HSV Weimar – HSV Ronneburg 28:27

Dramatisches Ende: HSV Ronneburg scheitert knapp in Weimar

Rico Stein (beim Wurf) lenkte auf Mitte den Angriff der Ronneburger. Insgesamt steuerte er sechs Tore bei. Foto: OTZ / Christian Albrecht

Trotz Personalsorgen: Ostthüringer Handballer fordern HSV Weimar heraus

Die Vorzeichen standen für die Oberliga-Handballer des HSV Ronneburg nicht günstig. Zwar reiste die Mannschaft des Trainergespanns Silvio Stölzner/Christian Szlapka mit der Empfehlung von drei Siegen hintereinander zum HSV Weimar in die Klassikerstadt. Doch die personelle Ausgangslage bereitete den Gäste-Verantwortlichen einiges Kopfzerbrechen.

HSV Ronneburg beim HSV Weimar mit großen Personalsorgen

Mirko Alexy und Christopher Eisenstein standen in der Asbach-Sporthalle wegen der Spielverlegung auf Sonntag ohnehin nicht zur Verfügung. Am Spieltag meldeten sich dann auch noch André Stölzner und Ersatzkeeper Gergely Horvath krankheitsbedingt ab. Mit welcher Einstellung die Ronneburger dann aber über 60 Minuten den Tabellensechsten herausforderten und an den Rand einer Niederlage brachten, das nötigte Respekt ab, auch wenn unterm Strich vier Sekunden zum Punktgewinn fehlten und am Ende eine 27:28-Niederlage zu Buche stand.

„Wir haben uns in die Partie reingebissen. Nach einem 0:3-Fehlstart haben wir Weimar unser Spiel aufgezwungen und sehr unbequem agiert. Weimar hat auch aufgrund unserer personellen Engpässe auf hohes Tempo gesetzt. Aber wir haben gut dagegen gehalten. In der Schlussphase waren es dann Kleinigkeiten, die entschieden haben“, so Ronneburgs Trainer Silvio Stölzner, der seinem Team ein großes Lob für seinen starken Auftritt zollte.

Nach dem unglücklichen Beginn mit sechs Minuten ohne eigenen Treffer steigerten sich die Gäste schnell. Den Drei-Tore-Rückstand verbuchte man auch noch zur Halbzeit, als die Ronneburger mit 14:17 hinten lagen. Nach Wiederbeginn legte die HSV-Sieben noch eine Schippe drauf.

Binnen siebeneinhalb Minuten wandelte man einen 16:20-Rückstand in einen 22:22-Gleichstand (45.) um. Routinier Rico Stein führte im Zentrum klug Regie, erzeugte auch selbst immer wieder Torgefahr. Am Ende standen für ihn sechs Treffer, darunter ein verwandelter Siebenmeter zu Buche. Auf der rechten Seite wussten der achtfache Torschütze Tomas Böhm und Eigengewächs Justin Glöditzsch (5) zu gefallen.

Als Steve Senff die Ronneburger beim 25:24 (53.) erstmals in Führung brachte, schien nach dem Auswärtssieg in Jena in der Vorwoche die nächste Überraschung greifbar nahe. Justin Glöditzsch hätte den Vorsprung auf zwei Tore ausbauen können, doch entschieden die Referees auf Kreis ab. Die Gäste ließen trotz fehlender Alternativen auf der Bank und schwindender Kräfte nicht nach. Zweimal glichen Kyrylo Smielkov und Rico Stein noch aus, ehe Weimars Konrad Zeisberg vier Sekunden vor Schluss das 27:28 erzielte.

„Natürlich fahren wir etwas enttäuscht nach Hause. Aber dazu besteht eigentlich kein Grund. Denn wir haben eine große Leistung gezeigt, die uns auch mit viel Selbstvertrauen in zwei Wochen ins Derby gegen Ziegelheim gehen lassen sollte“, blickte Ronneburgs Trainer Silvio Stölzner schon einmal voraus.

Text: Jens Lohse
Foto: Christian Albrecht

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28. Schulsportfest

Spiel und Spaß zum gemeinsamen Schulsportfest der Staatlichen Grundschule Ronneburg und des HSV Ronneburg

143 Kinder zum 28. Sportfest bei HSV Ronneburg zu Gast

Das gemeinsame Schulsportfest der Staatlichen Grundschule und des HSV Ronneburg entstand aus einer Idee und hat sich seit 1994/95 zu einer tollen Tradition in der Stadt Ronneburg entwickelt.

Im vergangenen Jahr fand das 27. Sportfest dieser Art im Rahmen der Festwoche „100 Jahre Handball in Ronneburg“ statt. Auch in diesem Jahr gibt es ein Jubiläum zu feiern, denn der HSV (Handball-Sport-Verein) Ronneburg e.V. wird 30 Jahre alt.

