HSV Ronneburg – HBV Jena 90 29:33

Ronneburgs Karel Kraus (rechts) findet gegen die Jenaer Dmytro Konshyn und Richard Vagner (von links) eine Lücke am Kreis. © Bild: Jens Lohse


Großer Kampf wird nicht belohnt

Negativlauf hält an: HSV Ronneburg unterliegt HBV Jena 90 im Hexenkessel

Für den HSV Ronneburg setzt sich die schwierige Phase in der Thüringer Oberliga fort. Auch im Heimspiel im Ronneburger Hexenkessel blieb der erhoffte Befreiungsschlag aus. Gegen den Tabellenvierten HBV Jena 90 mussten sich die Gastgeber mit 29:33 geschlagen geben und warten damit seit Mitte November weiter auf einen Heimsieg.

Die Partie verlief über weite Strecken ausgeglichen. Zwar erspielten sich die Gäste zwischenzeitlich einen Vier-Tore-Vorsprung, doch Ronneburg kämpfte sich zurück. Zur Pause lag Jena dennoch knapp mit 14:13 in Front. Nach dem Seitenwechsel blieb es spannend: Beim 19:19 gelang den Hausherren letztmals der Ausgleich. „Wir mussten uns jedes Tor hart erarbeiten. Am Ende wurde es zunehmend schwerer“, resümierte HSV-Trainer Silvio Stölzner, der zudem mit einigen Schiedsrichterentscheidungen haderte.

Für Aufsehen sorgte eine Szene um Spielmacher André Stölzner. Nach einer vermeintlich dritten Zeitstrafe wollte er das Spielfeld bereits verlassen, doch die Schiedsrichter hatten nur zwei Zeitstrafen registriert. Auch nach einer Rücksprache mit dem Kampfgericht standen unterschiedliche Aussagen im Raum. (Anm.: nach der Videoauswertung war es Stölzner´s dritte Zeitstrafe)

In der Schlussphase schwächten sich die Ronneburger jedoch selbst. Nach Zeitstrafen gegen Karel Kraus, Mirko Alexy und Justin Glöditzsch standen sie zeitweise nur noch zu dritt sechs Jenaern gegenüber – eine Hypothek, die nicht mehr wettzumachen war.

Während Ronneburg als Zehnter von zwölf Teams weiterhin im Tabellenkeller feststeckt und am kommenden Samstag im Derby beim SV Hermsdorf antritt, untermauerte Jena seinen Platz in der Spitzengruppe. „Wir wussten, wie laut es hier werden kann, wenn es eng wird. Aber wir haben den Kampf von Anfang an angenommen“, erklärte der fünfmal erfolgreiche Georg Missale. Bester Werfer auf Ronneburger Seite war Mirko Alexy mit acht Treffern.

Spielbericht des THV

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