Der Thüringer Handball-Oberligist HSV Ronneburg hat seine Pflichtaufgabe erfüllt. Bei Schlusslicht HSG Saalfeld/Könitz landete die Mannschaft des Trainergespanns Silvio Stölzner/Christian Szlapka einen nie gefährdeten 32:30-Auswärtserfolg.
In der Schlussphase zieht beim HSV Ronneburg der Schlendrian ein
Mitte der zweiten Hälfte hatten die Gäste schon mit neun Toren geführt, ehe der sich nie aufgebende Aufsteiger in der Schlussphase nochmals aufkam. „Nach konzentriertem Beginn lagen wir schon zur Pause deutlich vorn. Im Gefühl des klaren Vorsprungs ist dann etwas der Schlendrian eingezogen, zumal wir auch durch gewechselt haben, wodurch die Dominanz natürlich etwas verloren ging“, resümierte HSV-Trainer Silvio Stölzner.
Mirko Alexy spielt mannschaftsdienlich auf Linksaußen
Die einzige Saalfelder Führung der Partie gab es zum 1:0 durch Jannik Storz (2.). Anschließend ergriffen die Ronneburger die Initiative, wenngleich deren erster Treffer bis zur vierten Minute auf sich warten ließ. Ronneburg hatte etwas umstellen müssen. Weil Fabian Ruderisch und Justin Glöditzsch fehlten, spielte Mirko Alexy mannschaftsdienlich 60 Minuten lang auf Linksaußen. Bis zum 7:8 (18.) hielten die Saalfelder dagegen, ehe die Gäste eine Schippe draufpackten und nach und nach enteilten.
Die Last des Torewerfens war auf viele Schultern verteilt. Karel Kraus (5), Christopher Eisenstein (4) und Tomas Böhm (4) überzeugten mit ihrer Trefferausbeute von den Halbpositionen. Rico Stein sprang für Mirko Alexy als sicherer Siebenmeter-Werfer in die Bresche und brachte alle seine fünf Würfe im HSG-Kasten unter. Bei den Hausherren lief in der Viertelstunde vor der Pause nicht mehr allzu viel zusammen. Folgerichtig enteilte Ronneburg auf 9:17 (27.).
Auch nach Wiederbeginn änderte sich das Bild nicht. Bis zum 16:25 (43.) blieben die Gäste konzentriert. Ein Sonderlob verdiente sich HSV-Ersatztorwart Gergely Horvath, der bis dahin alle vier Siebenmeter der Hausherren pariert hatte. Doch als die Ronneburger durchwechselten, schlichen sich mehr und mehr Fehler ein.
„Wir haben dann zu viele freie Bälle liegengelassen. Hinzu kamen ein, zwei komische Schiedsrichterentscheidungen, bei denen man den Eindruck hatte, Saalfeld sollte im Spiel bleiben. So schmolz der Vorsprung noch ziemlich zusammen. In Gefahr sind wir aber nicht mehr geraten. Unterm Strich steht der wichtige Auswärtssieg. In zwei Wochen fragt niemand mehr, ob es ein schönes Spiel war“, so Silvio Stölzner, der sich darüber freute, dass gleich neun Ronneburger zu Torschützenehren kamen und auch Lion Sittig dreimal von Rechtsaußen erfolgreich war.
In der Tabelle verschaffte sich die HSV-Sieben weitere Luft im Kampf um den Klassenerhalt. „Nach den beiden Pflichtsiegen gegen Altenburg und Saalfeld geht es nach Jena, was natürlich eine ganz andere Hausnummer wird. Aber an einem guten Tag sind wir auch dort nicht chancenlos“, blickte Silvio Stölzner voraus, der dann aber wahrscheinlich auf Rico Stein verzichten muss, der sich kurz vor Schluss am Sprunggelenk verletzte.
Unsere Happy Hippo´s waren zum Turnier beim BSV Limbach-Oberfrohna eingeladen. Zu diesem 4er-Turnier traf man noch auf die weiteren Gegner aus Plauen und Reudnitz.
Das erste Spiel gegen Plauen ging deutlich mit 14:2 zu Gunsten der Ronneburger Ladies aus. Auch das nächste Spiel gegen die TSG Concordia Reudnitz konnte die HSV-Truppe ganz klar mit 4:17 gewinnen. Nur im letzten Spiel gegen den Gastgeber stand zum Schluss eine knappe 6:9-Niederlage auf der Anzeigentafel.
