HSV Ronneburg – HSV Weimar 28:25

Hexenkessel bebt: HSV Ronneburg entscheidet Endspiel gegen Weimar für sich und feiert Klassenerhalt

Im letzten Saisonspiel der Thüringer Oberliga kam es in Ronneburg zu einem echten Endspiel um den Klassenerhalt. Vor einer randvollen Kulisse im Ronneburger „Hexenkessel“ empfing der HSV Ronneburg den HSV Weimar. Die Ausgangslage war dramatisch: Weimar reiste mit 12:32 Punkten als Tabellenzehnter an, Ronneburg lag mit 11:33 Punkten direkt dahinter auf Platz elf. Klar war vor dem Anpfiff: Der Verlierer würde die Saison auf dem vorletzten Tabellenplatz beenden und müsste damit in die Relegation.

Die Bedeutung dieser Partie war von der ersten Minute an in der gesamten Halle spürbar. Beide Fanlager sorgten für eine unglaubliche Atmosphäre und verwandelten den „Hexenkessel“ in eine brodelnde Handballarena. Besonders erfreulich: Trotz aller Spannung und Emotionen präsentierten sich auch die zahlreichen Gästefans aus Weimar absolut fair. Beide Fanlager gaben einfach alles, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Über die Konfettikanonen schauen wir am letzten Spieltag mit einem Lächeln hinweg ;). Die Stimmung auf den Rängen war überragend und eine wahnsinnige Werbung für den Handballsport in Thüringen.

Angetrieben von den eigenen Fans erwischte der HSV Ronneburg den besseren Start. Vor allem Mirko Alexy übernahm früh Verantwortung und brachte die Hausherren schnell in Führung. Über 3:1 und 7:3 setzte sich Ronneburg zunächst deutlich ab. Doch Weimar zeigte, warum es sich bis zuletzt über dem Strich gehalten hatte, und spielte seinen gewohnt schnellen und dynamischen Handballstil. Mit viel Tempo und schnellem Umschaltspiel kämpften sich die Gäste Mitte der ersten Halbzeit wieder auf 7:6 heran.

In dieser kritischen Phase bewahrte der HSV Ronneburg jedoch die Ruhe. Die Mannschaft agierte konzentrierter und konsequenter, machte insgesamt weniger Fehler und arbeitete stark in der Defensive. Gleichzeitig wurden die eigenen Chancen effektiv genutzt. Bis zur Pause konnte der Vorsprung wieder ausgebaut werden und mit einer verdienten 16:12-Führung ging es in die Kabinen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv und emotional. Ronneburg erhöhte zwischenzeitlich auf 19:13 und schien das Spiel unter Kontrolle zu haben. Doch Weimar gab sich keineswegs geschlagen. Angeführt vom starken Elmar Begand kämpften sich die Gäste noch einmal zurück und verkürzten beim 22:21 plötzlich auf nur noch ein Tor.

Der „Hexenkessel“ stand nun endgültig Kopf. Doch genau in dieser entscheidenden Phase zeigte der HSV Ronneburg Charakter. Die Mannschaft hielt dem enormen Druck stand und fand immer wieder die passenden Antworten. Vor allem Mirko Alexy, der insgesamt zwölf Treffer erzielte, übernahm Verantwortung. Auch Kyrylo Smielkov, Oleksandr Blyzniuk und Justin Glöditzsch setzten wichtige Akzente in der Offensive.

In den Schlussminuten brachte Ronneburg die Führung schließlich mit großem Kampf über die Zeit und sicherte sich mit dem 28:25-Erfolg den enorm wichtigen Sieg im entscheidenden Saisonfinale. Eine starke Mannschaftsleistung wurde am Ende mit einem verdienten Heimsieg belohnt.

Nach dem Abpfiff kannte der Jubel im Ronneburger „Hexenkessel“ keine Grenzen mehr. In einem Spiel, das an Spannung, Atmosphäre und Leidenschaft kaum zu überbieten war, zeigte sich einmal mehr, was den Thüringer Handball ausmacht. Dieses Saisonfinale war Werbung pur für unseren Sport.