Der HSV und die Ronneburger Handballer hatten die 6- bis 10-jährigen Kinder der Staatlichen Grundschule am 28. Januar in die Sporthalle an der Zeitzer Straße eingeladen – oder, wie die Handballer sie nennen, in den „Hexenkessel“.

Im Vorfeld gab es durch „Bäumi“ und Dieter vom HSV einiges zu tun, um alles zu organisieren und sicherzustellen, dass sich dieses Sportfest würdig in die Aktivitäten zu „30 Jahre HSV Ronneburg e.V.“ einreiht. Eine Herausforderung für die Organisatoren stellte in diesem Jahr die „Erkältungswelle“ dar. Sowohl das Lehrerkollegium als auch der HSV hatten alle Hände voll zu tun, um alle Stationen abzusichern. Besonders betroffen waren die Klassen, deren Teilnehmerzahlen stark dezimiert waren. Trotz dieser Schwierigkeiten kam für die Grundschule und den HSV Ronneburg eine Absage des Sportfestes nicht in Frage.

Vier Stunden lang nahmen die Kinder an diesem Tag den „Hexenkessel“ der Handballer in Beschlag. Spiel und Spaß für 143 Mädchen und Jungen, aber auch die gezeigten sportlichen Leistungen waren Garant dafür, dass dieses Schulsportfest erneut ein Erfolg wurde.

Kurz nach 7:30 Uhr begaben sich die Kinder der Staatlichen Grundschule in die Ronneburger Sporthalle, wo Sportfreund Jürgen Bäumler vom HSV als Wettkampfleiter und Moderator das gemeinsame Sportfest kurz nach 8:00 Uhr eröffnete. Besonders aufgeregt und neugierig waren die Erstklässler, die zum ersten Mal zu Gast beim HSV Ronneburg waren. Nach der Vorstellung der HSV-Sportler und der Erläuterung der einzelnen Stationen konnte das Sportfest beginnen – natürlich, wie sollte es anders sein, mit einem kräftigen und dreifachen „Sport frei!“. Das war sicher auch in der Stadt zu hören. Viele Eltern nahmen ebenfalls Anteil am Sportfest ihrer Kinder und waren begeistert.

Slalomlauf mit Ball, Hindernislauf für die ersten Klassen, Medizinball-Schockwurf, Dreier-Hopp, Torwandwerfen, Angeln, Geschicklichkeitsspiele oder das Überwinden eines Torwarts standen zunächst auf dem mehrstündigen Programm. Die Mannschaftsspiele Mini-Handball, Zweifelderball und „Ball über die Leine“ wurden in Abstimmung mit der Schule und dem Verein „außer Wertung“ ausgetragen.

Auch in diesem Jahr konnten die Mädchen und Jungen erneut ihre Talente unter Beweis stellen. Trotz der unterschiedlichen Klassengrößen lief der Stationsbetrieb reibungslos – sicher auch dank der ausgezeichneten Disziplin und der tollen Stimmung der Kinder. Dass die Pausen individuell von den Klassen gestaltet wurden, störte niemanden.

Zu den Siegern der ersten Klassen gehörten Heidi Preißler, Lynn Naubert, Liam Pößiger, Herman Baikov und Arno Wehle. Bei den zweiten Klassen belegten Elif Comeli, Bettina Dück, Elena Horvath, Valentin Pohlers und Lucas Läßker die ersten Plätze. In den dritten Klassen gewannen Amelie Eisenstein, Erika Schmal, Anton Fuhrmann, Linus Glöditzsch und Quintus Gareis. Lilly Rudolph, Eva Gal, Elias Platzeck und Mikolaj Marczak holten Gold bei den vierten Klassen. Stolz nahmen die Kinder Medaillen und Urkunden entgegen. Da kann man nur sagen: Herzlichen Glückwunsch!

Aufgrund der zahlreichen Krankheitsausfälle konnte der Pokal für die „sportlichste Klasse“ in diesem Jahr nicht vergeben werden – eine sicherlich richtige Entscheidung der Organisatoren.

Den Kindern hat das fröhliche Treiben erneut sichtlich Spaß gemacht. Und vielleicht war unter den Teilnehmern sogar der ein oder andere, der künftig den Weg zum regelmäßigen, organisierten Sport findet. Die Handballer würden sich über weiteren Nachwuchs sehr freuen.

Das Dankeschön der Kinder gilt an dieser Stelle den fleißigen Helfern des HSV: „Bäumi“, Nils Rensch, Leif Pöhnitzsch, Hannes Seidemann, Raika Gölzer, Jule Kortüm und Andrea Mock sowie dem Lehrerkollegium, das seine Schüler – wie so oft – bestens im Griff hatte. Wenn es um das Schreiben der über 70 Urkunden geht, dann sind Jeanette und Manuela mit dabei – deshalb ihnen ein besonderes Dankeschön.

