HSV Ronneburg – Sonneberger HV 22:22

Bild: Philip Klemm / pk oksch photography / instagram.com

Punktgewinn mit gemischten Gefühlen

Punktgewinn mit gemischten Gefühlen

Nach dem emotionalen Derbysieg gegen Ziegelheim wollte der HSV Ronneburg im heimischen Hexenkessel nachlegen. Mit dem Sonneberger HV wartete dabei ein Gegner, dessen Bezeichnung als Aufsteiger aus der Landesliga nur wenig über die tatsächliche Qualität der Mannschaft aussagt. Der Kader der Südthüringer ist mit zahlreichen international erfahrenen Akteuren besetzt. Mehrere Spieler bringen Erfahrungen aus dem internationalen Handball mit, darunter Akteure mit Champions-League- und Nationalmannschaftserfahrung. Dass Sonneberg in der Oberliga keineswegs als gewöhnlicher Neuling einzuschätzen ist, hatten bereits die ersten Saisonspiele gezeigt. Gegen die HSG Werratal holte der SHV ein Unentschieden, gegen den HBV Jena musste man sich geschlagen geben und gegen die Bundesliga-Reserve des ThSV Eisenach II gab es lediglich eine knappe Niederlage. Entsprechend wusste man auf Ronneburger Seite, dass trotz des Aufsteigerstatus eine schwierige Aufgabe bevorstand.

Und tatsächlich entwickelte sich von Beginn an ein zähes Spiel, in das der HSV denkbar schlecht startete. Sonneberg war sofort präsent und führte nach gut vier Minuten bereits mit 3:0. Ronneburg brauchte einige Zeit, um in die Partie zu finden, kämpfte sich dann aber Schritt für Schritt zurück. Aus dem 1:4 wurde beim 5:5 der Ausgleich und wenig später übernahm der HSV sogar die Führung. Beim 9:7 hatte sich die Mannschaft erstmals einen Vorsprung von zwei Treffern erarbeitet.

Genau in dieser Phase verpasste es der HSV allerdings, sich für seine gute Arbeit zu belohnen. Mehrere Möglichkeiten blieben ungenutzt und eine schwache Chancenverwertung verhinderte, dass die Führung weiter ausgebaut werden konnte. Statt sich abzusetzen, hielt man Sonneberg damit im Spiel. Die Gäste nutzten ihre Chance, kamen wieder heran und drehten die Partie. Aus dem 9:7 wurde ein 9:10, mit einem knappen 10:11-Rückstand ging es schließlich in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel kam Ronneburg zunächst gut zurück und drehte das Ergebnis mit zwei Treffern zum 12:11. Was anschließend folgte, machte die Aufgabe jedoch zunehmend schwieriger. Die zweite Halbzeit fühlte sich aus Ronneburger Sicht phasenweise wie eine einzige Unterzahlsituation an. Insgesamt wurden gegen den HSV 13 Zwei-Minuten-Strafen ausgesprochen. Rein rechnerisch bedeutete das 26 Strafminuten – fast die Hälfte der gesamten Spielzeit musste Ronneburg somit mit mindestens einem Spieler weniger auf dem Feld bewältigen.

Unabhängig davon, wie man die eine oder andere Entscheidung bewertet, muss sich die Mannschaft dabei auch selbst kritisch hinterfragen. 13 Zeitstrafen sind zu viel und machen es gegen einen Gegner dieser Qualität enorm schwer, einen konstanten Rhythmus zu entwickeln. Die zahlreichen Unterzahlsituationen kosteten Kraft und sorgten dafür, dass Sonneberg Mitte der zweiten Hälfte zunehmend die Kontrolle übernehmen konnte. Aus einem knappen 15:16 wurde ein 15:19 und beim Vier-Tore-Rückstand drohte die Partie endgültig zu kippen.

Doch genau in dieser Situation zeigte der HSV eine der großen Stärken dieses Abends. Die Mannschaft glaubte weiter an sich und gab das Spiel zu keinem Zeitpunkt verloren. Tor für Tor arbeitete sich Ronneburg zurück. Aus dem 15:19 wurde ein 17:19, wenig später ein 19:20 und beim 21:21 war die Partie wieder völlig offen. In der 59. Minute belohnte sich der HSV schließlich für seine kämpferische Leistung und ging mit 22:21 in Führung. Nach einem Vier-Tore-Rückstand hatte die Mannschaft das Spiel tatsächlich noch einmal gedreht.