Gleichzeitig gratuliert der HSV Ronneburg dem HSV Apolda herzlich zur Thüringenmeisterschaft und zum verdienten Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga.

Sascha bleibt beim HSV

Gute Nachrichten für die kommende Saison!

Sascha bleibt an Bord und wird uns auch nächste Saison wieder mit seiner unglaublichen Athletik und seinem Tempo unterstützen.
Mit seinem Einsatz, seiner Dynamik und seinem Teamgeist ist er ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft auf und neben dem Spielfeld.

Wir freuen uns, weiterhin gemeinsam mit dir anzugreifen, Sascha!
💙🤍

#nurderHSV #handball #ronneburg #hexenkessel

HBV Jena 90 – HSV Ronneburg 39:34

Schwache erste Halbzeit kostet den HSV Ronneburg die Punkte in Jena

Der HSV Ronneburg musste sich am Samstag beim HBV Jena 90 mit 34:39 (16:23) geschlagen geben. Vor allem die erste Halbzeit machte es den Gästen dabei nahezu unmöglich, etwas Zählbares mitzunehmen.

Von Beginn an offenbarte die Ronneburger Defensive große Probleme. Immer wieder entstanden zu große Lücken in der Deckung, die die Gastgeber konsequent ausnutzten. Bereits in der Anfangsphase zog Jena Tor um Tor davon, während Ronneburg kaum Zugriff in der Abwehr bekam. Die desolate erste Halbzeit spiegelte sich schließlich auch im deutlichen Pausenstand von 23:16 wider.

Neben der schwachen Abwehrleistung machte den Gästen auch die geringe Chancenverwertung zu schaffen. Trotz durchaus vorhandener Möglichkeiten gelang es nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Fehlwürfe und ausgelassene Chancen verhinderten, dass Ronneburg näher herankam.

Doch trotz der schwierigen Ausgangslage gab sich die Mannschaft nicht auf. Nach dem Seitenwechsel zeigte der HSV eine kämpferische Reaktion und konnte das Spiel deutlich ausgeglichener gestalten. Besonders in der Offensive gelangen nun mehr Aktionen, und der Rückstand wurde zwischenzeitlich etwas verkürzt. Am Ende reichte es zwar nicht mehr, um das Spiel zu drehen, doch die Moral der Mannschaft stimmte.

Ein großer Rückhalt war dabei erneut die starke Unterstützung der Ronneburger Fans. Trotz Auswärtsspiel verwandelten sie die Halle phasenweise in ein gefühltes Heimspiel und trieben ihr Team unermüdlich nach vorne.

So bleibt unter dem Strich eine Niederlage, die vor allem auf die schwache erste Halbzeit und die Defensivprobleme zurückzuführen ist – aber auch die Erkenntnis, dass die Mannschaft sich nie aufgegeben hat und bis zum Schluss alles investierte.

➡️Spielbericht des THV

HSV Apolda – HSV Ronneburg 38:22

Beim Tabellenführer unterlegen

Am Samstagabend musste sich der HSV Ronneburg beim HSV Apolda 1990 deutlich mit 38:22 (18:10) geschlagen geben. In der Sporthalle „Am Sportpark“ krönten sich die Gastgeber mit diesem Erfolg zum Thüringenmeister und machten zugleich den Aufstieg in die Mitteldeutsche Liga perfekt.

Dabei begann die Partie aus Sicht der Ronneburger durchaus vielversprechend. Die Mannschaft erwischte den besseren Start und ging durch André Stölzner mit 1:0 in Führung. Auch in der Anfangsphase hielt man gut dagegen und blieb bis zum 7:7 (15. Minute) auf Augenhöhe. Im Angriff fand Ronneburg immer wieder Lösungen, vor allem Stölzner und Glöditzsch sorgten für wichtige Treffer.

