HSV Weimar – HSV Ronneburg 28:27

Dramatisches Ende: HSV Ronneburg scheitert knapp in Weimar

Rico Stein (beim Wurf) lenkte auf Mitte den Angriff der Ronneburger. Insgesamt steuerte er sechs Tore bei. Foto: OTZ / Christian Albrecht

Trotz Personalsorgen: Ostthüringer Handballer fordern HSV Weimar heraus

Die Vorzeichen standen für die Oberliga-Handballer des HSV Ronneburg nicht günstig. Zwar reiste die Mannschaft des Trainergespanns Silvio Stölzner/Christian Szlapka mit der Empfehlung von drei Siegen hintereinander zum HSV Weimar in die Klassikerstadt. Doch die personelle Ausgangslage bereitete den Gäste-Verantwortlichen einiges Kopfzerbrechen.

HSV Ronneburg beim HSV Weimar mit großen Personalsorgen

Mirko Alexy und Christopher Eisenstein standen in der Asbach-Sporthalle wegen der Spielverlegung auf Sonntag ohnehin nicht zur Verfügung. Am Spieltag meldeten sich dann auch noch André Stölzner und Ersatzkeeper Gergely Horvath krankheitsbedingt ab. Mit welcher Einstellung die Ronneburger dann aber über 60 Minuten den Tabellensechsten herausforderten und an den Rand einer Niederlage brachten, das nötigte Respekt ab, auch wenn unterm Strich vier Sekunden zum Punktgewinn fehlten und am Ende eine 27:28-Niederlage zu Buche stand.

„Wir haben uns in die Partie reingebissen. Nach einem 0:3-Fehlstart haben wir Weimar unser Spiel aufgezwungen und sehr unbequem agiert. Weimar hat auch aufgrund unserer personellen Engpässe auf hohes Tempo gesetzt. Aber wir haben gut dagegen gehalten. In der Schlussphase waren es dann Kleinigkeiten, die entschieden haben“, so Ronneburgs Trainer Silvio Stölzner, der seinem Team ein großes Lob für seinen starken Auftritt zollte.

Nach dem unglücklichen Beginn mit sechs Minuten ohne eigenen Treffer steigerten sich die Gäste schnell. Den Drei-Tore-Rückstand verbuchte man auch noch zur Halbzeit, als die Ronneburger mit 14:17 hinten lagen. Nach Wiederbeginn legte die HSV-Sieben noch eine Schippe drauf.

Binnen siebeneinhalb Minuten wandelte man einen 16:20-Rückstand in einen 22:22-Gleichstand (45.) um. Routinier Rico Stein führte im Zentrum klug Regie, erzeugte auch selbst immer wieder Torgefahr. Am Ende standen für ihn sechs Treffer, darunter ein verwandelter Siebenmeter zu Buche. Auf der rechten Seite wussten der achtfache Torschütze Tomas Böhm und Eigengewächs Justin Glöditzsch (5) zu gefallen.

Als Steve Senff die Ronneburger beim 25:24 (53.) erstmals in Führung brachte, schien nach dem Auswärtssieg in Jena in der Vorwoche die nächste Überraschung greifbar nahe. Justin Glöditzsch hätte den Vorsprung auf zwei Tore ausbauen können, doch entschieden die Referees auf Kreis ab. Die Gäste ließen trotz fehlender Alternativen auf der Bank und schwindender Kräfte nicht nach. Zweimal glichen Kyrylo Smielkov und Rico Stein noch aus, ehe Weimars Konrad Zeisberg vier Sekunden vor Schluss das 27:28 erzielte.

„Natürlich fahren wir etwas enttäuscht nach Hause. Aber dazu besteht eigentlich kein Grund. Denn wir haben eine große Leistung gezeigt, die uns auch mit viel Selbstvertrauen in zwei Wochen ins Derby gegen Ziegelheim gehen lassen sollte“, blickte Ronneburgs Trainer Silvio Stölzner schon einmal voraus.

Text: Jens Lohse
Foto: Christian Albrecht

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