HSV Ronneburg – SV T&C Behringen/Sonneborn 27:18

Tomas Böhm (rechts) erzielt einen seiner fünf Treffer. Die Behringer Arno Franz Jakob und Marcus Baumgarten können nur hinterherschauen.

Ronneburgs Handball-Trainer Stefan Koska atmet auf

So erleichtert war Ronneburgs Trainer Stefan Koska nach einem Heimspiel schon lange nicht mehr. „Jetzt können wir etwas Luft holen. Mit fünf Punkten aus den letzten drei Partien haben wir uns aus dem Tabellenkeller befreit und bewiesen, dass wir das Handballspielen nicht verlernt haben. Heute hatten wir nach der ersten Viertelstunde der ersten Hälfte eine Schwächephase. Nach dem Seitenwechsel haben wir dann durchgezogen“, analysierte der HSV-Coach den 27:18 (12:10)-Heimerfolg gegen den Tabellenzehnten SV T&C Behringen/Sonneborn. Besonders lobte er die starke Leistung von Torwart Toni Hempel nach der Pause und die beiden Tschechen Karel Kraus und Tomas Böhm. Während Kraus mit acht Treffern bester Ronneburger Werfer war, überzeugte auch Böhm mit fünf Toren.

Blitzstart für die Gastgeber

Der Gastgeber hatte einen Blitzstart erwischt und führte schnell mit 6:1 (12.). Doch in der Folge stellte man das Handballspielen ein. Beim 11:10 (30.) waren die Westthüringer wieder dran und die Begegnung offen. Nach Wiederbeginn legten die Ronneburger eine Schippe drauf. Behringen/Sonneborn kam kaum zu Abschlüssen, so dass die Hausherren immer wieder zu leichten Kontertoren kamen und beim 18:11 (40.) schon eine Vorentscheidung erzwungen hatten. Anbrennen ließ der HSV nichts mehr und geht nun zuversichtlich an die kommenden Aufgaben zu Hause gegen Goldbach/Hochheim und beim Post SV Gera.

„Durch die letzten Erfolgserlebnisse ist das Selbstvertrauen wieder zurück. Unser Punktekonto wird noch einigen Zuwachs erhalten“, blickte Stefan Koska voraus.

Text & Bild: Jens Lohse

Spielbericht des THV

VfB TM Mühlhausen 09 – HSV Ronneburg 22:22

Held der letzten Sekunde: Karel Kraus erkämpft Remis für Ronneburg

Der Thüringer Handball-Oberligist HSV Ronneburg hat für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Beim Tabellenführer VfB 09 Mühlhausen holte die Koska-Sieben in letzter Sekunde ein 22:22-Unentschieden.

Karel Kraus behielt die Nerven und brachte den Ball praktisch mit der Schlusssirene im Kasten unter. Schon im Vorjahr hatten die Ronneburger in Mühlhausen einen Punkt geholt (24:24).

„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, die nie aufgegeben und immer an sich geglaubt hat“, freute sich der zum HSV-Trainerstab gehörende Silvio Stölzner, der ein Sonderlob an Torwart Lukas Vlasak verteilte, der mit 13 gehaltenen Bällen maßgeblich zum Punktgewinn beitrug.

Ronneburg blieb das ganze Spiel an Mühlhausen dran

Die Ronneburger hatten einen Blitzstart erwischt und führten schnell mit 3:0 (5.). Beim 6:6 (16.) war der Spitzenreiter dran. Anschließend konnte sich bis zur Pause keine Mannschaft absetzen. Mit einem 11:11 ging es in die Halbzeit. Nach Wiederbeginn ergriffen die sehr ausgeglichen besetzten Hausherren die Initiative, die sich dennoch ungewohnt viele Fehler erlaubten. Auf mehr als zwei Tore ließen die Gäste die Mühlhäuser nicht enteilen.

Viele unklare Schiedsrichterentscheidungen ließen nur selten einen richtigen Spielfluss aufkommen. Beim Stand von 20:22 (55.) gaben sich die Ronneburger, die im neunfachen Torschützen Mirko Alexy wieder einmal ihren treffsichersten Werfer hatten, nicht geschlagen. Michael Seime gelang vom Kreis der Anschluss (59.), ehe Karel Kraus wie schon vor Jahresfrist an gleicher Stelle kurz vor Abpfiff den Ausgleich markierte.