Doch nach dieser ausgeglichenen Anfangsviertelstunde kippte die Partie zunehmend zugunsten der Gastgeber – insbesondere durch das starke Konterspiel der Apoldaer. Ballverluste und Fehlwürfe wurden konsequent mit schnellen Gegenstößen bestraft, wodurch sich Apolda entscheidend absetzen konnte. Die Gastgeber erhöhten das Tempo deutlich und nutzten ihre Chancen eiskalt. Vor allem Dejan Goshevski und Marko Dosen bekamen die Ronneburger nicht in den Griff. Bis zur Pause wuchs der Rückstand auf 18:10 an.

Auch nach dem Seitenwechsel gelang es dem HSV Ronneburg nicht mehr, entscheidend zu verkürzen. Zwar zeigte das Team weiterhin Einsatz und kam durch Stölzner sowie Alexy zu Treffern, doch Apolda blieb spielbestimmend und profitierte weiterhin von seinem konsequenten Umschaltspiel. Spätestens mit dem 30:17 war die Begegnung vorzeitig entschieden. In der Schlussphase machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar, sodass der Rückstand weiter anwuchs.

Am Ende steht eine deutliche Niederlage. Positiv hervorzuheben sind die Anfangsphase sowie die Offensivleistung von André Stölzner (9 Tore) und Mirko Alexy (5 Tore). Gleichzeitig zeigte die Partie aber auch klar die Unterschiede zur Spitzenmannschaft der Liga auf.

Der HSV Ronneburg gratuliert dem HSV Apolda 1990 zur verdienten Thüringenmeisterschaft und zum Aufstieg in die Mitteldeutsche Liga. Nun gilt es, in den letzten beiden Saisonspiel (03.05.2026 beim HBV Jena und 09.05.2026 zu Hause im Hexenkessel gegen den HSV Weimar) noch einmal alles in die Waagschale zu werfen, um am Saisonende die Klasse zu halten.

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HSV Ronneburg – VfB TM Mühlhausen 09 – 29:28

Endlich wieder ein Sieg und ganz wichtige Punkte für den HSV Ronneburg

Was für ein Abend in unserer Hexenkessel! Mit einem hart erkämpften 29:28-Erfolg gegen den VfB Mühlhausen holen wir uns endlich wieder einen Heimsieg im Hexenkessel – und sichern uns zwei enorm wichtige Punkte.

Von Beginn an war es das erwartet schwere Spiel. Wir fanden gut in die Partie, konnten uns aber nie entscheidend absetzen, da Mühlhausen konsequent dagegenhielt. So gingen wir mit einem knappen 13:14-Rückstand in die Halbzeit.

In der zweiten Hälfte haben wir dann Moral gezeigt. Angetrieben von der großartigen Unterstützung von den Rängen haben wir uns zurückgekämpft und das Spiel gedreht. In der entscheidenden Phase waren wir hellwach, haben unsere Chancen genutzt und uns eine kleine Führung erarbeitet – auch wenn es am Ende noch einmal richtig spannend wurde.

Überragend auf unserer Seite war Karel Kraus, der mit elf Toren eine absolute Spitzenleistung ablieferte und immer wieder in den wichtigen Momenten Verantwortung übernahm. Auch Mirko Alexy zeigte sich nervenstark vom Siebenmeterpunkt und blieb mit 4/4 Treffern fehlerfrei.

Insgesamt war es eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der jeder seinen Beitrag geleistet hat – genau das, was uns in diesem Spiel stark gemacht hat.

Am Ende steht ein knapper, aber verdienter Sieg. Der Hexenkessel hat wieder gebrannt und wir haben uns endlich wieder mit zwei Punkten belohnt.

Spielbericht des THV

Wölfe Erfurt – HSV Ronneburg 27:22

HSV Ronneburg lässt zu viele Chancen liegen – Fünf-Tore-Niederlage bei den Wölfen Erfurt

Der HSV Ronneburg musste sich am Samstagabend in der Oberliga Thüringen auswärts bei den Wölfen Erfurt mit 27:22 (15:13) geschlagen geben. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie machte vor allem die mangelnde Chancenverwertung den Unterschied zugunsten der Gastgeber.

