Im Auswärtsspiel beim SV BW Goldbach/Hochheim mussten wir uns am Ende ohne Punktgewinn geschlagen geben. Über weite Strecken entwickelte sich eine ausgeglichene Partie auf Augenhöhe, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Die Führung wechselte mehrfach, und keine Seite konnte sich entscheidend absetzen. In der Schlussphase jedoch hatten die Gastgeber die größeren Reserven und agierten konsequenter. Eigene Fehler und mehrere Zeitstrafen brachten uns zusätzlich aus dem Rhythmus und verhinderten, dass wir das Spiel noch einmal drehen konnten. So mussten wir letztlich eine knappe, aber vermeidbare Niederlage hinnehmen.
Wir haben es dem haushohen Favoriten aus Südthüringen richtig schwer gemacht und konnten lange mithalten. Doch zum Schluss haben uns auch verletzungsbedingt ein paar Kraftreserven gefehlt und die Gäste mit international sehr gut besetzten Kader konnten die Partie schlussendlich doch noch mit einem vier-Tore-Vorsprung gewinnen. Den Suhlern war klar, dass es im Hexenkessel nie einfach wird und legten eine schnelle und kämpferische Gangart ein, was auch die elf Zeitstrafen begründete. Doch der HSV gab nicht nach und der Rückstand belief sich zur Halbzeit auf nur drei Tore (13:16). Nach der Halbzeit kam der HSV nochmal richtig in Fahrt und konnte auch die Führung übernehmen (20:19). Ein paar Fehler und die nachlassenden Kräfte sorgten dafür, dass die Gäste wieder die Führung übernahmen und bis zum Abpfiff halten konnten. Mit seinen 14 Toren versalzte unser Torschützenkönig Mirko Alexy der HSG die Suppe doch recht ordentlich, obwohl die Suhler Abwehr immer wieder eine Herausforderung war. Schlussendlich fehlen uns zwar immer noch die zwei Punkte, aber mit dieser kämpferischen Energieleistung und der richtigen Einstellung kann man zufrieden sein und positiv in die Zukunft schauen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Belegung in unserem Lazarett verringert.
Mit einer deftigen Auswärtsniederlage musste unsere erste Männermannschaft die Heimreise aus Werratal antreten. Gegen die Gastgeber fand man keine Wege, um sich nach der einzigen 0:2-Führung abzusetzen. Stattdessen legten die Breitunger immer mehr zu und bauten den Vorsprung ihrerseits weiter aus.
Warum Gastgeber HSV Ronneburg im Thüringenligaspiel gegen den HSV Apolda chancenlos war und der Trainer dennoch nicht enttäuscht war.
Es war kein Handball vom anderen Stern, aber einer, den man in der Thüringenliga sonst nicht zu sehen bekommt. Nach dem SV Hermsdorf (24:41) zum Saisonauftakt eine Woche zuvor musste nun auch der HSV Ronneburg im heimischen Hexenkessel die Dominanz von MHV-Oberliga-Absteiger HSV Apolda 1990 anerkennen. Mit 28:44 gingen die Hausherren unter, die bereits zur Halbzeit mit 11:21 im Hintertreffen gelegen hatten.
Gegen Staffelfavoriten ordentlich aus der Affäre gezogen
„Gegen den Staffelfavoriten hat sich meine Mannschaft trotzdem ordentlich aus der Affäre gezogen. 28 erzielte Treffer können sich durchaus sehen lassen. Wir haben mitgespielt, versucht, auch eigene Akzente zu setzen. Die Variante mit den zwei Kreisläufern hat nicht funktioniert. Aber wir haben uns nie aufgegeben“, bilanzierte Trainer Christian Szlapka, der den sonstigen Cheftrainer Silvio Stölzner vertrat, der diesmal im Urlaub weilte.
Apoldaer Handballer streben sofortigen Wiederaufstieg an
Andreas Schöppe aus dem Apoldaer Trainerstab beantwortete die Frage, wer denn die Glockenstädter in dieser Thüringenliga-Saison schlagen solle, so: „Das können wir eigentlich nur selbst. Wir müssen konzentriert und bei der Sache bleiben. Ich rechne mit einem Zweikampf mit Suhl, das ebenfalls den sofortigen Wiederaufstieg anpeilt. Wahrscheinlich wird die Meisterschaft in den beiden direkten Duellen entschieden, was aber auch bedeutet, dass wir uns in den anderen Begegnungen keinerlei Ausrutscher erlauben dürfen. Darin liegt die Schwierigkeit.“
Die mit drei Neuzugängen verstärkten Apoldaer ließen in Ronneburg von Anfang an nichts anbrennen. Schnell waren die Gäste auf 2:6 (8.) und 6:15 (17.) enteilt, wobei man angesichts von 19 Gegentreffern nach 22 Minuten fast schon um die Hausherren fürchten musste. Der Apoldaer Kombinationswirbel und die individuelle Klasse waren zu keiner Zeit einzudämmen.