Eine besondere Überraschung hatte die Grundschule gemeinsam mit dem Förderverein parat: Für die ununterbrochene Organisation und Durchführung der 28 Schulsportfeste erhielten Jürgen Bäumler („Bäumi“) und Dieter Wolf unter dem Beifall aller Beteiligten ein besonderes Präsent. Glückwunsch und ein herzliches Dankeschön!

Auf den Punkt gebracht: Organisation und Disziplin waren hervorragend, und es hat sich wieder gezeigt, dass eine gute Zusammenarbeit von Schule und Verein sich immer lohnt. Zugleich war dieses 28. Sportfest ein gelungener Auftakt zu „30 Jahre HSV Ronneburg e.V.“.

Bleibt zu hoffen, dass dieses gemeinsame Sportfest auch zukünftig seine Fortsetzung findet.

Jürgen Bäumler

28.01.2025

HSV Ronneburg – SV Aufbau Altenburg 28:25

Dramatische Schlussphase im Ronneburger Hexenkessel

Ronneburgs Tscheche Karel Kraus (links) ist vom Altenburger Tim Vogeler nicht zu halten.

Der HSV Ronneburg bejubelt beim 28:25 gegen den SV Aufbau Altenburg den fünften Saisonsieg. Was beim Sieger letztlich herausragte.

Der Ronneburger Hexenkessel bebte wieder einmal. In einem umkämpften Derby der Thüringer Handball-Oberliga bezwang der gastgebende HSV Ronneburg den Tabellenvorletzten SV Aufbau Altenburg mit 28:25 (16:16) und landete damit seinen fünften Saisonsieg.

„Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben ganz stark begonnen, offensiv verteidigt und den Altenburgern zunächst die Lust am Handballspielen genommen. Doch nach der 6:1-Führung haben wir den Gegner mit unseren Fehlern wieder stark gemacht. Am Ende war es ein Arbeitssieg. Dass hier heute kein Schönheitspreis vergeben würde, habe ich den Jungs vorher klargemacht. Für uns stehen unterm Strich zwei wichtige Punkte“, freut sich Ronneburgs Trainer Silvio Stölzner über das Erfolgserlebnis für sein Team nach zuvor drei Niederlagen hintereinander.

Sein Altenburger Gegenüber Patrick Schatz analysiert: „Wir sind schlecht in die Partie gekommen, haben uns dann deutlich gesteigert. Am Ende hat es an den Alternativen gefehlt. Viele Spieler sind derzeit angeschlagen und mussten trotzdem über 60 Minuten ran. Da ist es logisch, dass in der Schlussphase Kraft und Konzentration nachlassen. Die Chance war vorhanden, hier etwas mitzunehmen.“

Altenburg häufig dran, aber nie vorbei

Ronneburg begann wie die Feuerwehr, führte schon nach sieben Minuten mit 6:1. Doch die anfängliche Dominanz verflog. Angeführt vom später von Mirko Alexy in Manndeckung genommenen Nico Bertus, der nach seinem zweijährigen Gastspiel bei der HSG Freiberg wieder in die Skatstadt zurückkehrte, holten die Altenburger Treffer um Treffer auf.

Beim 12:12 war der Ausgleich geschafft. Mit einem 16:16 ging es in die Halbzeit. Nach Wiederbeginn blieb es eine Partie auf des Messers Schneide. Allerdings gingen die Gäste nie in Führung. Nach dem 20:20 konnten sich die Ronneburger durch Tore von Tomas Böhm und Mirko Alexy auf 23:20 absetzen. Altenburg versuchte alles.

Die Manndeckung gegen Nico Bertus umging man phasenweise dadurch, dass man den Torwart herausnahm und einen siebenten Feldspieler brachte. Doch ließen die Gäste zu viele freie Bälle liegen. Beim Stand von 25:24 scheiterte Jannes Wernicke vom Kreis völlig frei am wiederum starken Tschechen Lukas Vlasak im HSV-Kasten.

Nochmals bot sich die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch ein von Christopher Eisenstein erfolgreich abgeschlossener Konter sowie Treffer von Kyrylo Smielkov und Mirko Alexy ließen die Ronneburger auf 28:24 enteilen. Beste Torschützen waren HSV-Torjäger Mirko Alexy mit zehn und der Altenburger Nico Bertus mit acht Treffern. Nachlegen wollen die Ronneburger in zwei Wochen, wenn man am 15. Februar beim Schlusslicht HSG Saalfeld/Könitz gastiert.