Einen ganz entscheidenden Anteil daran hatte Lukas Vlasák im Ronneburger Tor. Mit zahlreichen wichtigen Paraden hielt er seine Mannschaft in schwierigen Phasen im Spiel und war an diesem Abend der überragende Mann auf Seiten des HSV. Gerade als die Kräfte aufgrund der vielen Unterzahlsituationen schwanden, war auf den Ronneburger Schlussmann Verlass. Am Ende war er einer der entscheidenden Faktoren dafür, dass zumindest ein Punkt im Hexenkessel blieb.

Für den ganz großen Lohn reichte es dennoch nicht. Nur sieben Sekunden nach dem 22:21 musste Ronneburg erneut eine Zwei-Minuten-Strafe hinnehmen. Sonneberg nutzte die Überzahl und erzielte bei 58:54 das 22:22. In der Schlussminute folgte eine weitere Zeitstrafe samt Disqualifikation gegen den HSV. Trotz einer letzten Auszeit vier Sekunden vor Schluss gelang der entscheidende Treffer nicht mehr. Es blieb beim 22:22.

So war die Gefühlslage nach dem Schlusspfiff zunächst durchaus gemischt. Einerseits hatte der HSV die Chance auf zwei Punkte in den Händen, andererseits überwog auch beim Trainer die Zufriedenheit über den gewonnenen Punkt. In der Vergangenheit gab es zu viele Spiele, die Ronneburg in der Schlussphase noch unglücklich aus der Hand gegeben hatte. Diesmal belohnte sich die Mannschaft zumindest für ihren enormen Kampf und brachte einen Zähler über die Ziellinie.

Gerade angesichts von 13 Zeitstrafen und insgesamt 26 Strafminuten kann dieser Punkt durchaus als Erfolg gewertet werden. Noch wichtiger ist jedoch die Art und Weise, wie er zustande kam. Trotz eines Vier-Tore-Rückstands glaubte die Mannschaft weiter an sich, kämpfte sich zurück und drehte die Partie kurz vor Schluss sogar noch einmal. Auf diese Leistung und vor allem auf die gezeigte Moral kann die Mannschaft stolz sein.

Kritisch bleibt vor allem die Chancenverwertung. Der HSV hatte Möglichkeiten, sich bereits in der ersten Hälfte deutlicher abzusetzen und verpasste es, Sonneberg frühzeitig stärker unter Druck zu setzen. Auch die hohe Zahl an Zeitstrafen muss aufgearbeitet werden. Gelingt es, in diesen Bereichen mehr Konstanz und Disziplin ins eigene Spiel zu bringen, dürfte sich die Mannschaft künftig noch häufiger für ihren Aufwand belohnen.

Nach dem ersten Saisonsieg gegen Ziegelheim nimmt der HSV damit auch gegen den stark besetzten Aufsteiger aus Sonneberg etwas Zählbares mit. Drei Punkte aus den vergangenen beiden Begegnungen und ein Blick auf die aktuelle Tabelle geben durchaus Anlass zu Optimismus. Noch ist längst nicht alles perfekt, doch die Entwicklung stimmt. Vor allem eines hat die Mannschaft erneut bewiesen: Auch wenn ein Spiel zu kippen droht, gibt sich dieser HSV nicht auf.

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🎥 Video vom Spiel

HSV Ronneburg – LSV Ziegelheim 32:31

HSV feiert ersten Saisonsieg im Derby!

Bild: Philip Klemm / pk oksch photography / instagram.com

Was für ein Handballabend im Ronneburger Hexenkessel! Angetrieben von einer großartigen Derbystimmung haben unsere 1. Männer den LSV Ziegelheim mit 32:31 besiegt und die ersten Punkte der Saison geholt. Die Mannschaft zeigte eine gute Leistung, spielte mutig und hielt auch dann zusammen, als die Partie in der Schlussphase zu kippen drohte.
Der HSV war vom Anwurf an hellwach. Nach nicht einmal drei Minuten stand es 3:0. Die Ronneburger hielten Ziegelheim zunächst auf Abstand und bauten ihren Vorsprung bis zur 21. Minute auf 14:10 aus. Die Gäste kämpften sich heran und mit einer 18:15-Führung ging unsere Mannschaft in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wurde es enger. Beim 25:25 in der 45. Minute glich Ziegelheim erstmals aus. Der HSV antwortete und zog noch einmal auf 29:26 davon. Auch als die Gäste beim 29:29 erneut zurückkamen, ließ sich Ronneburg nicht entmutigen. Unsere Mannschaft ging wieder in Führung und erarbeitete sich beim 32:29 einen Drei-Tore-Vorsprung.
Doch entschieden war noch nichts. Ziegelheim verkürzte auf 32:31 und dann folgte eine letzte Szene, die wohl niemand im Hexenkessel so schnell vergessen wird: In den letzten Sekunden verlor der HSV im Angriff den Ball. Ein Ziegelheimer wartete bereits frei vor dem Ronneburger Tor, erhielt den Pass und kam vogelfrei zum Wurf. Lukáš Vlasák im Tor parierte in allerletzter Sekunde diesen Wurf! Mit dieser Rettungstat hielt er den Derbysieg fest und sicherte unserer Mannschaft die ersten beiden Punkte der Saison. Was für ein Schlusspunkt!

