TSG Concordia Reudnitz gewinnt F-Jugend-Turnier im Ronneburger Hexenkessel

Ronneburger Kids belegen guten 2. und 5. Platz

Ronneburgs jüngste Handballer waren von Januar bis April dieses Jahres bei vielen Turnieren unterwegs. Die „Strapazen“ der Turniere – immerhin waren sie für einige HSV-Kids Neuland – wurden gut verkraftet und man konnte mit dem Auftreten der Ronneburger zufrieden sein. Trotzdem spürte man, dass etwas fehlte: ein eigenes Turnier im „Hexenkessel“ des HSV Ronneburg.

Dementsprechend groß war die Vorfreude der Handball-Kids auf das Turnier in eigener Halle.

Unter Leitung von Dieter Wolf und Heiko Plaul hatte man für Samstag, den 9. Mai 2026, zu einem HSV-Nachwuchsturnier der F-Jugend (Jahrgang 2017 und jünger) eingeladen. Im Vorfeld hatten die TSG Concordia Reudnitz, der HV Mylau/Reichenbach, der SV Blau-Weiß Auma und die SG Nickelhütte Aue ihre Teilnahme zugesagt. Nach Abschluss der Planung und dem Versand aller Spielunterlagen an die Vereine musste der HV Mylau/Reichenbach jedoch einen Tag vor Turnierbeginn seine Teilnahme absagen.

Schnell waren sich die Organisatoren darüber einig, dass der HSV Ronneburg seine gemischte Mannschaft trennt und mit einer Jungen- sowie einer Mädchenmannschaft das Turnier bestreiten wird.

Am Samstag, den 9. Mai, tummelten sich somit ab 10:00 Uhr fünf Mannschaften auf dem Hallenbelag der Sporthalle an der Zeitzer Straße. Gespielt wurde im Modus „Jeder gegen Jeden“, jeweils 15 Minuten.

Im ersten Turnierspiel hatten es die Ronneburger Jungen mit der TSG Concordia Reudnitz zu tun. Trotz einer schnellen 1:0-Führung spielten die HSV-Kids zu hektisch und leisteten sich viele Abspielfehler sowie Fehlwürfe. Die Reudnitzer dagegen standen gut in der Deckung und hatten einen sicheren Keeper zwischen den Pfosten. Nach vorn wurde schnell gespielt und jeder Ronneburger Fehler bestraft. In der 9. Minute führte Reudnitz bereits mit 7:1. Das Zusammenspiel der HSV-Mannschaft lief in diesem Spiel noch nicht richtig. Zwar gelangen den Hausherren noch zwei Tore, doch am Ende gewann Reudnitz verdient mit 10:3.

Im nachfolgenden Spiel trafen die Mädchen des HSV auf die SG Nickelhütte Aue. Von Beginn an spürte man, dass die Mannschaft in dieser Besetzung erstmals zusammenspielte und Fehler vorprogrammiert waren. Nach dem 1:1 in der 3. Minute klingelte es am laufenden Band im HSV-Gehäuse. Aue spielte bei Ballbesitz konsequent und schnell nach vorn. Nach zehn Minuten führte Aue bereits mit 9:1. Die Mädchen des HSV bemühten sich, konnten aber wenig am Spielverlauf ändern. Trotzdem wurde auch der zweite Treffer bejubelt. Mit dem Schlusspfiff stand ein 13:2 für die SG Nickelhütte Aue zu Buche.

Gegen den SV Blau-Weiß Auma wollten die HSV-Jungen ihren „verkorksten“ Turnierstart ausmerzen. Man erwischte diesmal einen besseren Start und fand schnell zu seinem Spiel. Vor allem stand die Deckung besser, es wurde schnell nach vorn gespielt und die Chancen wurden konsequenter genutzt. Nach sieben Minuten führten die HSV-Kids bereits mit 5:1. Zwar leistete man sich noch einige Fehlpässe und sündigte im Abschluss, doch der SV Blau-Weiß konnte daraus kein Kapital schlagen. Ronneburg gewann mit 7:2.