Die Happy Hippo´s haben alles gegeben und konnten mit einer starken Mannschaftsleistung und ganz viel Zusammenhalt die Spiele gewinnen. Und natürlich kam auch der Spass nicht zu kurz.
Vielen lieben Dank an Ari und Gitti für die leckere Verpflegung!
Liebe Mitglieder, Fans und Unterstützer des HSV Ronneburg,
Prosit Neujahr! Wir wollen die Gelegenheit nutzen, um euch allen ein riesiges Dankeschön zu sagen! 2024 war ein tolles Jahr – voller Einsatz, Teamgeist und richtig starker Momente. Egal ob auf dem Spielfeld, im Training oder bei unseren Veranstaltungen – ihr habt unseren Verein lebendig und einzigartig gemacht.
Für 2025 wünschen wir euch alles Gute, vor allem Gesundheit, Freude und viele Erfolge, egal ob im Sport oder privat. Lasst uns auch dieses Jahr wieder gemeinsam Gas geben, neue Herausforderungen angehen und jede Menge Spaß dabei haben.
Wir freuen uns riesig darauf, mit euch weiter durchzustarten! Danke, dass ihr ein Teil unserer Gemeinschaft seid.
Am Freitag, dem 06.12.2024 nahmen die Handball-Fans die Ronneburger Sporthalle wieder einmal in ihren Besitz. In diesem Jahr fand das mittlerweile 33. Handball-Fan-Turnier statt. Dieses Traditions-Turnier gestaltete sich im Ronneburger „Hexenkessel“ erneut zu einer guten Werbung für den Handballsport in unserer Stadt Ronneburg und fand bei den „Freizeit-Handballern“ und Zuschauern gleichermaßen Anerkennung. Im Vorfeld hatte Organisator Dieter Wolf erneut die Fäden gezogen und letztlich alles gut auf die Reihe gebracht. Acht Mannschaften standen bei den Männern und zwei Mannschaften bei den Frauen auf dem „Papier“ und man konnte gespannt sein, ob auch alle gemeldeten Mannschaften am Turnier teilnehmen werden. Freitag, kurz vor Turnierbeginn, stand fest, dass sechs Männermannschaften um die von Moritz Oertel gestifteten Pokale spielen werden. In diesem Jahr bestritten die Frauen das Eröffnungsspiel. Ab 19:15 zeigten die Ronneburger „Happy Hippos“ und die „Baller Bee`s Ihr Können. Am Ende gewannen die Happy Hippos dieses spannende und ausgeglichene Spiel, sicherlich auch Dank ihrer Erfahrung, mit 17:13.
In der Halbzeitpause erfolgte die Gruppenauslosung bei den Männern. Übrigens war an diesem Nikolaustag auch Knecht Ruprecht zugegen. Insgesamt 15 Spiele waren zu absolvieren, um den Turniersieger zu ermitteln.
Gruppe A (Pils Piranhas / Firma HORSCH / Edeltechniker)
Pils Piranhas – Firma HORSCH 7:4 Firma Horsch – Edeltechniker 2:2 Edeltechniker – Pils Piranhas 1:6
1. Pils Piranhas 4:0 13:5 Tore 2. Firma HORSCH 1:3 6:9 Tore 3. Edeltechniker 1:3 3:8 Tore
Gruppe B (Hartsuff Hornets / De`Holzgeschnitzten / Grubenlampe Zwickau)
Bester Torwart: Steve Kropfelder von den Hartsuff Hornets
Glückwunsch an den Pokalsieger des 33. Handball-Fan-Turnieres „Hartsuff Hornets“und DANKE an alle fleißigen Helfer vor und hinter den Kulissen.
Schon im Vorfeld dieses 33. Handball-Fan-Turnieres wurde viel spekuliert, ob der „Macher“ des Turnieres Dieter Wolf zukünftig für die gewaltige Organisation und Durchführung noch zur Verfügung steht oder ob es sein letztes Turnier war. Also habe ich mit Dieter darüber gesprochen und ihn interviewt.
Dieter, wie fällt Dein Fazit zum 33. Fan-Turnier aus und war das dein letztes Turnier als Organisationsleiter und „Macher“ dieses jährlichen sportlichen Höhepunktes ?