Mit 14 Treffern hatte Mirko Alexy großen Anteil am Erfolg. Vor allem aber war dieser Sieg eine Leistung der gesamten Mannschaft. Der HSV hat sich verbessert, Rückschläge weggesteckt und bis zur letzten Aktion füreinander gekämpft. Gemeinsam mit den Fans wurde die Halle wieder zum Hexenkessel und der erste Saisonsieg zu einem Derbyabend, der in Erinnerung bleibt!

▶️ Und hier noch ein paar 📷 Bilder vom Spiel. Danke, Philip!

▶️ Spielbericht des THV

HSV Ronneburg – HSG Suhl 28:29

HSV bringt Titelfavorit HSG Suhl an den Rand einer Niederlage

Es gibt Niederlagen, die sich anders anfühlen als andere. Das 28:29 des HSV Ronneburg gegen die HSG Suhl gehört zweifellos dazu. Denn was die Ronneburger am Samstagabend vor rund 300 Zuschauern in der heimischen Sporthalle zeigten, war über weite Strecken leidenschaftlich, mutig und beeindruckend. Am Ende fehlten nur wenige Sekunden und ein einziges Tor zu einer großen Überraschung. Zur Halbzeit führte der HSV völlig verdient mit 17:14.
Wie hoch diese Leistung einzuschätzen ist, zeigt ein Blick auf den Gegner. Suhl gehörte bereits in der vergangenen Saison zur absoluten Spitze der Oberliga und wurde Tabellenzweiter hinter dem späteren Aufsteiger HSV Apolda. Auch in der aktuellen Spielzeit zählt die HSG aufgrund ihrer Qualität und Erfahrung zu den Mannschaften mit großen Ambitionen.
Zudem verfügt Suhl über einen außergewöhnlich erfahrenen Kader. Mehrere Akteure haben bereits in höheren nationalen Spielklassen gespielt, hinzu kommen Spieler mit Erfahrungen aus ausländischen Profiligen und internationalen Wettbewerben. Einzelne Suhler Akteure können sogar Einsätze in europäischen Wettbewerben bis hin zur EHF Champions League vorweisen. Umso bemerkenswerter war, was der HSV an diesem Abend auf die Platte brachte.
Zunächst erwischten die Gäste den besseren Start und gingen mit 5:2 in Führung. Doch Ronneburg ließ sich davon überhaupt nicht beeindrucken. Mit viel Ruhe, einer konzentrierten Defensive und konsequentem Angriffsspiel kämpfte sich der HSV zurück und stellte nach knapp 14 Minuten auf 7:7. Danach entwickelte sich eine richtig starke erste Halbzeit der Gastgeber. Der HSV spielte selbstbewusst, aggressiv und mit enormer Leidenschaft. Statt sich gegen den Favoriten lediglich auf Schadensbegrenzung zu konzentrieren, übernahm Ronneburg zunehmend selbst die Initiative.
Aus einem offenen Spiel wurde nach und nach eine Ronneburger Führung. Besonders in den letzten Minuten vor der Pause setzte der HSV noch einmal ein Ausrufezeichen und zog von 14:13 auf 17:14 davon. Drei Tore Vorsprung zur Halbzeit gegen einen solchen Gegner und das keineswegs glücklich, sondern als Ergebnis einer richtig starken Mannschaftsleistung.

