treffer bei.
Ronneburger bauen Vorsprung stetig aus
Kontiuierlich bauten die Ronneburger den Vorsprung aus. Vladyslav Napadailo und Mirko Alexy bestraften nicht ausgespielte Empty Goal-Situationen der Erfurter mit weiteren Treffern aus der eigenen Hälfte. Auch das notwendige Spielglück erarbeiteten sich die Ronneburger. Mirko Alexy fing ein Erfurter Zuspiel im Rückwärtsgang ab. Kyrylo Smielkov angelte sich einen Lattenabpraller vor zwei Landeshaupstädtern.
Für den 32:29-Endstand sorgte Oleksandr Blyzniuk mit aller Urgewalt und ließ sich anschließend zurecht vom diesmal enorm zahlreich vertretenen Hexenkessel-Publikum feiern.
Bann gebrochen Handball-Ekstase in Altenburg: Warum die Gäste zwischenzeitlich zu dritt auf dem Feld stehen
Altenburg. Dieses Ost-Derby in der Handball-Thüringenliga war nichts für schwache Nerven. Im Goldenen Pflug geht für den HSV Ronneburg gegen Aufbau Altenburg eine Leidenszeit zu Ende.
Handball-Thüringenligist HSV Ronneburg hat im siebten Anlauf seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Im Derby beim SV Aufbau Altenburg landeten die Gäste in der Sporthalle Goldener Pflug vor einer ordentlichen Kulisse einen 32:30 (14:12)-Auswärtssieg, der allerdings viel höher hätte ausfallen können.
Zumindest lagen die Ronneburger sieben Minuten vor Spielende noch mit 28:19 vorn. Als die Skatstädter dann in ihrer Verzweiflung in der Abwehr auf Manndeckung umstellten, gerieten die HSV-Handballer doch noch in Bedrängnis. Nach Zwei-Minuten-Strafen für Kyrylo Smielkov und André Stölzner sowie einer Roten Karte gegen Christopher Eisenstein standen die Gäste zwischenzeitlich mit nur drei Spielern auf der Platte, was die Altenburger bestraften.
Näher als zwei Tore kommt Altenburg nicht heran
Näher als auf zwei Tore kam die Aufbau-Sieber aber nicht mehr heran. „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider. Wir waren die deutlich bessere Mannschaft, hatten Altenburg vorn und hinten über weite Strecken im Griff. Erst gegen die Manndeckung haben wir Probleme bekommen. Da waren wir nicht clever genug, haben die schnellen Spieler zu wenig eingesetzt“, resümiert HSV-Trainer Silvio Stölzner. Er ergänzt, dass die zwei Zähler nicht nur gut fürs Punktekonto, sondern auch für den Kopf sind.
Während bei den Altenburgern Michael Habauer (8) und Lucas Walzel (6) am treffsichersten waren, trumpfte bei den Gästen Mirko Alexy mit elf Toren auf, darunter drei Siebenmetern. Ihm kaum nach standen die Ukrainer Oleksandr Blyzniuk und Kyrylo Smielkov, die beide jeweils sieben Treffer bejubeln durften.
In der Thüringenliga-Tabelle schoben sich die Ronneburger an den Altenburgern vorbei auf Rang zehn. Am nächsten Samstag empfängt man die Wölfe Erfurt, die ebenfalls in der unteren Tabellenhälfte angesiedelt sind. Vielleicht können die Ronneburger gegen die Landeshauptstädter mit dem wiedergefundenen Selbstvertrauen nachlegen.
Der HSV Ronneburg kämpft – doch der Handball-Gott trägt nicht blau-weiß
Das Derby gegen den SV Hermsdorf ist offen bis zur Schlussphase. Was passiert in den letzten Minuten des Spiels in der Handball-Thüringenliga.
Es geht zur Sache: HSV-Torjäger Mirko Alexy (Mitte) wird von Hermsdorfs Oleksandr Petrov attackiert.
Auch im Derby gegen den SV Hermsdorf blieb für Handball-Thüringenligist HSV Ronneburg der Befreiungsschlag aus. Trotz einer Leistungssteigerung mussten sich die Hausherren mit 25:26 geschlagen geben und verweilen damit sieglos auf Platz elf im Feld der zwölf Mannschaften. Nur Schlusslicht HSV Weimar ist schlechter.
Der Handball-Gott trägt nicht blau-weiß
„Der Handball-Gott trägt derzeit keine blau-weißen Farben. Meine Mannschaft hat alle Vorgaben umgesetzt, gerade in der Abwehr sehr stabil agiert. Nach dem 10:10-Pausenstand haben wir in der zweiten Hälfte durchgängig vorn gelegen, stehen zum Schluss aber trotzdem mit leeren Händen da. Mit dieser Leistung brauchen wir uns nicht zu verstecken“, zog HSV-Trainer Silvio Stölzner Bilanz.
Entscheidend war die Schlussphase. Zwischenzeitlich hatten die Ronneburger in der zweiten Hälfte mit drei Toren geführt, doch schwand der Vorsprung mit zunehmender Spielzeit. Beim 22:22 (53.) kam Hermsdorf erstmals wieder zum Ausgleich.
Entscheidung fällt in der Schlussphase
Beim Stand von 25:26 hätte der bis dato siebenfache Torschütze Mirko Alexy von der Siebenmeterlinie ausgleichen können, scheiterte aber an Keeper Damian Kowalczyk (59.). Als der Schlussmann auch den nächsten Alexy-Wurf parierte und anschließend der ukrainische Rechtsaußen Oleksandr Blyzniuk nur das Außennetz traf, war die fünfte Ronneburger Saisonniederlage nicht mehr abzuwenden.