Neun Tore erzielt Ronneburgs Mirko Alexy bei Spitzenreiter Mühlhausen.

Text & Bild: Jens Lohse

Spielbericht des THV

HSV Ronneburg – HSV Weimar 37:25

Ronneburg wie in alten Zeiten

Ronneburgs Karel Kraus (rechts) weiß mit elf Treffern zu überzeugen und lässt Weimars Torwart Christian Albrecht keine Abwehrchance.

Wie es der Mannschaft von Trainer Stefan Koska gelingt, den Tabellensechsten HSV Weimar zu deklassieren

Ausgelassen feierten die Oberliga-Handballer des HSV Ronneburg nach dem Abpfiff der Partie gegen den HSV Weimar ihren 37:25-Kantersieg gegen den Tabellensechsten. Verständlich, lag doch der letzte Ronneburger Saisonerfolg schon mehr als drei Monate zurück. Diesmal ließen die Hausherren nichts anbrennen, überzeugten von der ersten Minute an und glänzten phasenweise wie in alten Zeiten.

Neues System in der Abwehr trägt Früchte

„Zum ersten Mal in diesem Spieljahr hatte ich bis auf Silvio Stölzner den kompletten Kader zur Verfügung. Das macht sich natürlich bemerkbar. Unser neues System in der Abwehr hat Weimar zu Beginn viele Probleme bereitet. Auch in den zehn Minuten nach der Halbzeit sind wir diesmal nicht eingebrochen, sondern haben unser hohes Tempo fortgeführt. Im Tor hat Toni Hempel heute eine ganz starke Leistung abgeliefert. Auch Steve Senff hat seine aufsteigende Form unter Beweis gestellt“, urteilte HSV-Trainer Stefan Koska nach dem Abpfiff.

Sein Weimarer Gegenüber André Heerwald hatte für die klare Niederlage eine einfache Erklärung: „Schon die letzten Begegnungen hatten wir einige Ausfälle zu beklagen, so dass auch heute wieder drei, vier Spieler aus der Zweiten ausgeholfen haben. Von Anfang an haben wir keinen Zugriff aus das Spiel bekommen, haben uns zu viele technische Fehler geleistet. Zudem hatten die Ronneburger Torhüter einen guten Tag erwischt. In der Abwehr standen wir zu passiv. Angesichts des Fünf-Tore-Rückstands zur Pause war es vom Kopf her schwer, sich noch einmal energisch zu wehren, weshalb der Gastgeber-Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung geht.“

Mirko Alexy und Karel Kraus treffen jeder elfmal

Mit den beiden elffachen Torschützen Mirko Alexy und Karel Kraus hatten die Ronneburger zwei überragende Torgaranten in ihren Reihen, so dass man die Fußverletzung von Christopher Eisenstein problemlos überspielen konnte. Die Hausherren erwischten einen Auftakt nach Maß, führten schnell mit 4:1 (5.) und 9:4 (13.) und verteidigten den Fünf-Tore-Vorsprung bis zur Halbzeit – 18:13 (30.). Auch in der zweiten Hälfte ließ die Koska-Sieben nicht nach. Insgesamt neun Spieler kamen zu Torschützenehren. Das zuletzt verloren geglaubte Selbstvertrauen war wieder zurück. Bestes Beispiel dafür war der Treffer von Karel Kraus zum 37:25-Endstand, den dieser Sekunden vor Abpfiff mit einem Gewaltwurf aus zwölf Metern erzielte und sich anschließend zurecht feiern ließ.

Jeder kam zu seinen Einsatzzeiten. Das Wir-Gefühl war bei jeder Aktion zu spüren. Alle agierten mannschaftsdienlich. „In Mühlhausen wird es schwer. Aber dann wollen wir gegen Behringen/Sonneborn und Goldbach zu Hause nachlegen und beweisen, dass wir besser sind als unser Tabellenplatz“, blickte Ronneburgs Trainer Stefan Koska voraus.