Text & Bild: Jens Lohse

Spielbericht des THV

HSV Ronneburg – VfB TM Mühlhausen 23:24

HSV Ronneburg gegen Meister Mühlhausen nah am Punktgewinn

Nicht immer gelingt es Ronneburgs Mirko Alexy (Mitte), eine Lücke in der Mühlhäuser Abwehr zu finden.

Warum es für den Handball-Oberligisten wieder nichts Zählbares gab. Mut macht die Moral, die die Mannschaft von Trainer Silvio Stölzner beweist.

Nahe dran an einer Überraschung war Handball-Oberligist HSV Ronneburg am Sonnabend im Heimspiel gegen Landesmeister VfB 09 Mühlhausen. Unterm Strich stand für die Hausherren eine 23:24-Niederlage zu Buche, die Trainer Silvio Stölzner so kommentierte: „Unser Manko war wieder einmal die Chancenverwertung. Über weite Strecken der Partie waren wir die bessere Mannschaft. Aber gerade Anfang der zweiten Halbzeit haben wir es nicht verstanden, aus sechs, sieben in der Abwehr eroberten Bällen Kapital zu schlagen“.

Aber es gab auch Gutes: „Wir haben auch nach den frühen roten Karten gegen André Stölzner und Christopher Eisenstein Moral bewiesen und uns zu keiner Zeit aufgegeben. Zum Schluss haben wir unsere Chance bekommen, zumindest einen Zähler in Ronneburg zu behalten, haben sie aber nicht genutzt. Das ist bitter. Jetzt stehen wir unter Druck und müssen in den folgenden Partien gegen Altenburg und Saalfeld punkten.“

Mühlhausen erweist sich als abgezocktes Team

Die ersatzgeschwächten Mühlhäuser erwiesen sich als abgezocktes Team. Mit einer 15:12-Führung gingen die Gäste in die Pause. Nach Wiederbeginn verkürzte der HSV auf 14:15 (35.), ließ anschließend aber wieder abreißen. Nach Rot gegen Christopher Eisenstein, der sich noch eine Mannschaftsstrafe einhandelte und weiteren Zwei-Minuten gegen den Trainer mussten die Ronneburger mit Vier-gegen-Sechs agieren. Mühlhausen enteilte auf 15:19 (44.). Dass man den Sack nicht ganz zumachte, lag an der wiederum starken Torhüterleistung von Lukas Vlasak, der immer besser in Tritt kommt. Zudem agierten die Gäste keinesfalls fehlerfrei.

Als auch noch Mirko Alexy wegen Meckerns auf die Bank musste, meldete sich das Publikum im Hexenkessel zurück. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch verkürzten Tomas Böhm und Mirko Alexy, ehe dem unermüdlich rackernden Rico Stein nach einer tollen Körpertäuschung der 22:23-Anschluss gelang (57.). Ein gehaltener Siebenmeter von Lukas Vlasak gegen Konstantin Fick sorgte weiter für Spannung. Ein gelungener Block von Rico Stein und ein verhinderter Mühlhäuser Kempa-Trick führten 49 Sekunden vor Schluss beim Stand von 23:24 zum Ronneburger Ballbesitz.

Doch ein etwas überhasteter Abschluss von Karel Kraus aus ungünstigem Winkel verhinderte den Punktgewinn der Gastgeber, die damit zum dritten Mal in Folge unterlegen waren und in der Tabelle auf Platz neun abrutschten.

Text & Bild: Jens Lohse

Spielbericht des THV

HSV Ronneburg – ThSV Eisenach II 20:25

Spitzenreiter aus Eisenach ist zu stark für den HSV Ronneburg

In Wolf-Manier bleibt Eisenachs Torwart Christian Trabert beim Konter des Ronneburger Torjägers Mirko Alexy (links) Sieger.

In der Handball-Oberliga siegt der ThSV Eisenach II im Hexenkessel mit 25:20. Torhüter Lukas Vlasak hält vier Gäste-Siebenmeter.

Nur 25 Gegentore gegen den Spitzenreiter kassiert: In der Abwehr hat der Thüringer Handball-Oberligist HSV Ronneburg sein erstes Heimspiel im Jahr 2025 nicht verloren. Die 20:25-Niederlage gegen Aufstiegsanwärter ThSV Eisenach II hatte ihre Ursachen wohl eher im Angriff.

