LSV Ziegelheim – HSV Ronneburg 32:33

Ronneburgs Spielmacher André Stölzner (l.) zerrt an den Ketten. Die Ziegelheimer um Jonas Krause (44) können ihn nicht bremsen.© Jens Lohse

Ronneburg rettetet sich gegen Ziegelheim ins Ziel

Zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Thüringenliga hat der HSV Ronneburg geholt.

Im Derby beim LSV Ziegelheim behaupteten sich die von zahlreichen Anhängern unterstützten Ronneburger in der gut gefüllten Wieratalhalle mit 33:32 (14:10), wobei das Ergebnis darüber hinwegtäuscht, dass die Gäste knapp zwei Minuten vor Spielende noch mit fünf Toren vorn lagen. „Ähnlich unserem Auftritt in Weimar vor einer Woche, als wir uns auch nach der Pause eine Fünf-Tore-Führung erarbeitet hatten, dann aber noch unterlagen, haben wir auch heute Spiel und Gegner über weite Strecken kontrolliert. Allerdings ist zu beobachten, dass bei meiner Mannschaft, wenn einmal zwei, drei Aktionen in Folge nicht gelingen, sofort die Köpfe nach unten gehen und wir in einen Negativlauf geraten. Hinten raus haben wir die Partie heute aber noch nach Hause gebracht. Gerade gegen einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf war das enorm wichtig“, äußerte sich HSV-Trainer Silvio Stölzner nach Abpfiff. Ziegelheims Routinier David Heinig, der auch schon für den Drittligisten LVB Leipzig spielte, fand viele Gründe, weshalb die Niederlage der Hausherren gerechtfertigt war. „Wir haben schlecht verteidigt, uns viele technische Fehler geleistet und hatten eine schwache Chancenverwertung. Selbst hatte ich auch nicht meinen besten Tag. In unserer Mannschaft hat heute niemand wirklich überzeugt“, resümierte er.

Bis zum 4:4 (9.) verlief die Partie ausgeglichen, ehe die Ronneburger die Initiative ergriffen. Insbesondere in der Abwehr standen die Gäste sehr sicher, profitierten aber auch von den zahlreichen Ballverlusten der Ziegelheimer, die kurz vor der Pause beim 8:14 (28.) einem Sechs-Tore-Rückstand hinterherliefen. Mit neuem Mut kamen die Hausherren aus der Kabine. Beim Stand von 13:15 (36.) war der Anschluss greifbar nahe, doch landete der Siebenmeter von Max Harles nur am Innenpfosten. Ronneburg fing sich, schaffte es, wieder auf sechs Tore zu enteilen – 16:22 (45.). Entschieden war aber noch nichts, auch weil die Schiedsrichter Mario Schmid/Jochen Willner ihre Zeitstrafen sehr ungleich verteilten. In der zweiten Hälfte kassierten die Gäste sieben Zwei-Minuten-Strafen, Ziegelheim keine einzige. Sechs Minuten vor Schluss ging der LSV zur offenen Manndeckung über, was trotz eines zwischenzeitlichen 24:30-Rückstands (56.) Wirkung zeigte. Collin Köblitz, Ronny Wunderlich und David Heinig gingen bei den Gastgebern voran, die 17 Sekunden vor Schluss auf 31:32 verkürzen konnten. In Unterzahl machte Ronneburg durch den Ukrainer Oleksandr Blyzniuk alles klar. Der nochmalige Ziegelheimer Anschluss tat nichts mehr zur Sache. Bei den Gästen waren Karel Kraus und Mirko Alexy mit sieben Toren am treffsichersten.

Text & Bild: Jens Lohse

▶️Spielbericht des THV

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