Zwölf Apoldaer Feldspieler kamen zu Torschützenehren, allen voran der Nord-Mazedonier Dejan Goshevski, der in der Vorsaison noch in der ersten kroatischen Liga aufgelaufen war. Zehn Treffer steuerte er zum Kantersieg bei.
Der Ronneburger Mirko Alexy trifft zehn Mal
Auch die Ronneburger hatten einen zehnfachen Torschützen in ihren Reihen. Mirko Alexy stellte sich wie die sieben Mal erfolgreichen Christopher Eisenstein und Karel Kraus der Herausforderung. Verletzungen lassen derzeit den Ronneburger Kader arg zusammenschmelzen. Während Rico Stein noch auf sein MRT-Ergebnis wartet, stand André Stölzner wegen Rückenproblemen gar nicht zur Verfügung, während Daniel Cieplinski mit einer Bänderverletzung am Knöchel ausfiel.
Nächste Woche geht es für den HSV zur HSG Werratal 05.
Hinten heraus nur noch über Kampf: Dramatische Schlussphase bei Ronneburg gegen Ziegelheim
Dieser Saisonauftakt in der Handball-Thüringenliga ist nichts für schwache Nerven: Warum es speziell die letzte Minute bei HSV Ronneburg gegen den LSV Ziegelheim in sich hat.
Mit einem 30:30-Unentschieden sind die Handballteams des HSV Ronneburg und des LSV Ziegelheim in die Thüringenliga-Saison gestartet. Im stimmungsvollen und gut gefüllten Hexenkessel hätten beide Mannschaften noch in der Schlussminute die Partie für sich entscheiden können.
Nach Kyrylo Smielkovs 30:30-Ausgleich – der ukrainische Kreisläufer kam in der Endphase immer besser zurecht – nahmen die Ziegelheimer Gäste 23 Sekunden vor Abpfiff eine Auszeit, verloren den Ball aber unmittelbar nach Spielfreigabe wieder. Ballbesitz für Ronneburg, dessen Trainer Silvio Stölzner elf Sekunden vor Ende zum Timeout rief.
Ziegelheims Trainer spricht von verlorenem Punkt
Der achtfache Torschütze Mirko Alexy kam nach einem Freiwurf nochmals zum Wurf, traf allerdings nur den linken Pfosten. Also jubelten erst einmal die Gäste, doch trauerten eigentlich beide Mannschaften den zahlreichen vergebenen Möglichkeiten nach.
„Wir haben an die Schwächen der Vorsaison angeknüpft und uns das Leben selbst schwergemacht. Nach einer starken Anfangsviertelstunde verloren wir den Spielfaden komplett. Hinten heraus ging es nur noch über den Kampf. Die Verletzung von Rico Stein hat uns zusätzlicher Alternativen beraubt. Wir hätten gern ein Tor mehr geworfen als Ziegelheim“, schätzte Ronneburgs Trainer Silvio Stölzner ein.
Sein Ziegelheimer Gegenüber Torsten Urwank sprach von einem verlorenen Punkt: „Vorher wäre ich mit einem Punkt in Ronneburg zufrieden gewesen. Aber wir haben uns heute viel zu viele Unkonzentriertheiten geleistet. Unsere Idee, den Gastgeber mit hohem Tempo zu knacken, ging mit zunehmender Spielzeit auf. Angesichts unseres Vier-Tore-Vorsprungs hätten wir gewinnen müssen.“
Mirko Alexy bester Werfer für Ronneburg
Nach ausgeglichenem Beginn bis zum 3:3 ergriffen die Ronneburger die Initiative. Mit dem aus Plauen gekommenen Kevin Model und Daniel Cieplinski hatten die Hausherren zwei Zugänge im Aufgebot. Auf Ziegelheimer Seite wirkte der von Aufbau Altenburg gekommene Paul Kühn mit.
Die HSV-Sieben enteilte auf 9:5, ehe der Vorsprung genauso schnell wieder schmolz. Beim 11:11 war Ziegelheim auf Augenhöhe und setzte sich bis zur Halbzeit auf 14:16 ab. Nach Wiederbeginn das gleiche Bild: Ziegelheim zog beim 16:20 auf vier Tore davon. Mit Unterstützung der Heimfans kämpfte sich Ronneburg zurück. Angeführt von Mirko Alexy (8), Kevin Model (5) und André Stölzner (5) war der Gastgeber beim 22:22 dran, beim 25:23 sogar wieder vorn.
Es blieb spannend. Dreimal glich der mit sieben Treffern aufwartende Kyrylo Smielkov in der Schlussphase aus. Die Ziegelheimer leisteten sich trotz des starken Rückraums mit Max Harles (6), David Heinig (5) und Collin Köblitz (4) zu viele leichte Ballverluste, sodass das Unentschieden letztlich in Ordnung ging.