Das sah auch Trainer Silvio Stölzner, der die Mannschaft gemeinsam mit Christian Szlapka betreute. „Die Eisenacher Reserve ist nicht ohne Grund Tabellenführer. Das ist ein abgezocktes, cleveres Team. Die wissen genau, was sie wann spielen müssen. Da war es für uns nicht leicht, dagegenzuhalten. Vorn mussten wir uns jedes Tor hart erarbeiten. Einfache Treffer gab es nicht. In der entscheidenden Phase haben wir zu viele freie Bälle liegengelassen. Durch die starke Torhüterleistung von Lukas Vlasak blieb die Niederlage im Rahmen“, bilanzierte der HSV-Trainer, während sein Gegenüber, ThSV-Spielertrainer Qendrim Alaj, meinte: „Ich habe die Jungs die Woche über gewarnt, dass es gegen Ronneburg auf keinen Fall so leicht wie im Hinspiel werden wird. Garant dafür ist die Halle mit ihren Zuschauern und der Stimmung. Ronneburg hat uns immer wieder vor Probleme gestellt. Unsere Chancenverwertung war heute schlecht. Allein vier Siebenmeter haben wir verworfen.“

Ronneburg mit großen Besetzungssorgen

Zwei Fehlwürfe kamen auf das Konto von Qendrim Alaj, der mit seiner Mannschaft in dieser Saison unbedingt den Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga schaffen will. „Wir haben alles selbst in der Hand. Aber wir schauen von Spiel zu Spiel“, verriet er und war über die Heimniederlage von Konkurrent Jena gegen Werratal bestimmt nicht traurig.

Wie ernst es den Eisenachern mit dem Aufstieg ist, bewies allein die Tatsache, dass das Team mit einem 16er-Kader in Ronneburg aufschlug. Dagegen hatte die HSV-Sieben große Besetzungssorgen. Nach der Trainingsverletzung von Gergely Horvath stand kein zweiter Torwart zur Verfügung, sodass sich der schon verabschiedete Christian Lange als etatmäßiger Feldspieler bereiterklärte, im Notfall – den es zum Glück nicht gab – einzuspringen.

Zehn Minuten lang hielten die Hausherren die Partie bis zum 3:3 offen. Dann diktierten die Eisenacher das Geschehen auf der Platte. Beim 5:9 waren die Wartburgstädter erstmals auf vier Tore enteilt. Die Hausherren ließen sich nicht abschütteln und verkürzten bis zur Pause auf 11:13. Beim 16:22 war die Begegnung entschieden.

Kommenden Samstag gegen Mühlhausen

Ronneburg tat sich gegen die im Sechs-zu-Null-Riegel stehende ThSV-Abwehr schwer. Auch für Kreisläufer Kyrylo Smielkov gab es keine Räume. Der Eisenacher Mittelblock mit den baumlangen Duje Miljak, Leonard Toelke oder Ole Gastrock-Mey war kaum zu überwinden. Mirko Alexy war mit neun Treffern erfolgreichster Ronneburger, im Abschluss aber auch nicht fehlerfrei.

Gerade die beiden in der Schlussphase vergebenen Strafwürfe und die versiebten Konterchancen gegen einen starken Christian Trabert im Eisenacher Gehäuse kosteten den Hausherren ein noch besseres Ergebnis. 

Am kommenden Samstag wartet die nächste schwere Heimaufgabe auf den HSV. Dann gastiert der diesmal mit einem Treffer in Hermsdorf unterlegene Vorjahresmeister VfB 09 Mühlhausen im Ronneburger Hexenkessel.

Text & Bild: Jens Lohse

Spielbericht des THV

Wölfe Erfurt – HSV Ronneburg 17:23

Ronneburgs Torwart Lukas Vlasak hält den Sieg fest

Warum sich die Ronneburger Oberliga-Handballer bei Aufsteiger Wölfe Erfurt schwer tun

Ihren dritten Saisonsieg fuhren die Handballer des HSV Ronneburg in der Thüringer Oberliga ein.

Bei Aufsteiger Wölfe Erfurt setzte sich die Mannschaft des Trainergespanns Silvio Stölzner/Christian Szlapka mit 23:17 (10:9) durch. Das Spiel begann zäh. Nach einem 0:2-Rückstand stellten die Ronneburger auf eine 6:0-Deckung um, die den Erfurtern wesentlich mehr Probleme bereitete.

Ronneburg kontrollierte Partie, konnte sich allerdings nicht absetzen

Der HSV kontrollierte die Partie, konnte sich allerdings aufgrund der schwachen Chancenverwertung nicht absetzen. Nach Wiederbeginn steigerten sich die Gäste. Beim 20:14 (56.) war die Entscheidung gefallen.

Torwart Lukas Vlasak parierte viele freie Bälle und brachte die Erfurter auch bei Siebenmetern zur Verzweiflung. Von sechs Strafwürfen konnten die Wölfe lediglich zwei verwandeln.

Beste Ronneburger Torschützen waren Mirko Alexy (6) und Rico Stein (5). Mirko Alexy, der im Abschluss nicht seinen besten Tag erwischt hatte, überzeugte als Ballverteiler. So trugen sich alle acht eingesetzten HSV-Feldspieler in die Torschützenliste ein.