Text & Bild: Jens Lohse

Spielbericht des THV

HSV Apolda 1990 gewinnt F-Jugend-Turnier anlässlich „100 Jahre Handball in Ronneburg“

Ronneburger HSV-Kids belegen guten 3. Platz

Mit Beginn der Saison 2023/2024 haben die jungen Kids den Weg zum Handball-Sport gefunden und seither unter Leitung von Dieter Wolf und Betreuer Heiko Plaul fleißig trainiert. Im November bestanden sie ihre erste Bewährungsprobe und waren Teilnehmer am Helios-Cup des SV 04 Plauen-Oberlosa mit 10 Mannschaften aus Sachsen und Thüringen. Nach diesem Abstecher nach Plauen nahmen die Mädchen und Jungen der F-Jugend noch kurzfristig an einem Turnier des HV Fortschritt Mylau-Reichenbach teil und wurden Turniersieger. Die „Strapazen“ der Turniere, immerhin waren sie für die HSV-Kids „Neuland“, wurden gut verkraftet und man konnte mit dem Auftreten der Ronneburger zufrieden sein.

Trotzdem spürte man, es fehlt etwas, und zwar ein Turnier im „Hexenkessel“ des HSV Ronneburg. Groß war die Vorfreude der jüngsten Ronneburger Handballer auf das Turnier in eigener Halle. Unter Leitung von Dieter Wolf hatte man für Samstag, den 03. Februar 2024, zu einem HSV-Nachwuchsturnier der F-Jugend (Jahrgang 2015 und jünger) eingeladen, dem die Mannschaften SG Handball Oberland I und II, HSV Apolda 1990 sowie SV Hermsdorf gefolgt waren.

Im Nachwuchsbereich war dieses Turnier zugleich Auftakt der Aktivitäten „100 Jahre Handball in Ronneburg“. Im Vorfeld wurde alles auf die Reihe gebracht und man war sich einig, endlich können sich diejenigen Kids auf dem Hallenbelag beweisen, die noch nicht am Thüringer Meisterschafts-geschehen teilnehmen können. Punkt 10:30 Uhr Eröffnung für die 5 Mannschaften, die sich im Spielmodus „Jeder gegen Jeden“ (insgesamt 10 Spiele) zu beweisen hatten.