Die Wölfe erwischten den besseren Start und gingen früh mit 2:0 in Führung. Der HSV Ronneburg fand jedoch schnell ins Spiel und konnte die Partie zwischenzeitlich drehen. In der Anfangsphase entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem beide Mannschaften immer wieder zu Torerfolgen kamen. Dennoch ließ Ronneburg bereits in dieser Phase einige gute Möglichkeiten ungenutzt, wodurch es verpasst wurde, sich frühzeitig abzusetzen.

Erfurt nutzte diese Phase konsequenter und konnte sich gegen Ende der ersten Halbzeit leicht absetzen. Trotz mehrerer guter Offensivaktionen gelang es dem HSV nicht, seine Chancen ausreichend zu nutzen, sodass die Gastgeber mit einer 15:13-Führung in die Halbzeitpause gingen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung zunächst spannend. Ronneburg kämpfte sich noch einmal zurück und schaffte beim 16:16 den Ausgleich. In dieser Phase hatte der HSV sogar die Möglichkeit, die Partie wieder auf seine Seite zu ziehen. Doch erneut verhinderten mehrere vergebene freie Würfe und gute Paraden des gegnerischen Torhüters eine mögliche Führung.

Die Wölfe Erfurt nutzten diese Schwächephase der Gäste eiskalt aus. Mit einer konzentrierten Angriffsleistung setzten sich die Gastgeber Mitte der zweiten Halbzeit auf mehrere Tore ab. Ronneburg versuchte weiterhin, den Anschluss zu halten, scheiterte jedoch immer wieder an der eigenen Chancenverwertung.

In der Schlussphase kontrollierten die Gastgeber das Spielgeschehen und bauten ihre Führung weiter aus. Der HSV Ronneburg kämpfte zwar bis zum Ende, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr entscheidend verkürzen, sodass die Partie schließlich mit 27:22 für die Wölfe Erfurt endete.

Bester Torschütze beim HSV Ronneburg war Mirko Alexy mit sechs Treffern, gefolgt von Justin Glöditzsch (5 Tore) und Karel Kraus (4 Tore). Trotz vieler guter spielerischer Ansätze verhinderte vor allem die hohe Anzahl an vergebenen Torchancen ein besseres Ergebnis für den HSV.

Für die kommenden Spiele wird es daher entscheidend sein, die Chancen im Angriff konsequenter zu nutzen und die guten spielerischen Phasen über die gesamte Spielzeit hinweg stabil zu halten.

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HSV Ronneburg – SV Aufbau Altenburg 30:29

Punkte bleiben beim Derby im Hexenkessel

Dramatischer Heimsieg: HSV Ronneburg bezwingt Aufbau Altenburg mit 30:29

Der HSV Ronneburg hat in der Oberliga Thüringen einen hart erkämpften Heimsieg gefeiert. In einer spannenden und bis zur letzten Minute offenen Partie setzte sich die Mannschaft im Hexenkessel knapp mit 30:29 (16:17) gegen den SV Aufbau Altenburg durch.

Die Hausherren erwischten zunächst den besseren Start und gingen früh durch Treffer von Mirko Alexy und Kyrylo Smielkov mit 2:0 in Führung. Doch Altenburg fand schnell ins Spiel und glich wenig später aus. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene erste Halbzeit, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Beide Teams überzeugten vor allem im Angriffsspiel und nutzten ihre Chancen konsequent.

Ronneburg lag mehrfach knapp in Führung, doch die Gäste blieben stets dran und drehten kurz vor der Pause das Spiel. Mit einem verwandelten Siebenmeter gingen die Altenburger schließlich mit einer 17:16-Führung in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste zunächst die bessere Phase. Aufbau Altenburg konnte seine Führung zwischenzeitlich auf vier Tore ausbauen und stellte beim Stand von 20:16 erstmals eine deutlichere Führung her. Der HSV Ronneburg zeigte jedoch Moral und kämpfte sich Schritt für Schritt zurück ins Spiel. Angeführt vom treffsicheren Mirko Alexy sowie wichtigen Toren von Karel Kraus und Justin Glöditzsch verkürzten die Gastgeber den Rückstand und glichen wenig später wieder aus.