Bild & Text: Jens Lohse

Spielbericht des THV

HSV Ronneburg – HSV Weimar 22:26

Schwere Zeiten für die Handballer vom HSV Ronneburg

Ronneburgs Kreisläufer Kyrylo Smielkov (rechts) hat sich durchgesetzt. Mehr als zwei Treffer gelingen ihm aber nicht.

Der Oberligist schlägt sich selbst, leistet sich im Spiel gegen den HSV Weimar zu viele Fehler

Die Ronneburger Handballer gehen schweren Zeiten entgegen. Bei der 22:26 (14:16)-Heimniederlage gegen den HSV Weimar im einst für Gäste-Mannschaften kaum zu erobernden „Hexenkessel“ Zeitzer Straße offenbarten die Hausherren große Schwächen.

„Wir haben nicht verloren, weil der Gegner besser war, sondern weil wir wieder einmal viel zu viele Fehler gemacht haben. So laden wir die Kontrahenten immer wieder ein, in die Partie zurückzufinden. Das zieht sich durch die letzten drei Spiele. Wir kriegen unsere Leistung einfach nicht auf die Platte“, haderte Silvio Stölzner, der die HSV-Sieben im Sommer gemeinsam mit Christian Szlapka von Meistertrainer Stefan Koska übernommen hatte.

Der Weimarer Trainer André Heerwald strahlte hingegen bis über beide Ohren. „Hinten raus haben wir verdient gewonnen. Wir haben den Vorsprung clever nach Hause gebracht. In der Abwehr haben wir basierend auf starken Torhüterleistungen den Grundstein gelegt, hatten die Ronneburger Rückraumkanoniere Alexy und Kraus gut im Griff. Ich zolle meiner Mannschaft großen Respekt. Sie hat super umgesetzt, was wir in der Woche trainiert haben. In Ronneburg haben wir noch nie gewonnen“, freute er sich.

Erst nach Wiederbeginn schien sich der Gastgeber nochmals zu straffen. Zum 19:19 gelang Kreisläufer Kyrylo Smielkov der Ausgleich (43.). Doch ab da blieben die Ronneburger mehr als zwölf Minuten ohne eigenen Treffer. Trotz eines gehaltenen Siebenmeters von Torhüter Lukas Vlasak zog Weimar auf 25:19 (54.) davon. Die Wurfeffektivität der Hausherren sank ins Bodenlose. Tomas Böhm und Kyrylo Smielkov scheiterten immer wieder freistehend an Gäste-Torwart Angelo Heimbürge. Auch Routinier Mirko Alexy hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Ein Doppelpack von Christopher Eisenstein zum 21:25 (56.) ließ nochmals Hoffnungen unter den Heimzuschauern aufkommen, die durch die nächsten Fehlwürfe aber schnell im Keime erstickt wurden. „Jetzt geht es nach Ziegelheim, danach kommt Hermsdorf. Wir stehen früh in der Saison unter Zugzwang. Aus dieser misslichen Lage können wir uns nur selbst befreien“, blickte Sylvio Stölzner voraus.

Text & Bild: Jens Lohse
Spielbericht des THV

HSV Ronneburg – HBV Jena 90 27:30

Ronneburger Handballer bringen HBV Jena lange Zeit ins Schwitzen

Wie es der Mannschaft des Trainerduos Silvio Stölzner/Christian Szlapka gelingt, den Favoriten in Bedrängnis zu bringen – und warum sie dennoch keine Punkte einfährt
Seinen zweiten Heimsieg in der Thüringer Handball-Oberliga hat der HSV Ronneburg verpasst. Gegen den HBV Jena 90 zog die Mannschaft des Trainerduos Silvio Stölzner/Christian Szlapka mit 27:30 (13:15) den Kürzeren.

Trotz Niederlage keine Enttäuschung beim HSV Ronneburg

Trotzdem waren die Gastgeber-Verantwortlichen mit dem Ausgang der Partie nicht ganz unzufrieden. „Ein großes Lob an die Mannschaft, die sich nie aufgegeben und eine sehr gute Leistung abgeliefert hat. Darauf können wir aufbauen. Verloren haben wir das Spiel eine Viertelstunde vor Schluss in einer Phase, in der wir uns drei Fehler hintereinander geleistet haben. Dann war Jena auf fünf Tore enteilt, was nicht mehr aufzuholen war“, urteilte Silvio Stölzner, der ein Sonderlob an Torwart Lukas Vlasak verteilte, der gleich vier Jenaer Siebenmeter pariert hatte.