Im ersten Turnierspiel hatten sich die Ronneburger mit der SG Handball Oberland I auseinanderzusetzen. Die HSV-Kids gingen schnell in Führung, kassierten aber durch Abspielfehler das 1:1. In der Folgezeit gelangen den Gastgebern das 2:1 (6.Min.) und 3:1 (8.Min.). Danach häuften sich die Fehler und Oberland I konnte in der 10. Minute noch den Anschlusstreffer (3:2) erzielen. Insgesamt waren bei den Ronneburger Fortschritte im Deckungsverhalten erkennbar und es wurde versucht schnell nach vorn zu spielen. Dass es im Abschluss nicht immer klappte, war sicherlich der Aufregung und dem Wollen alles richtig zu machen geschuldet. Insgesamt war es aber ein gelungener Turnier-Auftakt. Nun waren die Apoldaer am Zuge und trafen auf die SG Handball Oberland II. Von Beginn an bestimmten sie das Spiel, versiebten aber noch zu viele Chancen. Aber auch die Oberländer leisteten sich im Spiel viele Abspielfehler und Fehlwürfe. Ein verwandelter Penalty zum 1:0 entscheidet letztlich das Spiel zu Gunsten des HSV Apolda 1990. Im folgenden Spiel bemühten sich der SV Hermsdorf und die SG Handball Oberland I um spielerische Akzente auf dem Hallenbelag. Die Hermsdorfer erzielten zwar in der dritten Minute das erste Tor, doch mit zunehmender Spieldauer hatte Oberland I mehr vom Spiel und erzielte in der 10. Minute den 1:1 Ausgleich. Unter dem Strich stand mit dem Schlusspfiff ein gerechtes Unentschieden zu Buche. Im 4. Turnier-Spiel trafen Ronneburgs jüngste Handballer auf die SG Handball Oberland II und fanden die gesamte Spielzeit nicht zu ihrem Spiel. Fehlabspiele und Fehlwürfe der HSV-Kids begünstigten das Spiel von Oberland II, die in der 6. Minute mit 1:0 in Führung gingen. Ronneburg bemühte sich in der Folgezeit, konnte aber mögliche Chancen nicht verwerten. Letztlich war es für die „Hausherren“ eine unnötige Niederlage, denn es war mehr möglich. Apolda machte es besser, konnte spielerisch überzeugen und gewann sein Spiel gegen den SV Hermsdorf mit 1:0. Die Auseinandersetzung zwischen Oberland I und Oberland II war ein Spiel auf Augenhöhe, welches Oberland II letztlich mit 0:1 gewinnen konnte. Danach trafen die „Namensvetter“ HSV Ronneburg und HSV Apolda 1990  aufeinander. Den besseren Start erwischte Apolda, während die Ronneburger im schnellen Spiel nach vorn Fehler produzierten. Apolda nutzte das und führte nach fünf Minuten mit 0:2. Zwei Minuten später schließlich der Anschlusstreffer zum 1:2 und in der 8. Minute der 2:2 Ausgleich. In den letzten Minuten bestimmten die Mädchen und Jungen aus der Glockenstadt die Szenerie auf dem Hallenbelag und versenkten den Ball noch drei Mal im Ronneburger Gehäuse zum 2:5. Kurz vor Ultimo noch ein verwandelter Penalty für den HSV Ronneburg und das 3:5 Ergebnis für Apolda stand fest. Unter dem Strich hat die bessere Mannschaft in diesem torreichsten Spiel des Turnieres gewonnen. Auch im Spiel SG Handball Oberland II gegen den SV Hermsdorf gab es ein eindeutiges Ergebnis. Nach dem 1:1 in der 6.Minute schwanden bei den Kids aus dem „Holzland“ so langsam die Kräfte, wogegen die Oberländer mehr zum zusetzen hatten. Drei Tore in Folge und der 4:1 Sieg für die SG Handball Oberland II stand fest. Damit hatten die Oberländer 6:2 Punkte auf der Habenseite und werden Turnierzweite. Im vorletzten Spiel sollte sich der Turniersieg entscheiden. Apolda traf auf Oberland I. Nach zunächst ausgeglichenem Spiel und einem 1:1 nach fünf Minuten wurde Apolda dominanter und setzte spielerische Akzente. In der 6. Minute traf man zum 2:1 und kurz vor dem Schluss-pfiff zum 3:1 Sieg. Damit war klar mit vier Siegen und 8:0 Punkten wird der HSV Apolda 1990 in allen Belangen verdient Turniersieger. In der letzten Spielpaarung SV Hermsdorf gegen den HSV Ronneburg ging es noch um eine gute Platzierung. Eine berechtigte Frage, können die Ronneburger nach dem Auftaktsieg und zwei Niederlagen noch einmal ihr Können unter Beweis stellen ? Hoch motiviert fanden die Kids schnell zu ihrem Spiel und erzielten in der ersten Minute das 0:1. Die Hermsdorfer dagegen hatten kaum noch etwas zum zusetzen und es wurde sichtbar, dass viele in der Mannschaft erst kurzzeitig Handball spielen. Nach dem 0:2 (4.) und 0:3 (7.) waren die Messen für den HSV Ronneburg gelesen. Trotzdem bemühten sich die Kids weiterhin, dass im Training gelernte auf dem Hallenbelag zu zeigen. Noch ein Tor in der 10. Minute und der 0:4 Sieg stand fest, auch deshalb, weil man sich noch einmal steigern konnte. Dieser Sieg war letztlich gleich-bedeutend mit dem 3. Platz im Turnier. Freude pur bei Ronneburgs jüngsten Handballern, den Eltern und dem Trainergespann Dieter Wolf und Heiko Plaul. Übrigens waren Till Seidel vom HSV Ronneburg mit 7 und Elli Grohmann von der SG Handball Oberland II die erfolgreichsten Torschützen.

Ronneburg spielte mit :Benno Zimmermann;  Emma Plaul, Till Seidel (7), Mila Thomas (1), Mateo Bechert, Sophia Sobolev (1), Jonas Fritzsche, Milo Mähler (1), Linus Glöditzsch, Lucas Lößker, Vioschilav Sobolev

Einig waren sich alle Beteiligten, es war ein tolles und vor allem auch gut organisiertes Turnier im Ronneburger „Hexenkessel“. Zugleich war es auch ein gelungener Auftakt zum Jubiläum „100 Jahre Handball in Ronneburg“ durch die Nachwuchshandballer.

Der Dank gilt allen Spielern ebenso, wie den Organisatoren des HSV, den fleißigen Muttis, welche die Versorgung ermöglichten, den Schiedsrichtern Fabian Ender und Ingrid Schieferdecker sowie den Frauen am Kampfgericht Jana Thomas und Sandra Brunner.

Schon jetzt bereitet man das F-Jugendturnier im Rahmen der Festwoche am 28. Mai im Ronneburger „Hexenkessel“ vor. Also, schon jetzt diesen Termin vormerken.