„Von acht im Vorfeld gemeldeten Fan-Mannschaften haben sechs Mannschaften am Turnier teilgenommen undum die von Moritz Oertel gestifteten Pokale gespielt. Es war ein sportlich faires Turnier und es wurde gute Handballkost geboten. Für mich persönlich war das noch einmal ein gelungener Höhepunkt und zugleich Abschluss meinerTätigkeit als Organisator und „Macher“ des traditionellen Handball-Fan-Turnieres. Womit auch klar ist, dies warendgültig mein letztes Fan-Turnier. An dieser Stelle möchte ich ALLEN, die mich bei 33 Turnieren unterstützt haben,noch einmal herzlich Danke sagen.“
Blicken wir zurück. Wann und wie ist dieses Turnier eigentlich entstanden ?
„Einfach gesagt, die Idee dazu entstand nach einem Auswärtsspiel der ersten Männermannschaft in der ehemaligen Gaststätte Skatklause. Jürgen Lübog, Norbert Kochan, Detlef Schäfer und ich haben sich bei einem Bier dazu verständigt, was für unsere Fans machbar wäre. Da kann man mal sehen, was aus einer ursprünglich gemütlichen Fachsimpelei von 1991 geworden ist. 33 Handball-Fan-Turniere.“
Gemeinsam mit Frank Bohnsack hast du ja auch die „Happy Hippos“ vor 26 Jahren mit ins Leben gerufen. Wie war das mit deren Einbeziehung in das Fan-Turnier ?
„Es kursierte damals die Meinung in den Handballreihen, wenn die Männer Handball spielen, dann müßten das die Frauen auch können. Die damals neu gegründeten Happy Hippos waren von Beginn an bemüht, neue Sportfreund-schaften zu knüpfen und an Turnieren teilzunehmen. Im Bezug auf unser Fan-Turnier habe ich feststellen müssen, dass es bei den Frauen weitaus schwieriger war, sie mit einem eigenständigen Turnier einzubinden. So ist leider so einiges im Sande verlaufen.“
Dieter, hast Du schon eine Idee bzw. einen Vorschlag, wie und ob es mit diesem traditionellen Turnier weitergehen wird ?
„Ich halte mich aus dieser Diskussion heraus und meine, jetzt sind der HSV und die Fans gefragt. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn es zukünftig auch ohne mich in Sachen Fan-Turnier weitergehen würde.
Dieter zur Festveranstaltung 100 Jahre Handball in Ronneburg im Mai diesen Jahres sind wir beide als „Ehrenmitglied des HSV Ronneburg“ ausgezeichnet worden und haben bekundet, dass wir den HSV entsprechend unseren Möglichkeiten unterstützen. Wie sieht deine Perspektive dazu aus ?
„Wenn meine Unterstützung gefragt ist, dann würde ich als passives Mitglied dem HSV gerne helfen. Da icheiniges an Jahren auf dem Buckel habe, spürt man, das gesundheitlich nicht mehr alles so läuft, wie man es will.Also heißt es jetzt kürzer treten. Und Bäumi, mal ehrlich, dir geht es sicherlich genau so.Übrigens habe ich mich riesig über die Überraschung der Fans des 33. Handball-Fan-Turnieres gefreut. DANKE.Das war`s.“
Da kann man zum Abschluss nur sagen, DANKE DIETER !
Handballer vom HSV Ronneburg immer einen halben Schritt zu spät
Chancenlos sind die Ronneburger HSV-Handballer bei der 24:33-Niederlage bei der HSG Werratal 05.
Wie es zur deutlichen Niederlage in der Oberliga Thüringen bei der HSG Werratal kam
„Alles das, was wir in der Vorwoche gegen Goldbach sehr gut gemacht haben, ist uns heute überhaupt nicht gelungen. Nicht annähernd haben meine Spieler ihr Leistungsvermögen ausschöpfen können. Nur in den ersten zehn Minuten haben wir die Partie offen gestalten können“, schimpfte Gäste-Trainer Silvio Stölzner nach der deutlichen 24:33-Niederlage seines HSV Ronneburg bei der HSG Werratal 05.