In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Handballkrimi. Ronneburg gelang es schließlich, die Partie zu drehen und sich einige Minuten vor dem Ende mit zwei Toren abzusetzen. Altenburg versuchte in den letzten Minuten noch einmal alles und verkürzte kurz vor Schluss per Siebenmeter auf 30:29, doch der HSV brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und sicherte sich damit zwei wichtige Punkte vor heimischem Publikum.

Bester Torschütze der Ronneburger war Mirko Alexy mit acht Treffern, gefolgt von Karel Kraus und Justin Glöditzsch mit jeweils sechs Toren. Auf Seiten der Gäste überzeugten insbesondere Michael Halbauer und Elias Bombelka mit jeweils fünf Treffern.

Mit diesem umkämpften Erfolg belohnt sich der HSV Ronneburg für eine starke kämpferische Leistung und konnte die zahlreichen Zuschauer in der heimischen Halle mit einem spannenden Handballabend begeistern.

Der SV Aufbau Altenburg hat gegen die Spielwertung Einspruch eingelegt, was auch durch das Verbandsschiedsgericht bestätigt wurde. Dem HSV Ronneburg ist die Begründung der Altenburger bekannt gemacht worden, jedoch kann der Auffassung der Gäste nicht gefolgt werden. Wir werden sehen…

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SV Hermsdorf – HSV Ronneburg 27:25

Fünf Tore erzielte Hermsdorfs Felix Reis (rechts) beim knappen 27:25-Erfolg gegen Ronneburg.© Jens Lohse

Vom Reservist zum Derby-Held: Wer das Duell zwischen Hermsdorf und Ronneburg entscheidet

Normalerweise ist er nur Ersatzspieler: Bei der Partie des HSV Ronneburg gegen den SV Hermsdorf rückt Handball-Torhüter David Starkloff plötzlich in den Mittelpunkt.

Gäbe es in der Thüringer Handball-Oberliga die Auszeichnung für den „Player of the Match“, er hätte sie sich am Sonnabend in der bis auf den letzten Platz gefüllten Seelenbinder-Halle verdient gehabt. Torhüter David Starkloff nahm nach Abpfiff der aus Hausherren-Sicht mit 27:25 gewonnenen Partie des SV Hermsdorf gegen den HSV Ronneburg ganz viele Glückwünsche für seine Leistung entgegen.

Sternstunde beginnt Mitte der zweiten Halbzeit

Mit seinen Paraden brachte er die Gäste-Werfer in der Schlussphase schier zur Verzweiflung. Dabei hatte der Schlussmann zuvor schon 60 Minuten im Kasten der Hermsdorfer Reserve zwischen den Pfosten gestanden. Weil im Oberliga-Kader der Holzländer aber wieder einmal die Torleute knapp waren, setzte sich Starkloff bei der Högl-Sieben anschließend noch auf die Bank.

Als die Ronneburger Mitte der zweiten Hälfte mit zwei Toren in Führung lagen, schlug die Stunde des Ersatzkeepers. „Ich hatte gar nicht mit einem Einsatz gerechnet. Aber als ich eingewechselt wurde, war ich sofort drin im Spiel und konnte Bälle parieren“, zeigte sich der 28-jährige Schlussmann selbst erstaunt über seine Leistung.

Reflexe, Mut – und ein kühler Kopf

Schon seit 18 Jahren spielt er in Hermsdorf Handball, durchlief alle Nachwuchsmannschaften und hält dem Verein die Treue. „Mich kennt fast jeder auf der Tribüne“, meinte er. Nacheinander kaufte das Hermsdorfer Eigengewächs den Ronneburgern freie Bälle ab. Mit jedem gehaltenen Wurf wuchs das Selbstvertrauen, wurde die Brust breiter. „Solch ein Spiel abzuliefern, ist schon der Wahnsinn – und dann noch im Derby gegen Ronneburg“, freute sich der Keeper, der nach sechs sieglosen Partien in Folge maßgeblich zum ersten Hermsdorfer Sieg seit Ende November letzten Jahres beigetragen hatte.