Text/Bilder: Jürgen Bäumler

Ergebnisse :

SG Handball. Oberland I  –  HSV Ronneburg  2:3
SG Handball. Oberland II –  HSV Apolda 1990 0:1
SV Hermsdorf – SG Handball. Oberland I 1:1
HSV Ronneburg – SG Handball. Oberland II 0:1
HSV Apolda 1990  – SV Hermsdorf 1:0
SG Handball. Oberland I  – SG Handball. Oberland II 0:1
HSV Ronneburg – HSV Apolda 1990 3:5
SG Handball. Oberland II – SV Hermsdorf  4:1
HSV Apolda 1990  – SG Handball. Oberland I 3:1
SV Hermsdorf – HSV Ronneburg 0:4

Abschluss-Tabelle

1. HSV Apolda 1990                      8:0 Pkt.         10:  4 Tore / +6
2. SG Handball Oberland II          6:2 Pkt.           6:  2 Tore / +4
3. HSV Ronneburg                         4:4 Pkt.         10:  8 Tore / +2
4. SG Handball Oberland I            1:7 Pkt.           4:  8 Tore / – 4
5. SV Hermsdorf                             1:7 Pkt.           3:10 Tore / – 7

SV Aufbau Altenburg – HSV Ronneburg 33:32

Ronneburger Handballer stecken tief im Abstiegskampf

Ronneburgs Christopher Eisenstein (Mitte) sorgt nach dem Wechsel für Druck im rechten Rückraum der Gäste. Hier findet er die Lücke zwischen Lucas Walzel (links) und Tim Vogeler.

Warum die Mannschaft von Trainer Stefan Koska bei Aufbau Altenburg verliert. Entscheidung Sekunden vor dem Schlusspfiff

Der SV Aufbau Altenburg hat in der Thüringer Handball-Oberliga einen ganz wichtigen Schritt in Sachen Klassenerhalt getan. In der Sporthalle Goldener Pflug bezwangen die Skatstädter vor gut 300 Zuschauern den HSV Ronneburg mit 33:32 und rückten damit auf den siebten Tabellenplatz.

Ronneburg nach fünfter Niederlage in Folge tief im Abstiegskampf

Dagegen stecken die Ronneburger nach der fünften Niederlage in Folge tief im Abstiegskampf fest. Aufbau-Trainer Patrick Schatz fiel nach dem Sieg in letzten Sekunde ein Stein vom Herzen. „In den letzten beiden Partien gegen Goldbach und Werratal konnten wir unser Leistungsvermögen nicht annähernd ausschöpfen. Das haben wir in der letzten Woche deutlich angesprochen. Es war eine harte Trainingswoche für die Mannschaft, die eine Reaktion gezeigt hat. Ich bin überglücklich. Wir haben Moral bewiesen, sind nach einem Drei-Tore-Rückstand in der zweiten Hälfte wieder zurückgekommen und haben zum Schluss Nerven bewiesen“, strahlte der Hausherren-Coach nach dem Abpfiff.

Erst vier Sekunden vor Schluss war Lars Schäfer mit seinem achten Tor des Tages der entscheidende Treffer gelungen, nachdem zuvor Ronneburgs Tscheche Karel Kraus auf der anderen Seite vergeben hatte. .„Das ist eine bittere Niederlage. Nachdem wir in den ersten 15 Minuten gar keinen Zugriff in der Abwehr hatten, haben wir danach besser ins Spiel gefunden, aber wieder zu viele Chancen ausgelassen. Wenn man unten drin steht, dann fehlt eben auch das Glück. Kämpferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Für uns wird der Druck größer. Wir stecken mitten im Abstiegskampf“, äußerte sich Stefan Koska, dessen Team nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Schlusslichter Behringen/Sonneborn und Post Gera hat.

Doppelte Zeitstrafe für Mirko Alexy schwächt die Ronneburger

Nach einer weitgehend ausgeglichenen ersten Hälfte mit leichten Vorteilen für die Altenburger, die in einem nicht zufälligen 15:13-Pausenvorsprung mündeten, erwischte Ronneburg den besseren Start in die zweite Hälfte. Der HSV stellte sich besser auf die offensive Aufbau-Deckung ein. Viele Lücken boten sich für Kreisläufer Michael Seime, die dieser für neun Treffer nutzte. Beim 22:25 (42.) schien sich das Blatt zu wenden, auch weil bis dahin Gäste-Torwart Maximilian Weihrauch mit einigen guten Paraden aufgewartet hatte. Aber Altenburg rappelte sich auf. Binnen zweieinhalb Minuten gelangen durch Lars Schäfer, Robby Borngräber (2) und Lucas Walzel vier Treffer in Folge.