Gegen die TSG Concordia Reudnitz standen die Mädchen des HSV von vornherein auf verlorenem Posten. Zwar bemühten sie sich, doch im Zusammenspiel unter Bedrängnis hatten sie oftmals das Nachsehen. Auch im Abschluss machte man zu viele Fehler. Trotzdem bejubelten die HSV-Mädels den verdienten ersten Treffer in der 13. Minute. Reudnitz gewann letztlich verdient mit 8:2.

Die SG Nickelhütte Aue ging gegen Auma schnell mit 1:0 in Führung, konnte aber erst in der 9. Minute das 2:0 nachlegen. Geschuldet war dies dem gut aufgelegten Aumaer Keeper, der seine Mannschaft immer wieder im Spiel hielt. Der Anschlusstreffer fiel in der letzten Minute, der Ausgleich zum 2:2-Endstand sogar buchstäblich in letzter Sekunde.

Eigentlich spielen Mädchen und Jungen beim HSV Ronneburg gemeinsam in einer gemischten Mannschaft. In diesem Turnier mussten sie nun gegeneinander antreten und es blieb abzuwarten, wer die besseren Karten haben würde. Die Jungen fanden besser ins Spiel, führten schnell mit 2:0 und bauten diesen Vorsprung auf 5:0 (9. Minute) aus. Danach allerdings schlich sich „Bruder Schlendrian“ ein. Das Bemühen der Mädchen wurde in der 11. und 12. Minute mit zwei Toren belohnt (5:2), doch am Ende gewannen die Jungen mit 6:2.

Im Spiel gegen den SV Blau-Weiß Auma startete Reudnitz furios und führte schnell mit 3:0. Erst in der 6. Minute gelang Auma das erste und zugleich einzige Tor. Die Aumaer Jungs kämpften um jeden Ball und waren um eine Resultatsverbesserung bemüht, doch ihr Spiel lief nicht richtig. Reudnitz zog auf 6:1 davon. In der 13. Minute konnte sich zumindest Aumas Keeper mit einem gehaltenen Penalty auszeichnen. Mit einem 7:1-Sieg verließ Reudnitz als Sieger die Platte.

In ihrem letzten Turnierspiel trafen die Jungen des HSV auf die SG Nickelhütte Aue. Die Kids gingen schnell mit 1:0 in Führung, kassierten danach jedoch durch Unachtsamkeiten drei Tore in Folge. Nach dem Anschlusstreffer zum 3:2 musste man einen Penalty hinnehmen und kassierte einen weiteren Treffer. Aue führte mit 5:2 und profitierte von HSV-Fehlern in der Deckungsarbeit, wo die Abstimmung nicht richtig funktionierte. Fünf Minuten vor Schluss führte Aue mit 8:4. War’s das? Nein, denn Ronneburg kämpfte nun bis zum Umfallen, kam auf ein Tor heran (8:7) und nutzte die verbleibenden Sekunden auf der Uhr noch zum viel umjubelten 8:8-Unentschieden. Damit standen in der Endabrechnung insgesamt 5:3 Punkte auf der Habenseite.

Die Mädchen trafen in ihrem letzten Spiel auf den SV Blau-Weiß Auma. Trotz des ersten Treffers spürte man, dass bei den HSV-Mädels die Luft raus war und in Deckung sowie Angriff kaum noch etwas zusammenlief. Auma kam zu leichten Toren und zog bis zum Schlusspfiff auf 6:1 davon.

Im Spiel der Reudnitzer gegen Aue zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Von Beginn an bestimmte die TSG Reudnitz das Spielgeschehen und zeigte, wer Herr im Hause war. Aue dagegen hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Die im Turnier körperlich und spielerisch überlegenen Reudnitzer gewannen verdient mit 7:0. Dies bedeutete zugleich den Turniersieg vor den Jungen des HSV Ronneburg, der SG Nickelhütte Aue, dem SV Blau-Weiß Auma und den Mädchen des HSV Ronneburg.

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