21:16 – und plötzlich wackelt der Favorit

Wer nach dem Seitenwechsel mit einer schnellen Antwort der Gäste gerechnet hatte, wurde zunächst eines Besseren belehrt. Der HSV machte einfach weiter. Ronneburg spielte mutig nach vorne, hielt die Intensität hoch und baute seinen Vorsprung sogar noch weiter aus. Nach 37 Minuten stand tatsächlich ein 21:16 auf der Anzeigetafel. Fünf Tore Vorsprung gegen Suhl! Die Gäste waren gezwungen zu reagieren und hatten bereits unmittelbar zuvor beim 20:16 ihre Auszeit genommen. Spätestens jetzt war jedem im Hexenkessel klar: Hier war an diesem Abend etwas ganz Besonderes möglich. Der HSV hatte den Favoriten nicht nur geärgert. Ronneburg hatte ihn über weite Strecken im Griff.
Leider folgte genau in dieser Phase der Abschnitt, der am Ende entscheidend werden sollte. Nach dem 21:16 verlor der HSV für einige Minuten den Rhythmus. Eine Zeitstrafe kam hinzu und die erfahrenen Gäste nutzten diese Phase konsequent. Innerhalb von weniger als drei Minuten machte Suhl aus einem Fünf-Tore-Rückstand ein 20:21. Vier Gegentreffer in Folge – und plötzlich war ein Spiel, das der HSV bis dahin hervorragend kontrolliert hatte, wieder völlig offen. Gerade hier zeigte sich die enorme Erfahrung des Gegners. Suhl blieb auch mit fünf Toren Rückstand ruhig und bestrafte kleine Unkonzentriertheiten sofort.
Doch mindestens genauso bemerkenswert war die Reaktion der Ronneburger. Der HSV brach nicht ein. Ganz im Gegenteil. Nach dem 21:20 setzte sich Ronneburg wieder auf 23:20 ab. Als Suhl anschließend beim 23:23 erstmals wieder ausgleichen konnte, entwickelte sich ein hochdramatischer Schlagabtausch. Immer wieder legte der HSV vor: 24:23, 25:24, 26:25 und 27:26. Das zeigte eindrucksvoll die Moral dieser Mannschaft. Selbst nachdem ein komfortabler Vorsprung verloren gegangen war, blieb der HSV mutig und suchte weiter seine Chance.
Erst beim 27:28 in der 57. Minute lag Suhl erstmals seit langer Zeit wieder in Führung. Aber Ronneburg hatte noch eine Antwort. Knapp zwei Minuten vor Schluss gelang per Siebenmeter der umjubelte 28:28-Ausgleich. Die Halle durfte weiter von mindestens einem Punkt träumen.
Dann kam die Szene, die diesen Abend aus Ronneburger Sicht besonders bitter machte: 58:58 Minuten waren gespielt, als Suhl das 28:29 erzielte. Dabei blieb es.

Ein einziges Tor. Mehr trennte den HSV nach 60 intensiven Minuten nicht von einem hochverdienten Punkt gegen einen der großen Favoriten dieser Oberliga-Saison. Natürlich ist es besonders schade, weil der HSV den Sieg tatsächlich in der eigenen Hand hatte. Entscheidend war vor allem die kurze Phase nach der 21:16-Führung. Vier Gegentreffer in Folge brachten Suhl innerhalb weniger Minuten vollständig zurück ins Spiel. Hinzu kamen einige Zeitstrafen zu ungünstigen Zeitpunkten. Insgesamt musste Ronneburg viermal für zwei Minuten in Unterzahl agieren. Besonders bitter war die letzte Zeitstrafe beim Stand von 27:27 gut fünf Minuten vor Schluss. Gegen eine Mannschaft mit dieser individuellen Qualität und Erfahrung sind es am Ende genau solche Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen können.
Und trotzdem wäre es falsch, diesen Abend auf diese wenigen Minuten zu reduzieren. Natürlich tut diese Niederlage weh. Richtig weh. Wer gegen einen solchen Gegner mit fünf Toren führt, sechs Minuten vor Schluss noch 27:26 vorne liegt und weniger als zwei Minuten vor dem Ende zum 28:28 ausgleicht, möchte sich für diesen enormen Aufwand auch belohnen. Dass am Ende nicht einmal ein Punkt bleibt, ist unglaublich schade und fühlt sich angesichts dieser starken Vorstellung besonders bitter an.
Aber der HSV sollte aus diesem Spiel vor allem eines mitnehmen: Stolz. Stolz auf eine Mannschaft, die sich von der individuellen Klasse des Gegners nicht beeindrucken ließ. Stolz auf eine Mannschaft, die mutig Handball spielte, an ihre Chance glaubte und einen Titelfavoriten über weite Strecken vor enorme Probleme stellte. Stolz auf eine Mannschaft, die nach einem zwischenzeitlichen 21:16 auch nach dem Ausgleich nicht auseinanderfiel, sondern immer wieder zurückschlug.
Am Ende steht auf dem Papier leider nur ein 28:29. Doch dieses Ergebnis erzählt längst nicht die ganze Geschichte dieses Abends. Der HSV Ronneburg hat gezeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Mit Leidenschaft, Mut, Zusammenhalt und einer starken kämpferischen Leistung wurde eine der erfahrensten Mannschaften der Liga an den Rand einer Niederlage gebracht. Deshalb darf die Enttäuschung über den verlorenen Punkt oder sogar den möglichen Sieg ruhig da sein. Aber mindestens genauso groß sollte der Stolz auf diese Leistung sein. Schade, dass sich die Mannschaft für diesen großartigen Kampf nicht belohnen konnte. Aber wer so gegen einen Titelfavoriten auftritt, muss sich vor niemandem verstecken.