Ronneburg schwächte sich durch eine doppelte Zeitstrafe für Mirko Alexy wegen Meckerns bei eigenen Ballbesitz selbst. Die Skatstädter zogen in dieser Phase auf 30:27 (51.) davon. Zum Schluss wurde es noch einmal eng. Michael Seime glich zum 32:32 aus. Knapp zwei Minuten waren noch zu spielen, ehe die Altenburger überschwänglich jubeln konnten. „Unser Erfolg ist verdient, auch wenn er mit den Verletzungen von Tim Krause und Tommy Bauch teuer erkauft ist“, meinte Patrick Schatz abschließend.

Text & Foto: Jens Lohse

Spielbericht des THV

Mitgliederversammlung 2024

MITGLIEDERVERSAMMLUNG DES HSV RONNEBURG E.V.

Am 10.03.2024 um 10:00 Uhr im Schützenhaus Ronneburg (großer Saal).

Wir laden alle Mitglieder des HSV Ronneburg e.V. zur Mitgliederversammlung ein.

Tagesordnung:
1.      Begrüßung
2.      Bestätigung der Tagesordnung
3.      Wahl der Wahlkommission
4.      Bericht des Vorstandes über die Wahlperiode 2022 – 2024
5.      Aussprache / Diskussion
6.      Bericht des Vorstandes zum Wirtschaftsjahr 2023
7.      Aussprache / Diskussion
8.      Bericht der Kassenprüfer
9.    Entlastung des Vorstandes
10.    Beschluss Haushalt 2024
11.    Antrag Änderung Beitragsordnung
12.    Bericht der Wahlkommission
13.    Wahl der Kassenprüfer
14.    Wahl des Vorstandes / Präsidiums
15.    Schlusswort neu gewählter Präsident

Das Präsidium
HSV Ronneburg e.V.

HSV Ronneburg – ThSV Eisenach II 24:34

03.02.2024 / 19:00 Uhr / 1. Männer

ThSV Eisenach II dreht nach der Pause beim HSV Ronneburg auf

Keines seiner 13 Tore bekommt Ronneburgs Torjäger Mirko Alexy (Zweiter von rechts) geschenkt. Die Eisenacher Armend Alaj (rechts) und Leonard Tölke leisten harten Widerstand.

Wieder war für den HSV Ronneburg in der Thüringer Handball-Oberliga nichts zu holen. Zur Halbzeit beim Stand von 15:15 waren Mannschaft, Trainer und Anhänger noch guter Dinge. Doch nach Wiederbeginn folgte im Spiel gegen den ThSV Eisenach II der Einbruch. Nach der 16:15-Führung durch den bis dahin überragenden Mirko Alexy war es mit der Ronneburger Herrlichkeit vorbei, Ronneburg ließ nach und Eisenach dreht auf.

Beim 21:31 (52.) betrug der Rückstand erstmals zehn Tore – ernüchternd. Unterm Strich stand eine 24:34-Niederlage zu Buche. „Fünf Verletzte und drei Kranke zu ersetzen, das ist uns nicht gelungen. Wenn man dann noch wie in der Anfangsphase und die gesamte zweite Halbzeit über so viele klare Chancen auslässt, dann kann man nichts Zählbares mitnehmen. Eisenach hat uns eiskalt ausgekontert“, haderte HSV-Trainer Stefan Koska.

Seine Laune besserte sich nur kurzzeitig, als Eisenachs Spielertrainer Quendrim Alay nach Spielende vorbeischaute und ihn herzlich umarmte. „Er hat vor der Saison gesagt, dass wir Meister werden. Er hat Ahnung vom Handball“, sagte er und analysierte anschließend die Begegnung mit zwei völlig verschiedenen Halbzeiten. „In der ersten Hälfte hatten wir Probleme in der Abwehr, haben viele einfache Fehler gemacht. Unser Angriffsspiel war ideenlos, was völlig untypisch für uns ist. In der Pause haben wir dann ein paar taktische Vorgaben gemacht, die die Mannschaft perfekt umgesetzt hat. Da hatten wir einfach auf der Bank mehr zum Zusetzen, während bei Ronneburg Leere herrschte.“

Eisenach strebt Aufstieg an

Durch den Sieg verteidigten die Eisenacher Rang zwei, nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Mühlhausen. „Unser offizielles Saisonziel ist ein Medaillenplatz“, gab Qendrim Alaj zu Protokoll, ließ anschließend aber durchblicken, dass man sich eigentlich die Thüringer Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga auf die Fahnen geschrieben hat.