Zweimal hatten die Ronneburger Mehr-Tore-Rückstände aufgeholt. Das 10:12 (25.) egalisierte man durch Treffer von Steve Senff und Karel Kraus binnen weniger Minuten zum 12:12 (27.), musste aber dennoch mit einem 13:15 in die Halbzeit. Anschließend bauten die Jenaer ihre Führung bis auf vier Tore aus – 13:17 (33.). Doch auch davon ließen sich die Hausherren nicht beeindrucken. Karel Kraus, André Stölzner, Kyrylo Smielkov und Rico Stein mit einem Solo vom eigenen Kreis bis zum gegnerischen Tor sorgten für den 17:17-Gleichstand (40.).

„Aber das war immer sehr anstrengend, Rückstanden hinterherzulaufen. Außerdem haben wir es im gesamten Spiel nicht einmal geschafft, selbst in Führung zu gehen. Die Chancen dazu waren da. Nur haben wir sie nicht genutzt“, haderte Routinier Rico Stein, der trotz zweier Kreuzbandrisse in der zweiten Hälfte fast durchspielte und alle Kraftreserven mobilisierte. Das Fehlen von Torjäger Mirko Alexy, der im Urlaub weilt, war sowohl für Trainer Silvio Stölzner als auch für Rico Stein nicht entscheidend für die Niederlage. „Dadurch wäre es nicht viel anders geworden. So waren alle Spieler gefordert, konnte sich niemand verstecken“, meinte Rico Stein. Ausgerechnet dem erfahrenen Spielgestalter waren in der entscheidenden Phase erst ein Fehlwurf und dann ein Fehlabspiel unterlaufen, was die Jenaer jeweils zu Tempogegenstößen nutzten. Beim 19:24 (49.) war die Entscheidung zugunsten der Gäste gefallen, die sich in der Schlussphase auf den zwischen die Pfosten gerückten Torge Dunst verlassen konnten, der den Ronneburgern bei einigen freien Bällen den Schneid abkaufte.

Bis zum Abpfiff gaben sich die HSV-Handballer nicht auf, verkürzten noch auf 27:30, konnten die Jenaer aber nicht mehr ernsthaft in Gefahr bringen. Beste Ronneburger Schützen waren André Stölzner mit neun Toren – darunter vier Siebenmeter – sowie Christopher Eisenstein und Karel Kraus mit jeweils vier Treffern. Auf Jenaer Seite überzeugten Petr Zeda (8) sowie Hendrik Vogt (6) und Richard Vagner (6/1).

Nach der Herbstferienpause empfangen die Ronneburger am 19. Oktober den HSV Weimar, bevor es eine Woche später zum mit Spannung erwarteten Derby beim LSV Ziegelheim geht.

Text & Bild: Jens Lohse
Spielbericht des THV

Ronneburger Handballer noch nicht in Liga-Form

Zwei Niederlagen musste Handball-Thüringenligist HSV Ronneburg bei der Ronneburger Handballnacht am Freitagabend hinnehmen. Zunächst unterlag die von Silvio Stölzner und Christian Szlapka betreute Mannschaft dem HC Grubenlampe Zwickau mit 16:21 und dann auch gegen den HBV Jena 90 mit 17:21. Gespielt wurde jeweils über 2 x 20 Minuten. Der Turniersieg ging an die Westsachsen.

Ronneburger verschlafen gegen die Zwickauer den Start ins Spiel

Gegen Grubenlampe Zwickau hatten die Ronneburger den Auftakt verschlafen. „Bis zum 4:4 konnten wir die Begegnung noch offen gestalten. Aber dann hat unsere aggressive Deckung nicht mehr so funktioniert, wie wir es vorgestellt hatten. Die Gäste enteilten auf 10:4. Zur Halbzeit liefen wir bereits einem 6:13-Rückstand hinterher. Zumindest die Schadensbegrenzung hat funktioniert. Zwischenzeitlich konnten wir auf 15:18 verkürzen“, lobte Silvio Stölzner seine sich nicht aufgebende Mannschaft, in der Mirko Alexy (4/2), André Stölzner (3/2) und Rico Stein (3) am erfolgreichsten waren. Alle 15 zum Kader gehörenden Spieler erhielten ihre Einsatzzeiten.

„Auch in der Saison können wir uns nur über die mannschaftliche Geschlossenheit behaupten“, verkündete Silvio Stölzner. Mit dem siebenfachen Torschützen Dario Petrovski hatten die Zwickauer bei der Ronneburger 16:21-Niederlage den überragenden Spieler der Begegnung in ihren Reihen. 