Der HSV hat an diesem Abend keine Punkte gewonnen – aber ganz sicher jede Menge Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.

Am nächsten Samstag (26.09.2026 um 19:00 Uhr) ist der LSV Ziegelheim zu Gast im Hexenkessel.

➡️ Spielbericht des THV

Wölfe Erfurt – HSV Ronneburg 32:24

HSV zeigt Moral, muss sich am Ende aber deutlich geschlagen geben

Zum ersten Auswärtsspiel der neuen Oberliga-Saison 2026/27 gastierte der HSV Ronneburg am Sonntagnachmittag bei den Wölfen Erfurt in der Rieth-Sporthalle. Nach einer über weite Strecken umkämpften Partie musste sich unsere Mannschaft am Ende mit 32:24 geschlagen geben. Das Ergebnis fällt dabei deutlicher aus, als es der Spielverlauf insbesondere in den ersten 40 Minuten vermuten ließ.

Der HSV erwischte zunächst nicht den gewünschten Start. Erfurt ging mit 2:0 in Führung und hielt unsere Mannschaft in der Anfangsphase auf Abstand. Doch Ronneburg ließ sich davon nicht beeindrucken. Angeführt von einem in dieser Phase treffsicheren Oleksandr Blyzniuk arbeitete sich der HSV Tor um Tor heran. Aus einem 6:3 wurde innerhalb weniger Minuten ein 6:6, ehe Blyzniuk in der 19. Minute sogar erstmals zur 6:7-Führung für den HSV traf. Eine starke Reaktion unserer Mannschaft, die zeigte, dass sie auch nach einem schwierigen Beginn voll im Spiel war. Zudem erhielt Mirko Alexy in der 17. Minute eine rote Karte, was viele für eine zu harte Strafe empfanden.

In der Folge entwickelte sich eine intensive Begegnung. Erfurt konnte sich erneut auf drei Tore absetzen, doch der HSV blieb dran. Besonders in der Schlussphase der ersten Halbzeit bewies Ronneburg Moral: Nach dem 11:14 verkürzten Tom Severin und Christopher Eisenstein auf 13:14. Erst wenige Sekunden vor der Pause gelang den Gastgebern der Treffer zum 15:13-Halbzeitstand. Damit war nach 30 Minuten weiterhin alles offen.

Auch nach dem Seitenwechsel hielt der HSV zunächst den Anschluss. Tom Severin traf direkt zum 14:15, anschließend versuchten die Wölfe, sich Stück für Stück abzusetzen. Ronneburg kämpfte dagegen und kam durch Lucas Walzel und wieder Tom Severin in der 38. Minute noch einmal auf 18:20 heran. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt weiterhin völlig offen.

Dann folgte jedoch die Phase, die das Spiel letztlich entschied. Zeitstrafen brachten den HSV aus dem Rhythmus und Erfurt nutzte seine Möglichkeiten konsequent. Innerhalb weniger Minuten wuchs der Rückstand vom 18:20 auf 19:25 an. Gerade in dieser entscheidenden Phase fehlte Ronneburg die nötige Konsequenz, um den Lauf der Gastgeber zu stoppen. Zusätzlich machte sich die nicht optimale Chancenverwertung von der Siebenmeterlinie bemerkbar: Von sechs Strafwürfen konnte der HSV lediglich drei verwandeln.

Trotz des zunehmenden Rückstands gab sich unsere Mannschaft nicht auf. Adrian Kazmirski, Kyrylo Smielkov, Fabian Ruderisch und erneut Oleksandr Blyzniuk sorgten in der Schlussphase für weitere Ronneburger Treffer. Die Wölfe ließen sich den Vorsprung jedoch nicht mehr nehmen und bauten ihn bis zum Schlusspfiff auf 32:24 aus.

