HSV Ronneburg – Wölfe Erfurt 29:35

Erfurt stellt unlösbare Aufgaben

Ronneburgs Torjäger Mirko Alexy (Mitte) findet in der Erfurter Abwehr eine Lücke. Später wird er wegen dreier Zeitstrafen disqualifiziert.

Warum sich der Handball-Oberligist gegen die Wölfe aus der Landeshauptstadt die Zähne ausbeißen, warum Torjäger Mirko Alexey disqualifiziert wird

Seit Februar haben die Handballer von Oberliga-Aufsteiger Wölfe Erfurt kein Spiel mehr verloren. Nach 7:1 Zählern aus den letzten vier Partien bekam nun auch der HSV Ronneburg den Aufwärtstrend der Landeshauptstädter schmerzlich zu spüren.

HSV Ronneburg kann nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen

Dabei hatte sich den Hausherren die Chance geboten, im Falle eines Sieges das eigene Punktekonto auszugleichen. Doch daraus wurde nichts. Die Ronneburger konnten nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und mussten sich mit 29:35 geschlagen geben. „Die Erfurter waren heute im Kopf frischer. Was wir auch versucht haben, sie waren immer schon einen Schritt weiter. Am Willen lag es nicht. Aber wir haben es diesmal nicht geschafft, unser Potenzial auszuschöpfen. Wir wollten die Punkte schon hier behalten, haben uns das Leben aber selbst schwergemacht“, resümierte Trainer Silvio Stölzner.

Erfurter gaben den Ronneburger immer wieder unlösbare Rätsel auf

Mit handballerischen Mitteln gaben die Erfurter ihrem Kontrahenten immer wieder unlösbare Rätsel auf. Mit der offensiven Deckung der Landeshauptstädter kam Ronneburg überhaupt nicht zurecht. Mirko Alexy war trotz seiner neun Tore mit seiner Trefferausbeute unzufrieden, haderte mit den Schiedsrichtern und deren Entscheidungen, was sich in der Schlussphase in drei Zwei-Minuten-Strafen binnen zehn Minuten ausdrückte und zur Disqualifikation führte.

Mirko Alexy hadert mit den Entscheidungen der Schiedsrichter

Spielgestalter Rico Stein kam oft gar nicht in Tornähe, um seine gefürchteten Wurffinten zum Abschluss zu bringen. Und wenn die Ronneburger selbst einmal in Überzahl waren, dann warteten die Erfurter mit einer „Empty Goal“-Variante auf, nahmen den Torwart bei eigenem Angriff vom Feld und erspielten sich so immer wieder klare Wurfchancen. Aurel-Philipp Bartsch (10/5), Max Riedel (8), Hannes Oppermann (7) und in der Schlussphase Johann Münch (5) waren auf Erfurter Seite nicht zu halten.

„Das war ein ganz tolles Spiel von uns. Von der ersten Minute an haben wir die Partie kontrolliert“, freute sich Wölfe-Trainer Alexander Koke, während ihm Marcel Dick beipflichtete: „So haben wir schon vor zwei Wochen in Altenburg gewonnen.“ Nur hatte sich dieser Auftritt nicht bis nach Ronneburg herumgesprochen. Seit Sonnabend weiß man auch dort, dass man sich an den Erfurter Wölfen die Zähne ausbeißen kann.

Bild & Text: Jens Lohse

▶️Spielbericht des THV

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