Ronneburger Handballer immer einen halben Schritt zu langsam
Im Kopf und auch körperlich waren die HSV-Handballer immer einen halben Schritt zu langsam. Jedes Tor musste man sich schwer erarbeiten. Werratal genügte eine durchschnittliche Leistung, um die Gäste auf Distanz zu halten. Bis zum 5:5 (10.) konnten die Ronneburger hoffen. Dann enteilten die Breitunger auf 11:6 (17.). Zur Pause stand es 18:13.
Eine zweistellige Niederlage konnten die Gäste gerade noch abwenden. Der verworfene Siebenmeter von Karel Kraus 52 Sekunden vor Abpfiff war bezeichnend für das HSV-Spiel. Treffsicherster Ronneburger war Kreisläufer Kyrylo Smielkov mit sechs Toren. Als Tabellenachter geht der HSV in die lange Weihnachtspause. „Bis dahin können sich die angeschlagenen Spieler etwas erholen“, hofft Silvio Stölzner.
HSV Ronneburg gewinnt nach bester Heimleistung gegen Goldbach/Hochheim
Wie es den Oberliga-Handballern gelang, Gegner Goldbach/Hochheim hoch zu bezwingen. Tomas Böhm trifft in nur 53 Sekunden dreimal.
Einen deutlichen 33:27-Heimerfolg gab es am Sonnabend in der Thüringer Handball-Oberliga für den HSV Ronneburg. Dem Kontrahenten SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim schmeichelte die Höhe der Niederlage am Ende sogar noch.
„Das war ein überzeugender Auftritt unserer Mannschaft. Zehn Minuten haben wir gebraucht, um in die Partie zu finden. Dann waren wir hellwach und haben uns Tor für Tor absetzen können. Erst als wir zum Schluss durch gewechselt haben, ist Goldbach nochmal etwas näher gekommen. Aber es war uns wichtig, allen zur Verfügung stehenden Spielern Einsatzzeiten zu geben“, urteilte HSV-Trainer Silvio Stölzner nach der besten Heimleistung der Saison.
Spielmacher Rico Stein sprüht voller Energie
Vor Energie nur so sprühte diesmal Spielmacher Rico Stein, der trotz seiner bereits 31 Jahre mit neuen Finten aufwartete. „Wir hatten auf dem Feld richtig Spaß. Das hat man auch gesehen. Wir sind total unverkrampft ins Spiel gegangen. Auch im fortgeschrittenen Handballer-Alter kann man immer wieder dazu lernen“, äußerte sich Rico Stein. Bestnoten verteilte der Ronneburger Trainer auch an die drei Tschechen.
Keeper Lukas Vlasak brachte die Goldbacher Werfer zwischen der zehnten und 50. Minute fast zur Verzweiflung, als den Gästen lediglich 13 Treffer gelangen. Tomas Böhm und Karel Kraus hatten sich schon im Training viel Selbstvertrauen geholt und wussten auch im Wettkampf als jeweils sechsfache Torschützen zu überzeugen.
Zunächst liefen die Hausherren einem 2:5-Rückstand hinterher (9.). Als die Ronneburger dann aber aufdrehten, waren sie kaum noch zu halten. Nach einer Viertelstunde war die Betriebstemperatur erreicht. Da führte der HSV schon mit 9:6 (16.). Zur Halbzeit hieß es 14:10. Selbst die Rote Karte gegen Kreisläufer Kyrylo Smielkov (23.) steckten die Ronneburger ohne Probleme weg. Nach Wiederbeginn spielten sich die Gastgeber phasenweise in einen Rausch. Rico Stein, Mirko Alexy und Christopher Eisenstein feierten sich für jeden Torerfolg. Selbst das lange Zeit nicht mehr vorhandene Konterspiel wurde reaktiviert. Lange Pässe von Lukas Vlasak und Mirko Alexy erreichten nacheinander Tomas Böhm, dem in der 40. Minute das Kunststück gelang, binnen 53 Sekunden drei Treffer zu erzielen.
Damit waren die Ronneburger auf 22:13 enteilt. Beim 30:20 (52.) betrug der Vorsprung erstmals zehn Tore. Bei Goldbach leistete nur Marc Justin Wellendorf Widerstand, der mit seinen zwölf Treffern fast im Alleingang die Niederlage der Gäste im noch erträglichen Rahmen hielt.