Nur die erste Hälfte hatte der HSV Ronneburg mitgehalten. Aber nach Wiederbeginn riss der Spielfaden. Nichts lief mehr, während die ThSV-Reserve nun modernen Tempo-Handball wie auf Schienen präsentierte, gegen den die in die Jahre gekommenen HSV-Garde nichts ausrichten konnte. Dass die Hausherren nicht ganz untergingen, hatten sie Torwart Lukas Vlasak zu verdanken, der mit seinen Paraden bei den Fans zumindest den einen oder anderen Jubelschrei auslöste. Mehr war nicht zu holen. Die mit drei Torhütern und 13 Feldspielern angereisten Westthüringer waren einfach zu gut. In Ronneburg konzentriert man sich nun schon auf das Gastspiel am kommenden Sonnabend bei Aufbau Altenburg, wenn es darum geht, in der Tabelle zumindest etwas Boden gutzumachen.

Text & Foto: Jens Lohse

Spielbericht des THV

HBV Jena 90 – HSV Ronneburg 28:23

20.01.2024 / 20:00 Uhr / 1. Männer

HBV Jena 90: Bestnoten für Keeper Christoph Schmidt

Das Team von Daniel Hellwig siegt in der Thüringer Oberliga mit 28:23 gegen einen schwächelnden HSV Ronneburg.

Welch große Handball-Schlachten hatten die Ronneburger schon im Sporthallenkomplex in Lobeda-West geschlagen! Unvergessen bleibt der 26:25-Erfolg im Meisterjahr 2017. Doch das sind nur noch schöne Erinnerungen. Der trübe Handball-Alltag hat den HSV Ronneburg längst erreicht. Gerade einmal Rang zehn nimmt die Koska-Sieben im Feld der zwölf Mannschaften ein. Und daran änderte sich auch an diesem Spieltag gegen den Tabellensechsten HBV Jena 90 nichts.

Keine 100 Zuschauer verloren sich in der Halle. Das zeitgleiche Spiel der Jenaer Basketballer und der Auftritt der DHB-Auswahl bei der Heim-EM gegen Österreich hatten die Reihen ausdünnen lassen. Hinzu kam handballerische Magerkost auf dem Feld. Zwar erwischten die Gäste einen guten Start und führten mit 4:2 (10.). Das Niveau war aber nicht zu halten. Man war in der Offensive zu ausrechenbar. Michael Seime und Mirko Alexy steuerten jeweils fünf Treffer zum 10:12-Pausenrückstand bei.

HBV Jena stelle sich nach Wiederbeginn besser auf Ronneburger ein

Die mit Polen, Ungarn, Rumänen, Serben und Georgiern nur so gespickten Jenaer von Trainer Daniel Hellwig stellten sich nach Wiederbeginn noch besser auf die Spielweise der Ronneburger ein. Die offensive Deckung gegen Mirko Alexy bekam der HSV-Offensive nicht. Bis auf 15:21 (45.) enteilten die insgesamt neun Zeitstrafen kassierenden HBV-Handballer, die in der Schlussviertelstunde Laszlo Buglyo und Hendrik Vogt vorzeitig verloren.

Ronneburg konnte daraus kein Kapital schlagen. Zwar kam man dank des zehnfachen Torschützen Mirko Alexy nochmals auf 22:24 (54.) heran, leistete sich dann aber wieder viel zu viele leichte Fehler, die in der 23:28-Auswärtsniederlage mündeten.

Bestnoten bei Jena verdiente sich Torwart Christoph Schmidt. „Unsere Abwehrarbeit war phasenweise in Ordnung. 20 vergebene Würfe im Angriff sind aber zu viel. Zum Schluss hätte es noch einmal eng werden können, aber ich konnte mit meinen Paraden dazu beitragen, dass nichts mehr anbrennt“, urteilte der HBV-Keeper, während der in der Kabine laut werdende Trainer Daniel Hellwig unmittelbar nach Abpfiff zu keinem Kommentar bereit war.

