HSV Ronneburg – Wölfe Erfurt 32:29

Der HSV meldet sich zurück

Hexenkessel bebt: HSV Ronneburg triumphiert gegen Erfurter Wölfe

Mit disziplinierter Abwehr und Willenskraft holt der HSV Ronneburg zwei wichtige Punkte in der Handball-Thüringenliga.

Ronneburgs Oleksandr Blyzniuk (l.) lässt dem Erfurter Max-Florian Köthe keine Abwehrchance. Zwei Treffer steuert der Ukrainer zum 32:29-Erfolg bei.© Jens Lohse

Nach dem 32:30-Auswärtssieg bei Aufbau Altenburg in der Vorwoche wollten die Thüringenliga-Handballer des HSV Ronneburg gegen die Erfurter Wölfe unter Beweis stellen, auch im heimischen Hexenkessel in der Zeitzer Straße erfolgreich sein zu können. Dies gelang mit 32:29 eindrucksvoll.

Harte, aber faire Abwehrarbeit war der Grundstein

„Heute haben wir uns endlich einmal auch in einem Heimspiel belohnt. Nach einer guten Trainingswoche haben wir mit einer disziplinierten, harten, aber fairen Abwehr den Grundstein für den Sieg gelegt. In der Schlussphase konnten wir noch etwas draufpacken, auch wenn der Kader recht dünn war. Wir sind im Angriff wesentlich variabler geworden. Mit der entsprechenden Willenskraft haben wir zwei ganz wichtige Punkte eingefahren“, freute sich Ronneburgs Trainer Silvio Stölzner. 

Die Hausherren mussten auf den erkrankten Lion Sittig sowie die langzeitverletzten Rico Stein, Fabian Ruderisch, Daniel Cieplinski und Kevin Model verzichten. Die erste Hälfte verlief total ausgeglichen. Zwölf Mal stand ein Gleichstand an der Anzeigetafel. Folgerichtig ging es mit einem 15:15-Unentschieden in die Halbzeit. Nach Wiederbeginn enteilten die Erfurter mit den jeweils achtfachen Torschützen Aurel-Philipp Bartsch und Tim Strzala in ihren Reihen auf 18:21 (40.). Doch hatten die Ronneburger umgehend die passende Antwort parat.

Während Lukas Vlasak im HSV-Tor mit seinen Paraden den Grundstein legte, funktionierte vorn sogar das Konterspiel. Karel Kraus und Oleksandr Blyzniuk, der für die nächste Saison bereits in Plauen unterschrieben hat, ließen die Gastgeber ihrerseits auf 25:23 davonziehen. Durch die sehr offensive Deckung der Landeshauptstädter boten sich für den ukrainischen Kreisläufer Kyrylo Smielkov große Räume, die dieser wie der Tscheche Karel Kraus zu ebenfalls acht Treffer nutzte. Mirko Alexy steuerte sieben Treffer bei.

Ronneburger bauen Vorsprung stetig aus

Kontiuierlich bauten die Ronneburger den Vorsprung aus. Vladyslav Napadailo und Mirko Alexy bestraften nicht ausgespielte Empty Goal-Situationen der Erfurter mit weiteren Treffern aus der eigenen Hälfte. Auch das notwendige Spielglück erarbeiteten sich die Ronneburger. Mirko Alexy fing ein Erfurter Zuspiel im Rückwärtsgang ab. Kyrylo Smielkov angelte sich einen Lattenabpraller vor zwei Landeshaupstädtern.

Für den 32:29-Endstand sorgte Oleksandr Blyzniuk mit aller Urgewalt und ließ sich anschließend zurecht vom diesmal enorm zahlreich vertretenen Hexenkessel-Publikum feiern.

Text & Bild: Jens Lohse

Spielbericht des THV