Der HSV Ronneburg kämpft – doch der Handball-Gott trägt nicht blau-weiß
Das Derby gegen den SV Hermsdorf ist offen bis zur Schlussphase. Was passiert in den letzten Minuten des Spiels in der Handball-Thüringenliga.

Auch im Derby gegen den SV Hermsdorf blieb für Handball-Thüringenligist HSV Ronneburg der Befreiungsschlag aus. Trotz einer Leistungssteigerung mussten sich die Hausherren mit 25:26 geschlagen geben und verweilen damit sieglos auf Platz elf im Feld der zwölf Mannschaften. Nur Schlusslicht HSV Weimar ist schlechter.
Der Handball-Gott trägt nicht blau-weiß
„Der Handball-Gott trägt derzeit keine blau-weißen Farben. Meine Mannschaft hat alle Vorgaben umgesetzt, gerade in der Abwehr sehr stabil agiert. Nach dem 10:10-Pausenstand haben wir in der zweiten Hälfte durchgängig vorn gelegen, stehen zum Schluss aber trotzdem mit leeren Händen da. Mit dieser Leistung brauchen wir uns nicht zu verstecken“, zog HSV-Trainer Silvio Stölzner Bilanz.
Entscheidend war die Schlussphase. Zwischenzeitlich hatten die Ronneburger in der zweiten Hälfte mit drei Toren geführt, doch schwand der Vorsprung mit zunehmender Spielzeit. Beim 22:22 (53.) kam Hermsdorf erstmals wieder zum Ausgleich.
Entscheidung fällt in der Schlussphase
Beim Stand von 25:26 hätte der bis dato siebenfache Torschütze Mirko Alexy von der Siebenmeterlinie ausgleichen können, scheiterte aber an Keeper Damian Kowalczyk (59.). Als der Schlussmann auch den nächsten Alexy-Wurf parierte und anschließend der ukrainische Rechtsaußen Oleksandr Blyzniuk nur das Außennetz traf, war die fünfte Ronneburger Saisonniederlage nicht mehr abzuwenden.
Text & Bild: Jens Lohse