Ronneburgs jüngste Handballer belegen sehr guten 2. Platz
Seit Beginn des neuen Schuljahres trainieren Ronneburgs jüngste Handballer fleißig unter der Leitung von Dieter Wolf und Heiko Plaul. Es versteht sich von selbst, dass man das Gelernte auch auf dem Hallenbelag zeigen möchte. Doch das ist gar nicht so einfach. 23 Mannschaften der gemischten F-Jugend sind beim Thüringer Handballverband gelistet, doch einen Spielplan gibt es nicht. Die Vereine sind angehalten, den Spielbetrieb eigenständig zu organisieren und Turniere durchzuführen. Dementsprechend hat der HSV Ronneburg unter Leitung von Dieter Wolf zu einem F-Jugend-Turnier (Jahrgang 2016 und jünger) am 09.11.2024 in den Ronneburger „Hexenkessel“ eingeladen. Neben Gastgeber Ronneburg waren sechs weitere Mannschaften dieser Einladung gefolgt, und schon vorab war klar, es wird ein tolles Turnier für die Handball-Kids.
Am Samstag, den 09.11.2024, tummelten sich ab 9:30 Uhr sieben Mannschaften auf dem Hallenbelag in der Sporthalle an der Zeitzer Straße. Gespielt wurde in zwei Gruppen, jeweils 10 Minuten. In der Gruppe 1 trafen der SV Blau-Weiß Auma, der SC DHfK Leipzig und die Kids des HSV Ronneburg aufeinander. Die TSG Concordia Reudnitz, der HSV Apolda 1990, die JSG Altenburger Land und der HBV Jena 90 spielten in der Gruppe 2.
In der Gruppe 1 bestritten der HSV Ronneburg gegen den SV Blau-Weiß Auma das erste Turnierspiel. Die HSV-Kids überzeugten durch eine gute Deckungsarbeit, was dazu führte, dass die Angriffsbemühungen der Aumaer frühzeitig unterbunden wurden. Nach sechs Minuten führte Ronneburg bereits mit 5:0. Auch wenn im Abschluss einige Fehler produziert wurden, setzte man spielerische Akzente. Mit 10:0 ist dies bestens gelungen.
Auch gegen den SC DHfK Leipzig waren die Aumaer chancenlos. Leipzig war nicht zu bremsen, war spiel- und wurftechnisch die klar bessere Mannschaft. Zwar stand Auma in den letzten Spielminuten etwas besser in der Deckung, doch es nützte nichts. Leipzig gewann verdient mit 9:0.
Das Spiel Leipzig gegen Ronneburg war letztlich ausschlaggebend für den Gruppensieg. In dieser Auseinandersetzung taten sich die HSV-Kids anfangs schwer, fanden nicht zu ihrem gewohnten Spiel, und es unterliefen ihnen eine Reihe von Fehlern im Zuspiel sowie im Torwurf. Erst in der 5. Minute gelang das erste Tor. Leipzig dagegen bestimmte von Beginn an das Spiel, sodass es nach der Hälfte der Spielzeit bereits 4:1 und nach einem verwandelten Penalty 5:1 stand. Geschlagen gaben sich die Ronneburger jedoch nicht. Im Gegenteil, sie fanden zunehmend besser ins Spiel und hatten in der 8. Minute ihre beste Phase. Es gelangen zwei Tore am Stück und man konnte das Resultat verbessern. Leipzig ließ jedoch nichts anbrennen und zog wieder auf 7:3 davon. Das letzte Tor im Spiel erzielten die Ronneburger. Mit dem Schlusspfiff stand ein verdienter Leipziger Sieg mit 7:4 zu Buche und die Tatsache, dass es die HSV-Kids dem Favoriten Leipzig schwer gemacht haben.
Somit war auch klar, dass Gruppensieger Leipzig (4:0 Punkte) und der Zweite HSV Ronneburg (2:2) den Sprung ins Halbfinale geschafft hatten.
In der Gruppe 2 gewann zunächst die TSG Concordia Reudnitz in einem ausgeglichenen Spiel gegen die JSG Altenburger Land buchstäblich in letzter Sekunde mit 3:2 und der spielstarke HSV Apolda 1990 gegen den HBV Jena 90 mit 7:1. Das Spiel zwischen Reudnitz und Apolda gestaltete sich zunächst auf Augenhöhe. Erst gegen Ende gewannen die Kids aus der Glockenstadt langsam die Oberhand. Nach dem 3:2 gelangen ihnen in der letzten Spielminute noch zwei Tore zum 5:2-Endstand. Die Jenaer mussten sich danach gegen Altenburg mit 0:3 und gegen Reudnitz mit 1:2 geschlagen geben.