HSV-Sieben kann sich nur schwer auf die offensive Deckung der Jenaer einstellen

Auch gegen den Thüringenliga-Rivalen HBV Jena 90 taten sich die Ronneburger schwer. Es lief nicht viel zusammen. Auf die offensive Jenaer Deckung konnte man sich nur schwer einstellen, leistete sich zudem zu viele technische Fehler. „Wir haben nicht das umgesetzt, was wir wollten“, monierte der Trainer. Bis zum 7:8-Halbzeitstand hielt die HSV-Sieben die Begegnung offen, ging beim 10:9 sogar in Führung. Doch dann war der Wurm drin. Beim 14:19 war die Partie zugunsten der Jenaer entschieden. Daran konnten auch die sechs erzielten Treffer von Mirko Alexy nichts ändern. Kreisläufer Kyrylo Smielkov hatte drei Tore bejubeln dürfen. Mit 17:21 unterlag man. Für die von Daniel Hellwig betreuten Saalestädter hatten Hubert Miklasz und Georg Missale mit jeweils vier die meisten Tore geworfen.

In Ronneburg wartet man auf das Mitwirken des rumänischen Neuzugang Alexandru Pop, der ab 17. August zur Mannschaft stoßen wird. Bis zum Saisonstart am 7. September beim VfB 09 Mühlhausen sind dann noch drei Wochen Zeit, um eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen. Der Heimauftakt steigt sieben Tage später gegen Aufsteiger HSG Saalfeld/Könitz.

Text: Jens Lohse

Ronneburger schaffen einen 26:23-Testspielsieg gegen Post SV Gera. „Ronneburger Handballnacht“ steigt am Freitag ab 20 Uhr.

Mit drei neuen Spielern wollen die Oberliga-Handballer des HSV Ronneburg in die neue Saison gehen, die am 7. September mit einem Auswärtsspiel beim VfB 09 Mühlhausen beginnt. Bereits Ende Juni hatten die Ronneburger, die nach dem Rücktritt von Meister-Trainer Stefan Koska nun von Silvio Stölzner und Christian Szlapka betreut werden, mit dem Ausdauertraining begonnen.

Die Ronneburger Trainer Silvio Stölzner (links) und Christian Szlapka (rechts) freuen sich über die Neuzugänge Gergely Horvath (Zweiter von links) und Kyrylo Smielkov.

Neues Trainerteam beim HSV Ronneburg

„Erst seit zwei Wochen haben wir den Ball in der Hand“, verrät Silvio Stölzner. Drei Neuzugänge hat man beim Vorjahresachten verpflichtet, um die Abgänge von Michael Seime, Christian Lange (beide Laufbahnende) und Toni Hempel (Post SV Gera) zu kompensieren. Kreisläufer Kyrylo Smielkov kommt vom HC Grubenlampe Zwickau. Der 23-jährige Ukrainer wurde bei den Westsachsen aussortiert und überzeugt bei den Ronneburgern mit seiner Körperlichkeit. „Er hat im Training einen richtig guten Eindruck hinterlassen. Hoffen wir, dass er sich schnell einfindet. Mit der Kommunikation ist es noch etwas schwierig. Aber Kyrylo wohnt und arbeitet in Ronneburg, so dass er auch in dieser Hinsicht integriert ist“, sagt Silvio Stölzner.

Torwart Gergely Horvath kommt von Aufbau Altenburg und stand in der Skatstadt schon im Vorjahr im Oberliga-Kader. Der 21-jährige Schlussmann will sich beim HSV weiterentwickeln und die derzeitige Nummer eins, den Tschechen Lukas Vlasak herausfordern. Dritter im Bunde der Neuen ist Alexandru Pop. Der 20-jährige Rumäne ist allerdings noch bis zum 17. August auf Heimaturlaub. Der vielseitig einsetzbare Rückraumspieler kommt vom HBV Jena 90, will in der Saalestadt studieren und erhofft sich in Ronneburg mehr Einsatzzeiten als zuletzt.

Ihr erstes Testspiel bestritten die Ronneburger am letzten Donnerstag in der Sporthalle Zeitzer Straße gegen den Oberliga-Absteiger Post SV Gera. Der Gastgeber gewann in einer zähen Partie mit vielen Fehlern auf beiden Seiten mit 26:23 (10:8), wobei sich Mirko Alexy (6), André Stölzner (5) und Kyrylo Smielkov (5) als treffsicherste Schütze auszeichneten. Für die Geraer Postler, die den Abgang von Timo Garbe zum SV Hermsdorf vermelden, traf Benjamin Erb sechs Mal ins Schwarze. Bis zum 16:16 (42.) hielten die Gäste die Partie offen, mussten erst dann abreißen lassen.

Den heimischen Zuschauern präsentieren sich die Ronneburger Handballer erstmals am kommenden Freitag bei der „Ronneburger Handballnacht“. In einem Dreier-Turnier trifft die HSV-Sieben ab 20:00 Uhr auf die Gäste vom Zwickauer HC Grubenlampe und den HBV Jena 90.

Text & Bild: Jens Lohse