Ronneburg fehlten die personellen Alternativen

Ronneburgs Trainer Stefan Koska resümierte: „Uns haben heute wieder die personellen Alternativen gefehlt. Christopher Eisenstein, Christian Lange,Steve Senff und Fabian Ruderisch waren krank, André Stölzner angeschlagen. Wenn dann noch die komplette rechte Seite schwächelt, dann kann man hier nichts mitnehmen, obwohl die Chance dazu durchaus vorhanden war. Zu Beginn haben wir mit zwei Kreisläufern agiert. Das hat ganz gut geklappt. Auch die Torhüter haben mich überzeugen können.“

Jenas Georg Missale (links) trägt mit neun Treffern maßgeblich zum 28:23-Heimsieg seines HBV Jena 90 gegen den HSV Ronneburg bei.

Foto & Text: Jens Lohse

Drei Klassen Unterschied von der ersten Minute an sichtbar

Der HSV Ronneburg unterliegt dem Dessau-Roßlauer HV 06 zum Auftakt „100 Jahre Handball in Ronneburg“ mit 19:48. Uwe Jungandreas nach 37 Jahren zurück.

Ronneburg. Eine Lehrvorführung modernen Handballs erhielt der Thüringer Oberligist HSV Ronneburg am Freitagabend in einem freundschaftlichen Vergleich gegen den Zweitbundesligisten Dessau-Roßlauer HV 06.
Mit 19:48 zog die Mannschaft von Trainer Stefan Koska im Hexenkessel den Kürzeren. „Dessau ist schon eine andere Hausnummer. Mit 19 erzielten Treffern können wir aber sehr zufrieden sein. Man hat gesehen, was Profisport bedeutet. Handball ist deren Arbeit, wir machen das in unserer Freizeit. Trotzdem hat es uns Spielern und auch den Zuschauern viel Spaß gemacht. Die Halle war recht
voll“, meinte Ronneburgs Torjäger Mirko Alexy, der von einem gelungenen Auftakt zu „100 Jahre Handball in Ronneburg“ sprach.
Den Drei-Klassen-Unterschied bekamen die Hausherren von der ersten Minute an zu spüren. Dessau-Roßlau absolviert gerade ein
Trainingslager. „Das ist eine gänzlich andere Welt. Aber wir haben uns gut verkauft. Dessau-Roßlau hat hier kein Larifari gespielt. Das
hat man schon allein daran gemerkt, dass die Gäste über die gesamten 60 Minuten keinen Heber, Dreher oder einen anderen Trickwurf versucht haben. Jeder wollte sich dem Trainer bestmöglich präsentieren. Deshalb hat Dessau-Roßlau auch durchgezogen“, resümierte Rico Stein.
Die Zuschauer erfreuten sich an zahlreichen Angriffen der Gäste, bejubelten umso mehr die wenigen Treffer der Ronneburger, aber auch manch gute Parade der Torhüter Lukas Vlasak und Toni Hempel.
Der Kontakt zum DRHV 06 wurde über Trainer Uwe Jungandreas hergestellt. Der 61-jährige gebürtige Altenburger, der bei Traktor Ziegelheim mit dem Handball begonnen hatte, spielte von 1982 bis 1986 in Ronneburg. Zwischendurch absolvierte er seinen Armeedienst in Löbau. „37 Jahre ist das nun schon her, dass ich hier weggegangen bin. Seit dem war ich nie wieder hier. Es hat sich viel verändert. Stefan Koska hat sich zuletzt das eine oder andere unserer Spiele in Dessau angeschaut. Mit ihm habe ich hier zusammengespielt“, verriet Uwe Jungandreas. In der Vorsaison hatte Dessau-Roßlau als Tabellendritter hinter dem ThSV Eisenach nur knapp den Aufstieg in die 1. Bundesliga verpasst. In diesem Spieljahr steht man auf einem Abstiegsrang. „Dafür gibt es viele Gründe – Abgänge, Verletzungen, ein schwierigeres Auftaktprogramm, wodurch in der Folge das Selbstvertrauen verloren ging. Den Klassenerhalt wollen wir auf jeden Fall schaffen“, gab sich Uwe Jungandreas kämpferisch.

Text: Jens Lohse

Spielbericht des THV