Das letzte Spiel in dieser Gruppe sollte zugleich auch das Spannendste werden. Altenburg und Apolda hatten zunächst ausgeglichene Spielanteile. Nach dem 1:1 in der 3. Minute folgten ein Penalty und ein weiterer Treffer für Apolda zur 3:1-Führung. Eine Vorentscheidung war das dennoch nicht, denn die Altenburger legten alles in die Waagschale und erzielten in der 8. Minute das 3:3-Unentschieden. War’s das? Nein. In der letzten Minute ging Apolda wieder mit 4:3 in Führung, doch fast mit dem Schlusspfiff erzielte Altenburg noch das viel umjubelte 4:4-Unentschieden. Der HSV Apolda 1990 und die TSG Concordia schafften somit den Einzug ins Halbfinale, während Altenburg Platz 3 und Jena Platz 4 in der Gruppe zwei belegten.
Vor einem schwierigen Unterfangen standen die Reudnitzer im ersten Halbfinale, denn sie trafen auf den Favoriten Leipzig. Reudnitz fand anfangs gut ins Spiel und erzielte den ersten Treffer, doch postwendend der Leipziger Ausgleich zum 1:1. Danach bestimmten die Leipziger das Spiel und ließen keine Reudnitzer Tore mehr zu. Reudnitz bewies jedoch Moral, gab sich nie auf, auch wenn man am Ende mit 1:8 verlor.
Im zweiten Halbfinale traf der HSV Ronneburg auf Namensvetter HSV Apolda 1990. Ronneburgs jüngste Handballer starteten gut und erzielten das erste Tor. Danach allerdings drei Tore für Apolda zum 1:3. In der vierten Minute schaffte Ronneburg den Anschlusstreffer zum 2:3. Bedingt durch die Fehler des Gastgebers zog Apolda wieder auf 2:5 davon. Ronneburg kämpfte, erzielte das 4:5 und kassierte im Anschluss das 4:6. Das könnte es gewesen sein. Denkste. Das Spiel gestaltete sich immer spannender, zumal die Ronneburger durch zwei Tore in Folge das 6:6 erzielten. In dieser Phase spürte man, die HSV-Kids wollen nun auch gewinnen. Ihre Spielweise „zwang“ die Apoldaer zu Fehlern und Fehlwürfen. Die Ronneburger gingen in der 8. Minute mit 7:6 in Führung und versenkten den Ball noch weitere zwei Mal am Stück in den Apoldaer Maschen zum viel umjubelten 9:6-Endstand. Was keiner für möglich hielt: Es war zum einen das beste Spiel des HSV Ronneburg und zum anderen verbunden mit dem Einzug ins Finale.
In den Platzierungsspielen machten der SV Blau-Weiß Auma, die JSG Altenburger Land und der HBV Jena 90 die Plätze unter sich aus. Die Aumaer hatten gegen Jena mit 1:2 und gegen Altenburg mit 0:6 das Nachsehen.
Im Spiel um Platz drei wollten die Reudnitzer nochmal gut zusammenspielen und alle Energie auf die Platte bringen. Gegen die gut stehende Apoldaer Deckung fanden sie jedoch keinerlei Mittel, was auch den schwindenden Kräften geschuldet war. Zwar gelang in der 10. Minute der Ehrentreffer, doch mit dem 1:4 musste man die Überlegenheit der Glockenstädter neidlos anerkennen.
Im Finale fand der Favorit Leipzig schnell zu seinem gewohnten sicheren Spiel und ließ keine Zweifel aufkommen, wer am Ende Turniersieger wird. Dem hatte Ronneburg nichts mehr entgegenzusetzen. Nach der Hälfte der Spielzeit war mit 5:0 für Leipzig die Entscheidung praktisch gefallen. Trotzdem kann man den Hausherren das Bemühen nicht absprechen. Doch kräftemäßig war man den Leipzigern unterlegen. Der SC DHfK Leipzig wurde mit 8:0 verdient Pokalsieger des F-Jugend-Turnieres in Ronneburg. Und – was die wenigsten für möglich hielten – der HSV Ronneburg sicherte sich Platz 2 vor dem HSV Apolda.