Bester Ronneburger Torschütze war Oleksandr Blyzniuk mit sieben Treffern. Dahinter folgten Tom Severin mit vier und Kyrylo Smielkov mit drei Toren. Je zweimal trafen Karel Kraus, Lucas Walzel und Adrian Kazmirski.

Auch wenn am Ende eine deutliche Niederlage auf der Anzeigetafel steht, kann der HSV vor allem aus den ersten rund 40 Minuten Positives mitnehmen. Nach einem schwierigen Start kämpfte sich die Mannschaft zurück, übernahm zwischenzeitlich sogar die Führung und war bis zum 18:20 in Schlagdistanz. Entscheidend wird es nun sein, diese guten Phasen über die gesamte Spielzeit zu stabilisieren, technische Fehler und Zeitstrafen zu reduzieren und die eigenen Chancen konsequenter zu nutzen.

Die Saison ist noch jung und auch solche Spiele gehören zum Entwicklungsprozess einer Mannschaft. Jetzt heißt es: analysieren, weiterarbeiten und gemeinsam die richtige Reaktion zeigen. GLÜCK AUF – HAU DRAUF!

▶️ Spielbericht des THV

Neuzugänge in der Saison 2026/2027

Willkommen in der HSV-Familie!

Ben Horna

Für weitere Verstärkung im Tor dürfen wir Ben in der HSV-Familie begrüßen. Ben konnte mit dem HBV Jena 90 bereits in der Mittel- deutschen Regionalliga Erfahrung sammeln. Seine Jugend verbrachte er in Freiberg und Dresden.


Lucas Walzel

Mit Lucas kommt ein 28-jähriger Linksaußenspieler vom SV Aufbau Altenburgzum HSV. Lucas spielt seit 18 Jahren bei den Skatstädterund verstärkt nun das Ronneburger Team auf der Außenposition.


Adrian Kazmirski

Bevor Adrian nach Ronneburg kam, spielte er drei Jahre beim HBV Jena 90. Seine handballerischen Wurzeln ent- stammen dem Sparta Oborniki in Polen, welcher in der 3. Liga spielt.


Balazs Matuszka

Der 25-jährige gebürtige Ungar wird uns auf der Mittelposition verstärken. Auch Balazs kommt vom HBV Jena 90 nach Ronneburg. Zuvor spielte er in Altenburg. Das Handballspielen hat er beim ungarischen „Budaörs Handball“ gelernt.

3. Ronneburger Handballnacht

Was für ein gelungener Handballabend! Bei der vergangenen 3. Handballnacht des HSV Ronneburg durften wir mit dem EHV Aue e.V. II und dem HC Einheit Plauen e.V. gleich zwei tolle Gastmannschaften bei uns begrüßen.

In drei spannenden Spielen konnten unsere Zuschauer jede Menge Handball erleben. Für unsere 1. Männermannschaft des HSV Ronneburg war das Turnier zugleich eine gute erste Vorbereitung auf die kommende Saison.
Mit den Gästen aus Plauen spielten wir gegen eine höherklassige Mannschaft aus der Regionalliga Mitteldeutschland. Hier sind wir auf einen alten Bekannten getroffen: Richard Vogel, der zur neuen Saison vom HC Burgenland nach Plauen gewechselt ist. Das Endergebnis ist auch entsprechend ausgefallen: 23:11.

Das Spiel gegen die Gäste vom EHV Aue II ging für unsere Mannschaft extrem fehleranfällig los. Eine 0:6-Führung der Gäste, welche einen schnellen Handball spielten, konnte bis zum Schluss nicht kompensiert werden. Zum Abpfiff stand eine 17:21-Niederlage auf der Anzeigetafel.

Das Spiel der beiden Gästemannschaften gegeneinander konnte der HC Einheit Plauen für sich entscheiden und gewinnt mit 13.30 gegen das Juniorteam vom EHV.

Ein großes Dankeschön geht an unsere Gäste aus Aue und Plauen für die fairen und sportlichen Begegnungen!

Natürlich wäre so ein Handballabend ohne viele helfende Hände nicht möglich. Deshalb ein herzliches Dankeschön an unsere Schiedsrichter, Zeitnehmer, das gesamte Kantinenteam und unseren Grillmeister für ihren Einsatz und die tolle Unterstützung!

Danke an alle, die dabei waren und die 3. Handballnacht zu einem gelungenen Abend gemacht haben. Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe!

14.08.2026