Des einen Freud war des anderen Leid. Ronneburgs Trainer Silvio Stölzner musste mit seinem Team die fünfte Niederlage in Folge hinnehmen. Wie schon im Hinspiel beim 25:26 ging es auch in Hermsdorf äußerst eng zu. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben, mit Feuer und Leidenschaft agiert. Dass hier kein Schönheitspreis vergeben wird, war klar. 50 Minuten lang hatten wir mit Lukas Vlasak Vorteile auf der Torhüterposition. Dann hält der Hermsdorfer Keeper die letzten vier entscheidenden Bälle. So ist Handball. Trotzdem war es ein geiles Derby“, resümiert der Trainer, für dessen Mannschaft es am kommenden Samstag nun daheim gegen Schlusslicht Aufbau Altenburg geht.

Text & Bild: Jens Lohse

Spielbericht des THV

HSV Ronneburg – HBV Jena 90 29:33

Ronneburgs Karel Kraus (rechts) findet gegen die Jenaer Dmytro Konshyn und Richard Vagner (von links) eine Lücke am Kreis. © Bild: Jens Lohse


Großer Kampf wird nicht belohnt

Negativlauf hält an: HSV Ronneburg unterliegt HBV Jena 90 im Hexenkessel

Für den HSV Ronneburg setzt sich die schwierige Phase in der Thüringer Oberliga fort. Auch im Heimspiel im Ronneburger Hexenkessel blieb der erhoffte Befreiungsschlag aus. Gegen den Tabellenvierten HBV Jena 90 mussten sich die Gastgeber mit 29:33 geschlagen geben und warten damit seit Mitte November weiter auf einen Heimsieg.

Die Partie verlief über weite Strecken ausgeglichen. Zwar erspielten sich die Gäste zwischenzeitlich einen Vier-Tore-Vorsprung, doch Ronneburg kämpfte sich zurück. Zur Pause lag Jena dennoch knapp mit 14:13 in Front. Nach dem Seitenwechsel blieb es spannend: Beim 19:19 gelang den Hausherren letztmals der Ausgleich. „Wir mussten uns jedes Tor hart erarbeiten. Am Ende wurde es zunehmend schwerer“, resümierte HSV-Trainer Silvio Stölzner, der zudem mit einigen Schiedsrichterentscheidungen haderte.

Für Aufsehen sorgte eine Szene um Spielmacher André Stölzner. Nach einer vermeintlich dritten Zeitstrafe wollte er das Spielfeld bereits verlassen, doch die Schiedsrichter hatten nur zwei Zeitstrafen registriert. Auch nach einer Rücksprache mit dem Kampfgericht standen unterschiedliche Aussagen im Raum. (Anm.: nach der Videoauswertung war es Stölzner´s dritte Zeitstrafe)

In der Schlussphase schwächten sich die Ronneburger jedoch selbst. Nach Zeitstrafen gegen Karel Kraus, Mirko Alexy und Justin Glöditzsch standen sie zeitweise nur noch zu dritt sechs Jenaern gegenüber – eine Hypothek, die nicht mehr wettzumachen war.

Während Ronneburg als Zehnter von zwölf Teams weiterhin im Tabellenkeller feststeckt und am kommenden Samstag im Derby beim SV Hermsdorf antritt, untermauerte Jena seinen Platz in der Spitzengruppe. „Wir wussten, wie laut es hier werden kann, wenn es eng wird. Aber wir haben den Kampf von Anfang an angenommen“, erklärte der fünfmal erfolgreiche Georg Missale. Bester Werfer auf Ronneburger Seite war Mirko Alexy mit acht Treffern.

Spielbericht des THV