Übrigens: Die erfolgreichsten Torschützen des Turniers waren Emil Neiße vom HSV Apolda 1990 mit 18 Treffern, Jonas Fritzsch vom HSV Ronneburg mit 9 sowie Jarek Krause von der DHfK Leipzig und Felix Bärbig von der JSG Altenburger Land mit jeweils 8 Treffern.
Zur Siegerehrung nahmen alle sieben beteiligten Mannschaften Sieger- und Erinnerungspokale, dankend gestiftet durch die Firma Barth in Persona von Geschäftsführer Andreas Scheffel, sowie Urkunden entgegen.
Einig waren sich alle Beteiligten: Es war ein tolles und vor allem auch gut organisiertes Turnier im Ronneburger „Hexenkessel“. Der Dank gilt allen Spielern ebenso wie den Organisatoren unter der Leitung von Dieter Wolf und Heiko Plaul, dem Schiedsrichter Torsten Dresp sowie den Frauen Jana Thomas und Sandra Brunner am Kampfgericht. Auch die Versorgung hatte man gut im Griff. Diese wurde von den Eltern mit Unterstützung durch die Fleischerei Stölzner übernommen. Vielen Dank dafür!
Bleibt zu wünschen, dass Ronneburgs jüngste Handballer weiterhin auf toll organisierte Turniere zurückgreifen und das im Training Erlernte auf dem Hallenbelag zeigen können.
Ronneburg spielte mit: Vioschilav Sobolev – Marlin Albert, Linus Glöditzsch (6), Emma Plaul, Maximilian Laabs, Milo Mähler (2), Mila Thomas (6), Florian Ritter, Jonas Fritzsch (9).
In Eisenach sieht Silvio Stölzner eine engagierte erste Hälfte seiner Ronneburger.
Ronneburger Kraft reicht nur für eine Halbzeit
Der HSV Ronneburg geht nach dem Seitenwechsel bei der Eisenacher ThSV-Reserve unter.
Eine derbe 21:37 (11:13)-Niederlage mussten die Handballer des HSV Ronneburg beim Tabellenzweiten der Thüringer Oberliga, dem ThSV Eisenach II hinnehmen. Die Kraft der ersatzgeschwächten Gäste, die auf den verhinderten André Stölzner und die erkrankten Christopher Eisenstein und Tomas Böhm verzichten mussten, reichte nur eine Halbzeit.
„Wir haben mit 6:3 und 7:5 geführt. Da hat uns Eisenach wohl etwas unterschätzt. Nach 30 Minuten lagen wir mit zwei Toren im Hintertreffen. Nach dem Wechsel haben wir nichts mehr von dem aufs Feld bekommen, was uns bis dahin ausgezeichnet hat“, analysiert Ronneburgs Trainer Silvio Stölzner, dessen Mannschaft in der zweiten Hälfte zu viele freie Bälle verwarf.
„Da haben wir die Hausherren mit unseren Fehlern zu einfachen Toren eingeladen. Zudem haben wir durchgewechselt, um allen Spielern Einsatzzeiten zu bieten. In der Aßmannhalle hatten wir uns ohnehin nichts ausgerechnet. Die 16-Tore-Niederlage erscheint zwar deftig, wirft uns aber nicht um. Wir müssen gegen andere Teams punkten, um uns im Mittelfeld zu etablieren“, erklärt der HSV-Coach.
Mirko Alexy trifft 13-mal im Duell der Torjäger
Bester Ronneburger Werfer war Mirko Alexy, der mit 13 Treffern fast für zwei Drittel der Gäste-Torausbeute verantwortlich zeichnete. Erst in der Schlussphase ließen bei ihm Kraft und Konzentration etwas nach. Kacper Cieplinski (3), Rico Stein (3), Justin Glöditzsch (1) und Karel Kraus (1) trugen sich ebenfalls in die Torschützenliste ein. Bei den Wartburgstädtern war die Last des Torewerfens auf viel mehr Schultern verteilt. Alle zwölf Feldspieler trafen ins Schwarze. Am häufigsten durften Conrad Ruppert (7) und Qendrim Alaj (6) jubeln.
„Jetzt muss die deutliche Niederlage raus aus unseren Köpfen. Am Dienstag geht es im Training wieder bei null los. Am Samstag erwarten wir im Hexenkessel Blau-Weiß Goldbach/Hochheim. Das ist ein Gegner auf Augenhöhe, der derzeit in der Tabelle hinter uns liegt“, sagt Silvio Stölzner.
Hermsdorf wackelt, der Hexenkessel macht seinem Namen alle Ehre
Vier Treffer gelingen Ronneburgs Kreisläufer Kyrylo Smielkov (rechts) im Spiel gegen den SV Hermsdorf. Hier konnte er sich von Felix Reis (links) und Kevin Elsässer-Pech lösen.
Warum die Oberliga-Handballer vom HSV Ronneburg das Derby dennoch verlieren und welche Schlüsse Trainer Silvio Stölzner zieht
Nach dem überraschenden 35:29-Auswärtssieg in Ziegelheim hatten sich die Ronneburger Oberliga-Handballer und deren Anhänger auch im zweiten Derby binnen acht Tagen Erfolgschancen ausgerechnet.
HSV-Trainer Silvio Stölzner sieht ein Aufbäumen seiner Mannschaft zu Beginn der zweiten Halbzeit
Doch daraus wurde nichts. Gegen den SV Hermsdorf mussten sich die Hausherren mit 27:32 geschlagen gaben, boten dem Favoriten aber dennoch über weite Strecken Paroli. Besonders das Aufbäumen zu Beginn der zweiten Hälfte sorgte bei HSV-Trainer Silvio Stölzner für ein positives Gefühl, das er auch zum Ausdruck brachte. „Hinten raus haben Nuancen gegen uns entschieden. Wir haben es verpasst, uns für unsere gute Abwehrleistung zu belohnen. Am Ende haben wir zwei, drei Fehler zu viel gemacht. Dennoch bin ich mit unserer Vorstellung zufrieden. Meiner Mannschaft gebührt ein großes Lob“, urteilte der Ronneburger Coach.
Auch sein Hermsdorfer Kollege Tobias Högl zog ein versöhnliches Fazit: „Es war das erwartet harte Stück Arbeit für uns. In Ronneburg gewinnt man nicht im Vorübergehen. Nach einer zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Führung sind wir noch einmal in Not geraten, haben da viele falsche Entscheidungen getroffen. Über den Kampf haben wir aber zurück ins Spiel gefunden. Nach der unglücklichen Niederlage in der Vorwoche gegen Eisenach II haben wir heute die richtige Antwort gegeben.“
Der SV Hermsdorf wackelt, doch Ronneburg macht nichts draus
Bis zum 8:8 (15.) entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe, in der sich Hermsdorf anschließend klare Vorteie erarbeitete. Auf 10:17 (27.) zogen die Holzländer davon. Doch die Hausherren wehrten sich. Ein mit 13 Treffern einmal mehr herausragender Mirko Alexy hatte großen Anteil daran, dass die Ronneburger beim 20:20 (41.) wieder dran waren. In dieser Phase machte der Hexenkessel seinem Namen alle Ehre. Nach vorn gepeitscht vom Heimpublikum spielte sich der HSV in einen Rausch. Als Hermsdorfs Hannes Rudolph einen Siebenmeter nur an die Latte warf und Kreisläufer Kyrylo Smielkov im Gegenzug ausglich, da stand die Halle kopf. „Leider haben wir es aber nicht verstanden, die Stimmung längere Zeit auf dem Siedepunkt zu halten. In dieser Phase hat Hermsdorf gewackelt, was wir nicht für uns ausnutzen konnten“, so Silvio Stölzner.
Drei Ronneburger Fehler hintereinander ließen die Gäste wieder auf 23:20 enteilen. Näher als auf zwei Tore kam der HSV nicht mehr heran. Im Schlussspurt bauten die Hermsdorfer den Vorsprung noch auf fünf Tore aus. In Kevin Elsässer-Pech (9 Tore), Hannes Rudolph (6) und Felix Reis (6/3) hatten die Holzländer ihre besten Schützen, die mit dem Auswärtserfolg Anschluss zu Spitzenreiter HBV Jena 90 hielten, auf den der Rückstand zwei Zähler beträgt.
Ausruhen kann man sich auch beim HSV Ronneburg nicht, der am kommenden Sonnabend bei Aufsteiger Wölfe Erfurt gastiert und dort seinen dritten Saisonerfolg einfahren muss, um sich die Landeshauptstädter und die Abstiegszone vom Leibe zu halten